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Gute Sicht im Straßenverkehr

Frau fährt in der Nacht Auto
Gutes Sehvermögen ist der Schlüssel für sichere Verkehrsteilnahme ∙ © Shutterstock/lightpoet

Für die Verkehrssicherheit ist ein gutes Sehvermögen von essenzieller Bedeutung, werden doch 90 Prozent aller Sinneseindrücke im Straßenverkehr über die Augen wahrgenommen. Tipps für eine lebenslang gute Sicht.

  • Sehstärke sollte regelmäßig überprüft werden

  • ab 40. Lebensjahr können altersbedingte Augenerkrankungen auftreten

  • Blendempfindlichkeit kann mit Alter zunehmen

Für viele Autofahrer ist das Thema Augenkontrolle mit einem bestandenen Sehtest vor dem Erwerb des Führerscheins ein für alle Mal erledigt. Bei unter 40-jährigen Kraftfahrern zeigen sich oft nur Minderungen der Sehschärfe. Diese lassen sich mit Brille oder Kontaktlinsen einfach korrigieren. Doch mit zunehmendem Alter nimmt das Sehvermögen naturgemäß ab. Eine regelmäßige Überprüfung der Sehkraft durch einen Augenarzt ist daher sinnvoll. Diese Empfehlung gilt für alle Verkehrsteilnehmer.

Augenerkrankungen

Ab dem 40. Lebensjahr treten verstärkt ernst zu nehmende Augenerkrankungen auf, die eine sichere Verkehrsteilnahme gefährden können. Zu den altersbedingten Augenerkrankungen zählen unter anderem:

• Glaukom (Grüner Star)
• Makuladegeneration
• Katarakt (Grauer Star)

Tückisch an diesen Erkrankungen ist, dass sie nicht schlagartig auftreten, sondern sich schleichend entwickeln und von den Betroffenen nicht sofort wahrgenommen werden. Deshalb sind Kontrollen beim Augenarzt in regelmäßigen Abständen ratsam. Wer zwischen diesen Kontrollterminen feststellt, dass seine Sehfähigkeit merklich nachlässt, sollte den Augenarzt auch kurzfristig aufsuchen.

Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit

Gerade bei älteren Verkehrsteilnehmern kann sich das Dämmerungssehen durch Trübungen von Glaskörper, Linse oder Hornhaut drastisch verschlechtern. Zusätzlich kommt es durch diese Trübungen zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit. Das kann bereits Personen ab 40 betreffen. Wer diese Beeinträchtigungen an sich bemerkt, sollte unbedingt das ärztliche Gespräch suchen, um die entsprechende Diagnostik zu erhalten und weitere mögliche Maßnahmen zu besprechen.

Das können Sie tun: Sorgen Sie dafür, dass die Frontscheibe innen wie außen gereinigt ist, denn Schlieren oder Verschmutzungen sorgen für eine verstärkte und irritierende Lichtbrechung. Brillenträger sollten bei Nacht möglichst reflexgeminderte Gläser tragen und diese vor Dämmerungs- oder Dunkelheitsfahrten stets putzen. Brillen mit Gelbfilter sind hier tabu.

Risiken für die Teilnahme am Straßenverkehr

Ein gemindertes Sehvermögen erhöht das Unfallrisiko – ganz gleich, ob durch eine reduzierte Sehschärfe Entfernungen und Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt oder bei Fahrten in der Dämmerung oder Dunkelheit die blendempfindlicheren Augen rasch überanstrengt werden. Für Fahrten im Tunnel gilt: Sonnenbrille absetzen oder auf die Stirn schieben.

Gesehen werden – Autofahrer

Das A und O für Pkw-Fahrer ist eine funktionierende und richtig eingestellte Beleuchtungsanlage. Aber nicht nur defekte Leuchtmittel sind problematisch, auch stark verschmutzte oder im Winter vereiste Scheiben und Scheinwerfer beeinträchtigen die Sichtbarkeit Ihres Pkw und gleichzeitig auch Ihre eigene Sicht auf den Verkehr.

Gesehen werden – Fahrradfahrer

Insbesondere für Radfahrer gilt: Eine einwandfrei arbeitende Beleuchtung sowie die vorgeschriebenen Reflektoren können Leben retten. Das Tragen von Warnwesten und heller Kleidung mit Reflektoren ist nicht nur in der Dunkelheit und bei schlechter Witterung zu empfehlen. 

Gesehen werden – Fußgänger

Auch hier gilt: Wer mit heller oder auffallender Kleidung im Straßenverkehr unterwegs ist, wird deutlich besser von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen. Jogger sollten bei Dämmerung und Dunkelheit zusätzlich zu reflektierenden Warnwesten Stirn- oder Gürtellampen verwenden. Auch reflektierende Anhänger an Jacken oder Taschen erhöhen die Sicherheit.

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