ADAC Stauprognose 9. bis 11. Januar: Ferien enden ohne lange Staus
Von Katharina Dümmer

Am zweiten Wochenende des neuen Jahres ist laut ADAC Stauprognose nur mit mäßigem Reiseverkehr trotz des Ferien-Endes in Hessen zu rechnen. Wo und wann es dennoch Staus geben könnte.
Am Freitagnachmittag Staugefahr durch Berufsverkehr
Vollsperrungen auf wichtigen Routen
Staufallen im Ausland: Brenner, Tauern, Gotthard
Staugefahr: Wenig Reise-, aber viel Berufsverkehr
Autofahrer und Autofahrerinnen, die am zweiten Wochenende des Jahres unterwegs sind, dürfen sich vielerorts auf freie Autobahnen freuen. Der Reiseverkehr ist deutlich geringer als an den Wochenenden zuvor. Zwar enden in Hessen erst jetzt die Weihnachtsferien. Lange und zahlreiche Staus werden sich daraus aber nicht ergeben.
Auf was sich Reisende aber einstellen müssen: Der Berufsverkehr ist wieder normal und belastet die Routen vor allem am Freitagnachmittag, 9. Januar. Die Baustellentätigkeit befindet sich wie in dieser Jahreszeit üblich auf niedrigem Niveau. Deutschlandweit gibt es derzeit "nur" 500 Baustellen und damit weniger als noch in den Vorwochen. Allerdings sind einige wichtige Autobahnen am Wochenende gesperrt.
Ein Hinweis für Wintersportlerinnen und -sportler: Die Staugefahr in Richtung Wintersportgebiete ist am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und am Sonntagnachmittag (Rückreiseverkehr) am größten.
Die Staustrecken in Deutschland
Unter anderem sind zeitweise diese Fernstraßen belastet (beide Fahrtrichtungen):
A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg – Lübeck
A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg, Passau – Linz
A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe, Dresden – Görlitz
A5 Darmstadt – Heidelberg – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn
A7 Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
A27 Bremen – Bremerhaven
A40 Duisburg – Essen – Dortmund
A42 Dortmund – Kamp-Lintfort
A59 Duisburg – Dinslaken
A81 Singen – Stuttgart – Heilbronn
A93 Rosenheim – Kiefersfelden
A99 Autobahnring München
Wichtige Info für Autoreisende: Entlang folgender Autobahnen gibt es Durchfahrtsverbote.
Vollsperrungen auf Autobahnen
Zurzeit sind folgende Vollsperrungen angekündigt.
Die kurzfristigen Sperren
A61 Venlo Richtung Mönchengladbach zwischen Mackenstein und Kreuz Mönchengladbach von Freitag, 9. Januar, 22 Uhr, bis Montag, 12. Januar, 5 Uhr
A61 Mönchengladbach Richtung Venlo zwischen Kreuz Mönchengladbach und Viersen von Freitag, 9. Januar, 22 Uhr, bis Montag, 12. Januar, 5 Uhr
A40 Essen Richtung Duisburg zwischen Duisburg-Kaiserberg und Kreuz Duisburg von Mittwoch, 7. Januar, 21 Uhr, bis Montag, 12. Januar, 5 Uhr
A40 Essen Richtung Duisburg zwischen Kreuz Kaiserberg und Kreuz Duisburg von Mittwoch, 7. Januar, 21 Uhr, bis Montag, 12. Januar, 5 Uhr
A48 Koblenz – Dernbach in beiden Richtungen zwischen Bendorf/Neuwied und Dreieck Dernbach von Samstag, 10. Januar, 5 Uhr, bis Sonntag, 11. Januar, 20 Uhr
Die langfristigen Sperren
Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterungsbedingungen und weitere Sperrtermine sind nicht ausgeschlossen. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.
Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.
Staugefahr auf Autobahnen im Ausland
Am zweiten Januar-Wochenende ist die Verkehrssituation auf den Autobahnen mäßig angespannt. Staus gibt es auf den Straßen rund um die Großstädte im Berufsverkehr und auf den Autobahnen in Richtung Wintersportorte.
Dazu zählen in Österreich die West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn, Fernpass-Route, Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen.
In der Schweiz muss auf der Gotthard-Route und der San-Bernardino-Route, den Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur sind staugefährdet.
In Italien sind neben der Brennerroute auch die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal sowie in den Vinschgau am stärksten gefährdet.
Baustelle Reschenpass: So ist die aktuelle Lage
Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich
Im Frühjahr 2025 hatten die deutschen Behörden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Der Pendel- und Reiseverkehr soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen sind stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge werden angehalten.
Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) sind Wartezeiten sehr wahrscheinlich.
Auch bei der Ausreise aus Deutschland finden zum Teil Kontrollen unterschiedlicher Intensität statt. Betroffen sind vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen. Mit Staus zu rechnen ist etwa an den Grenzübergängen A4 Ludwigsdorf (Görlitz), A11 Pomellen (Stettin), A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst.
Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss
Fahren bei winterlichen Bedingungen
Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrer und Autofahrerinnen mit witterungsbedingten Behinderungen rechnen. Schneefälle und Glatteis, selbst in tieferen Lagen, sind jetzt ebenfalls jederzeit möglich. In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht.
Fahrten in höhere Lagen der Alpen sollten generell nur noch mit geeigneter Winterausrüstung angetreten werden. Fast alle Alpenpässe, die in der kalten Jahreszeit geschlossen werden, wie zum Beispiel das Timmelsjoch, haben bereits Wintersperre.
Hier finden Sie Infos zur Winterreifen- und Schneekettenpflicht in 21 europäischen Ländern.
Im Stau: Rettungsgasse bilden!
Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.
Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.
Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.
Rettungsgasse im Ausland: So geht's!