Große Staugefahr am Gotthard-Tunnel: So kommen Sie gut nach Italien und zurück

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Von Katharina Dümmer

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Stau vor dem Gotthardtunnel
Staufalle Gotthard-Tunnel: 20 Kilometer Stillstand sind an Reise-Samstagen bittere Realität© imago images/Geisser

Vor dem Gotthard-Tunnel in der Schweiz müssen Reisende in der Sommerreisezeit regelmäßig sehr lange Staus über sich ergehen lassen. Wann es sinnvoll ist, den wichtigsten Tunnel der Schweiz zu meiden, und welche Alternativrouten infrage kommen. Eine Verkehrsprognose.

  • Große Staugefahr besonders im Juli und August

  • San-Bernardino-Route, Gotthard-Pass und Simplon als Alternativen

  • Staukalender für jeden Tag

Der Gotthard-Tunnel zwischen Göschenen und Airolo auf der A2 Luzern – Chiasso ist der wichtigste Tunnel in der Schweiz und in der Reisezeit etwa an Ostern, Pfingsten und im Sommer eine der größten Staufallen des Landes. Schon einmal in der Saison 2026 – am Wochenende 17. bis 19. Juli – bildete sich ein Mega-Stau von über 20 Kilometern Länge vor der Röhre, was zu Wartezeiten von über 3 Stunden führte. Aber auch die Rückreise in Richtung Norden wird jedes Jahr für Autourlaubende in der Sommersaison zur Tortur.

Große Staugefahr am Gotthard-Tunnel

Der Straßentunnel wird vor allem von Autoreisenden aus dem Südwesten Deutschlands auf dem Weg nach Italien oder Südfrankreich genutzt. Die 16,9 Kilometer lange Röhre wurde 1980 erbaut und wird jährlich von rund 6 Millionen Fahrzeugen passiert. Der Tunnel gerät regelmäßig an seine Kapazitätsgrenzen.

Aufgrund der Stausituation werden die dringend notwendigen Wartungsarbeiten stets außerhalb der Reisezeit und nachts durchgeführt. Während des Frühjahrs- und Herbstputzes ist der Gotthard-Tunnel für mehrere Nächte gesperrt.

Verkehrsprognose 2026: An diesen Tagen droht Stau

Der Gotthard-Tunnel ist in den Sommerferien nicht nur an den Wochenenden und zum Ferienbeginn der Kantone und der Nachbarländer staugefährdet. Was für Autourlauber und Autourlauberinnen die Reiseplanung deutlich erleichtern dürfte: Der Schweizer Automobilclub TCS – Partnerclub des ADAC – hat für das Jahr 2026 eine detaillierte Jahresübersicht mit Verkehrsprognosen für den Gotthard (für beide Fahrtrichtungen getrennt) erstellt.

Autoreisende erfahren dort nicht nur, welche Tage gute oder schlechte Reisetage sind. Sie erhalten auch Informationen über die prognostizierten Wartezeiten. Reisende wissen somit, wann es sinnvoll ist, die Röhre zu meiden. Hin- und Rückfahrten sind gut planbar.

Zu den schlimmsten Reisetagen zählen laut TCS-Staukalender unter anderem:

  • für die Anreise (in Fahrtrichtung Süden) beinahe jeder Tag im Juli und bis zum zweiten August-Wochenende

  • für die Rückreise (Fahrtrichtung Norden) beinahe jeder Tag von Mitte Juli bis Mitte August.

Deutlich besser sieht die Stauprognose von September bis Mitte Dezember aus. Kurz vor Weihnachten kann es aber wieder voll werden. Für den 20., 22. und 26. Dezember rechnet der TCS Richtung Süden mit sehr starkem Verkehr und Staus von bis zu acht Kilometern.

Hier finden Sie die ADAC Stauprognose für Autobahnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Schweiz: Diese Alternativen gibt es zum Gotthard

Bei längeren Staus stehen mehrere Ausweichrouten zur Verfügung. Die wichtigste Alternative ist die über die A13 San-Bernardino-Route. Sie führt über Chur und Bellinzona und wird von den Schweizer Behörden regelmäßig als Ausweichstrecke empfohlen. Auch der nahe gelegene Gotthard-Pass ist eine Alternative. Der Gotthard-Pass ist aber für Fahrzeuge mit Campinganhängern nicht empfehlenswert.

Weitere Möglichkeiten: die Pässe Simplon, Grimsel oder Nufenen. Hier aber deutlich mehr Fahrzeit einplanen!

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