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Coronavirus: Hygiene- und Verhaltensregeln in Bus und Bahn

Frau fährt mit Mundschutz im Zug
Bei Fahrten mit dem ÖPNV gilt in allen Bundesländern eine Maskenpflicht. ∙ © imago images/Emmanuele Contini

Auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen wegen Corona müssen Menschen täglich zur Arbeit fahren. Dabei sind viele auf den Öffentlichen Nahverkehr angewiesen. In allen Bundesländern gilt eine Maskenpflicht in Bus und Bahn.

In der aktuellen Situation rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung den Bürgern nach wie vor, sofern möglich, auf die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu verzichten, um sich selbst und andere vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen.

Offensichtlich haben derartige Appelle gefruchtet, denn aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom 13. Mai 2020 zeigen, dass die Fahrgastzahlen im ÖPNV im 1. Quartal des Jahres um rund 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken sind.

Aber nicht jeder Arbeitnehmer kann zuhause bleiben und Homeoffice machen. Gerade in den systemrelevanten Berufen müssen die Menschen vor Ort sein. Deshalb empfiehlt die Bundeszentrale, für den Weg zur Arbeit, wo möglich, das eigene Auto zu nutzen. Alternativ bieten sich bei kürzeren Fahrwegen das Fahrrad oder der Weg zu Fuß an.

Wer diese Möglichkeiten nicht hat, ist auf das Angebot des ÖPNV angewiesen. Für die Nutzung von Bus, S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn haben die medizinischen Experten des ADAC folgende Verhaltenstipps zusammengestellt.

Hygieneregeln und Maskenpflicht im ÖPNV

Vor dem Einstieg

  • Waschen Sie sich vor dem Verlassen der Wohnung noch einmal gründlich die Hände mit Wasser und Seife, mindestens 20 Sekunden lang.

  • Auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln ist in allen Bundesländern Pflicht. Achtung: Diese "Maskenpflicht" gilt nicht nur in den Fahrzeugen, sondern auch in folgenden Bereichen: im Bahnhof, auf Bahnsteigen und auch an Haltestellen.

Beim Einstieg

  • Berühren Sie Türknöpfe, Türgriffe o.ä. möglichst nicht mit der bloßen Hand. Tragen Sie Handschuhe oder nutzen Sie den Ärmel.

  • Zahlen Sie, wo immer möglich, mit Karte und nicht mit Bargeld.

  • Halten Sie einen möglichst großen Abstand zu anderen Fahrgästen und Mitarbeitern des ÖPNV. Mindestabstand: 1,5 Meter.

Während der Fahrt

  • Wählen Sie einen Sitzplatz möglichst weit vom nächsten Fahrgast entfernt. Lehnen Sie sich bei Stehplätzen an und verzichten Sie auf das Festhalten an Haltestangen, wenn beides gefahrlos möglich ist.

  • Husten und niesen Sie in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch.

  • Halten Sie Ihre Hände von Ihrem Gesicht fern.

Nach der Ankunft

  • Waschen Sie häufig und gründlich Ihre Hände, mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

Das können Sie außerdem tun

  • Überlegen Sie, ob Ihre Fahrt zu diesem Zeitpunkt wirklich nötig ist oder ob Sie eine Alternative finden.

  • Verlegen Sie Ihre Fahrten mit dem ÖPNV wenn möglich auf außerhalb der üblichen Stoßzeiten.

  • Nutzen Sie für den Ticketkauf die Online-Angebote der Verkehrsbetriebe.

Diese Maßnahmen treffen die Verkehrsbetriebe

Auch die Anbieter im ÖPNV sprechen auf ihren Websites Empfehlungen zum Fahrgastverhalten aus und informieren über die Reinigung der eingesetzten Fahrzeuge oder eine Zentralöffnung der Türen durch den Fahrer.

Die Verkehrsbetriebe in München und Berlin etwa reinigen ihre Fahrzeuge täglich. Haltestangen und andere Berührungsflächen werden zusätzlich mit Reinigungsmitteln gesäubert. Da eine Desinfektion der Fahrzeuge nach Expertenmeinung nicht zielführend ist, verzichten die Betriebe in Berlin und München auf derartige Maßnahmen. Vielmehr appellieren sie an die Eigenverantwortlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme ihrer Fahrgäste.

Oberstes Gebot für ÖPNV-Nutzer

Zum Schutz vor Ansteckung ist eine strenge Einhaltung der o.g. persönlichen Hygienemaßnahmen entscheidend. Also: Händewaschen nicht vergessen!

Das grundsätzliche Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird dringend empfohlen. In einigen Bundesländern gilt im ÖPNV eine Maskenpflicht.