Gute Sicht im Straßenverkehr

Frau fährt in der Nacht Auto
Gutes Sehvermögen ist wichtig für die Sicherheit im Straßenverkehr ∙ © Shutterstock/lightpoet

Ein gutes Sehvermögen ist die Grundvoraussetzung für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr. Was man beachten sollte, um selbst gut zu sehen und auch für andere besser sichtbar zu sein.

  • Sehvermögen sollte regelmäßig überprüft werden

  • Viele Augenerkrankungen entwickeln sich schleichend

  • Blendempfindlichkeit kann mit Alter zunehmen

Für viele Autofahrer ist das Thema Augenkontrolle mit einem bestandenen Sehtest vor dem Erwerb des Führerscheins ein für alle Mal erledigt. Bei unter 40-jährigen Kraftfahrern zeigen sich oft nur Minderungen der Sehschärfe. Diese lassen sich mit Brille oder Kontaktlinsen einfach korrigieren. Doch mit zunehmendem Alter nimmt das Sehvermögen naturgemäß ab. Eine regelmäßige Überprüfung der Sehfähigkeit durch einen Augenarzt ist daher sinnvoll. Diese Empfehlung gilt für alle Verkehrsteilnehmer.

Augenerkrankungen erkennen

Etwa ab dem 40. Lebensjahr können verstärkt ernst zu nehmende Augenerkrankungen auftreten, die eine sichere Verkehrsteilnahme gefährden.

Tückisch an vielen Erkrankungen des Auges ist, dass sie nicht schlagartig auftreten. Vielfach entwickeln sie sich schleichend und werden von den Betroffenen nicht sofort wahrgenommen, wie z.B. Katarakt (Grauer Star), Glaukom (Grüner Star) und die altersbedingte Makuladegeneration. Deshalb sind Kontrollen beim Augenarzt in regelmäßigen Abständen ratsam.

Wer zwischen diesen Kontrollterminen feststellt, dass seine Sehfähigkeit merklich nachlässt, sollte rasch einen Augenarzt aufsuchen.

Professor Bernhard Lachenmayr, Facharzt für Augenheilkunde und Mitglied im ADAC Ärztekollegium

Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit

Gerade bei älteren Verkehrsteilnehmern kann sich das Dämmerungssehen durch Trübungen von Glaskörper, Linse oder Hornhaut drastisch verschlechtern. Zusätzlich kommt es durch diese Trübungen zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit. Wer diese Beeinträchtigungen an sich bemerkt, sollte unbedingt zum Augenarzt gehen.

Wichtig: Scheibe und Brille säubern

Autofahrer sollten dafür sorgen, dass die Frontscheibe innen wie außen gereinigt ist, denn Schlieren oder Verschmutzungen sorgen für eine verstärkte und irritierende Lichtstreuung. Brillenträger sollten bei Nacht möglichst reflexgeminderte Gläser tragen und diese vor Dämmerungs- oder Dunkelheitsfahrten stets putzen, so Professor Lachenmayr. Von Brillen mit Gelbfilter oder gar Lichtschutzgläsern bzw. Sonnenbrillen rät er hier dringend ab.

Risiken für die Teilnahme am Straßenverkehr

Ein gemindertes Sehvermögen erhöht das Unfallrisiko – ganz gleich, ob durch eine reduzierte Sehschärfe Entfernungen und Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt oder bei Fahrten in der Dämmerung oder bei Dunkelheit die blendempfindlicheren Augen rasch überanstrengt werden. Für Fahrten im Tunnel gilt: Sonnenbrille absetzen oder auf die Stirn schieben.

Das ist wichtig für Autofahrer

Das A und O für alle Kraftfahrer ist eine funktionierende und richtig eingestellte Beleuchtungsanlage. Aber nicht nur defekte Leuchtmittel und Lampen sind problematisch, auch verschmutzte oder im Winter vereiste Lichter, Scheinwerfer und Scheiben beeinträchtigen die Sichtbarkeit Ihres Fahrzeugs und Ihre eigene Sicht auf den Verkehr.

Darauf sollten Fahrradfahrer achten

Für Radfahrer gilt: Eine einwandfrei arbeitende Beleuchtung sowie die vorgeschriebenen Reflektoren können Leben retten. Das Tragen von Warnwesten und heller Kleidung mit Reflektoren ist nicht nur in der Dunkelheit und bei schlechter Witterung zu empfehlen. 

So sind Fußgänger sicher unterwegs

Wer zu Fuß mit heller oder auffallender Kleidung im Straßenverkehr unterwegs ist, wird deutlich besser von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen. Jogger sollten bei Dämmerung und Dunkelheit zusätzlich zu reflektierenden Warnwesten Stirn- oder Gürtellampen verwenden. Auch reflektierende Anhänger an Jacken oder Taschen erhöhen die Sicherheit.

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