ADAC Stauprognose 13. bis 15.3.: Staugefahr an Baustellen

• Lesezeit: 5 Min.

Von Katharina Dümmer

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Baustelle auf einer Autobahn
Die Staugefahr an Baustellen ist groß. Autofahrer brauchen dort Geduld© dpa/Bernd Wüstneck

Der ADAC erwartet am Wochenende zwar insgesamt mäßigen Reiseverkehr, aber es gibt viele Baustellen und einige Vollsperrungen. Wird der ÖPNV erneut bestreikt, steigt die Staugefahr zudem weiter an. Die Einschätzung der Fachleute.

  • 900 Baustellen bremsen den Verkehr

  • Autobahnsperren u.a. auf den Autobahnen A2, A7, A9

  • Ausland: Brenner-, Tauern- und Gotthard-Route staugefährdet

Staugefahr: Viele Baustellen, aber mäßiger Reiseverkehr

An diesem Wochenende wird der Autoverkehr in Deutschland vergleichsweise ruhig verlaufen. Die von dichtem Reiseverkehr geprägte Skiurlaubs-Hauptsaison ebbt immer weiter ab. Die hohen Kraftstoffpreise wegen des Irankriegs dürften auch etliche Autofahrer und Autofahrerinnen vor spontanen Ausflugsfahrten und Wochenendtrips abhalten. Auf dem Heimweg aus dem Urlaub sind etliche Autourlaubende aus Hamburg. Dort enden zweiwöchige Ferien.

Die Baustellentätigkeit nimmt weiter Fahrt auf. Deutschlandweit gibt es derzeit rund 900 Baustellen. Einige wichtige Autobahnen sind am Wochenende gesperrt. Auf den Straßen der Ballungszentren ist vor allem am Freitagnachmittag etwas mehr los.

Sollte es wieder ÖPNV-Streiks geben, ist regional mit deutlich mehr Verkehr und Staus auf den Straßen zu rechnen.

Gut zu wissen: Die Blockabfertigungen auf der A12/A93, die häufig für Staus zwischen Kufstein und Kiefersfelden sorgen, finden häufig montags, sehr selten freitags statt.

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Die Staustrecken in Deutschland

Unter anderem sind zeitweise diese Fernstraßen belastet (beide Fahrtrichtungen):

  • Großraum Hamburg

  • A1 Köln – Dortmund und Osnabrück – Bremen

  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover

  • A3 Oberhausen – Köln

  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe

  • A5 Basel – Karlsruhe

  • A6 Mannheim – Heilbronn

  • A7 Füssen/Reutte Ulm – Ulm – Würzburg und Hamburg – Hannover

  • A7 Hannover – Flensburg

  • A8 Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe

  • A9 Nürnberg – München

  • A10 Berliner Ring

  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)

  • A13 Dresden – Schönefelder-Kreuz

  • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach

  • A81 Heilbronn – Stuttgart

  • A93 Kiefersfelden – Rosenheim

  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A96 München – Lindau

  • A99 Autobahnring München

Wichtige Info für Autoreisende: Entlang einiger Autobahnen gibt es Durchfahrtsverbote.

Vollsperrungen auf Autobahnen

Zurzeit sind folgende Vollsperrungen angekündigt:

Die kurzfristigen Sperren

  • A2 Hannover Richtung Oberhausen zwischen Dortmund-Nordost und Kreuz Dortmund-Nordwest von Donnerstag, 12. März, 21 Uhr, bis Montag, 16. März, 5 Uhr

  • A7 Würzburg Richtung Fulda zwischen Bad Brückenau/Wildflecken und Bad Brückenau-Volkers von Samstag, 14. März, 20 Uhr, bis Sonntag, 15. März, 6 Uhr

  • A9 Nürnberg in Richtung Halle/Leipzig zwischen Bayreuth-Süd und Dreieck Bayreuth/Kulmbach von Samstag, 14. März, 2 Uhr, bis Sonntag, 15. März, 15 Uhr

  • A9 Halle/Leipzig Richtung Nürnberg zwischen Dreieck Bayreuth/Kulmbach und Bayreuth-Süd von Samstag, 14. März, 2 Uhr, bis Sonntag, 15. März, 22 Uhr

  • A44 Dortmund Richtung Kassel zwischen Unna-Ost und Kreuz Werl von Freitag, 13. März, 22 Uhr, bis Montag, 16. März, 5 Uhr

  • A45 Gießen Richtung Hagen zwischen Olpe und Drolshagen von Samstag, 14. März, 20 Uhr, bis Sonntag, 15. März, 6 Uhr

Die langfristigen Sperren

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind möglich. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.

Staugefahr auf Autobahnen im Ausland

Die Staus auf den Wintersportrouten der Alpen werden auch immer weniger. Diese Strecken sind zeitweise staugefährdet:

  • In Österreich A1 West-, A10 Tauern-, A12 Inntal-, A13 Brenner- und A14 Rheintalautobahn, B179 Fernpass-Route, S16 Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen

  • In der Schweiz die A2 Luzern – Chiasso (Gotthard-Route), A13 Chur – Bellinzona (San-Bernardino-Route), A1 Bern – Zürich – St. Margarethen und A3 Basel – Zürich – Chur sowie die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz

  • In Italien die Brennerroute A22/SS12 sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal und in den Vinschgau

Baustelle Reschenpass: So ist die aktuelle Lage

Noch ein Hinweis: Vom 6. bis 15. März finden in Norditalien die Paralympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 statt. Die Austragungsorte liegen in mehreren Provinzen. Rund um die Austragungsstätten gibt es Zufahrtsbeschränkungen.

Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Im Frühjahr 2025 hatten die deutschen Behörden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Der Pendel- und Reiseverkehr soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen sind stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge werden angehalten.

Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) sind Wartezeiten sehr wahrscheinlich.

Auch bei der Ausreise aus Deutschland finden zum Teil Kontrollen unterschiedlicher Intensität statt. Betroffen sind vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen. Mit Staus zu rechnen ist etwa an den Grenzübergängen A4 Ludwigsdorf (Görlitz), A11 Pomellen (Stettin), A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst.

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Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.

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