Brille im Führerschein austragen lassen – wie geht das?

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Wer beim Autofahren auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen ist, der muss sie auch bei jeder Fahrt tragen. Was aber ist nach einer erfolgreichen Augen-OP zu beachten?

  • Schlüsselziffern zeigen, ob eine Brille notwendig ist

  • Ohne Brille droht ein Verwarnungsgeld

  • Ob Sehtest oder Gutachten ausreichen, hängt von der Fahrerlaubnisklasse ab

Steht die Auflage, eine Brille zu tragen, auch im Führerschein, dann droht bei einer normalen Verkehrskontrolle ein Verwarngeld in Höhe von 25 Euro.

Wie wird eine Brille im Führerschein eingetragen?

Das geschieht mit Hilfe der sog. Schlüsselziffern, die in Feld 12 des Scheckkartenführerscheins eingetragen werden. 01 steht allgemein für "Korrektur des Sehvermögens und/oder Augenschutz", 01.01 für "Brille", 01.02 für "Kontaktlinse(n)" und 01.06 für "Brille oder Kontaktlinsen".

Gelungene Augenoperation: Brille im Führerschein streichen lassen – sonst droht Strafe

Wer nach einer Operation bzw. dem Lasern der Augen keine Sehhilfe mehr braucht, der muss den entsprechenden Vermerk aus dem Führerschein streichen lassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass beim Nichttragen der Brille ein Verwarnungsgeld von 25 Euro fällig wird. Ein Attest des Arztes über die erfolgreiche OP mitzuführen, ist nicht ausreichend.

Wie wird die Brille im Führerschein gestrichen?

Wer keine Brille mehr benötigt, der stellt einen entsprechenden Antrag bei seiner Führerscheinstelle am Wohnort. Nur die Führerscheinstelle kann die Auflage streichen. Für den Antrag braucht man eine Bescheinigung über das Sehvermögen. Bei einem Führerschein der Klasse B ist das meist ein normaler Sehtest.

Ein Mann bei der Augenärztin
Für die Streichung reicht ein neuer Sehtest unter Umständen nicht aus ∙ © Shutterstock/4 PM production

Wer einen Lkw- oder Bus-Führerschein hat, der benötigt ein augenärztliches Gutachten. Das gilt auch bei einem alten Pkw-Führerschein der Klasse 3, da dieser die Klassen C1 und C1E beinhaltet. Hier reicht für eine Änderung ebenfalls kein Sehtest vom Optiker, da der Altführerschein der Klasse 3 einen größeren Umfang hat als die Klasse B, nämlich Klassen, die heute zum Lkw-Führerschein gehören.

Tipp: Vorab mit der Behörde klären, welche Nachweise im konkreten Fall erforderlich sind.

Neben dem Sehtest bzw. Gutachten braucht man noch folgende Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass

  • Biometrisches Passbild

  • Bisheriger Führerschein

  • Karteikartenabschrift, wenn der Führerschein nicht von der Führerscheinbehörde des aktuellen Wohnsitzes ausgestellt wurde

Was kostet das Umschreiben?

Sie müssen mit Gebühren zwischen 25 und ca. 38 Euro rechnen. Neben den Gebühren für das Umschreiben kommen Ausgaben für das neue Passbild und den Sehtest oder, soweit notwendig, das augenärztliche Gutachten hinzu.

Kristina Benecke
Fach-Autorin
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