Corona und Bahn: Tickets, Kulanz- und Hygieneregeln

Frau steht mit Mundschutz zur Corona-Zeit am Bahnsteig vor Zug der Deutschen Bahn
Bei der Deutschen Bahn gelten wegen des Coronavirus viele neue Regeln © imago images/Michael Weber

Hygiene, Fahrkartenkontrolle, Ticket-Stornierung, Bordgastronomie: So wirken sich Corona-Einschränkungen auf Bahnreisen aus.

  • Maskenpflicht gilt weiterhin

  • Keine 3G-Regel mehr im Fernverkehr

  • Auslastungsanzeige soll volle Züge verhindern

Aufgrund der sich verändernden Infektionszahlen werden die Corona-Bestimmungen bei Reisen in Deutschland immer wieder angepasst. Am 20. März ist das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft getreten. Dadurch gilt bundesweit nur noch ein Corona-Basisschutz. Dieser beinhaltet unter anderem eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Laut Corona-Infos der Deutschen Bahn* gibt es jedoch im Fernverkehr keine 3G-Regel mehr. Im Regionalverkehr gelten die jeweiligen Regelungen der Länder*.

In puncto Masken fordert die Deutsche Bahn Passagiere auf, im Sinne des Gesundheitsschutzes im Zug und auf Bahnsteigen eine FFP2-Maske oder einen medizinischen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Auch hier gelten laut DB die gesetzlichen Regelungen gemäß der Landesverordnungen.

Die Maskenkontrollen in Fernzügen wurden verstärkt. Wenn ein Fahrgast der Maskenpflicht wiederholt nicht nachkommt, kann er von der Beförderung ausgeschlossen werden, in Konfliktsituationen soll das die Bundespolizei regeln. Wer aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann, ist dazu auch nicht verpflichtet. Das Zugpersonal ist berechtigt, um Vorlage eines Attests zu bitten.

Wie in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gelten auch für Bahnreisen die vom Robert Koch-Institut ausgegebenen Hygieneregeln in Bus und Bahn, darunter Mindestabstand wahren, regelmäßiges Händewaschen und in die Armbeuge niesen oder husten.

Infos über aktuelle Verbindungen

Informationen zu Verbindungen, Einschränkungen und Fahrplananpassungen im Regional- oder Fernverkehr sowie Bus- und Bahntickets oder die BahnCard erhält man kontaktlos über das Online-Angebot der Deutschen Bahn* oder mithilfe der App "DB Navigator". Dort kann man auch alle aktuellen Meldungen nachlesen.

Bei sehr hoher Auslastung nicht mehr buchbar

Durch die Auslastungsanzeige der Deutschen Bahn* können Kunden auf der Internetseite der Bahn und in der App DB Navigator sehen, wie voll ein Fernverkehrszug voraussichtlich wird. Hier handelt es sich um eine Prognose auf Basis der historischen Auslastungswerte sowie der bereits eingegangen Buchungen, die bis zur Abfahrt regelmäßig an den aktuellen Stand angepasst wird.

Ab einer voraussichtlichen Auslastung von mehr als der Hälfte der Sitzplatzkapazität werden die Verbindungen besonders markiert. Wenn außergewöhnlich hohe Auslastung erwartet wird, Überfüllung des Zuges auf einigen Streckenabschnitten droht und viele Fahrgäste stehen müssen, sind Ticketbuchung und Sitzplatzreservierung nicht mehr möglich.

Für alle Reisen im Fernverkehr empfiehlt die Bahn grundsätzlich eine Sitzplatzreservierung. Den Fahrgästen rät die DB zudem, beim Ticketkauf nicht nur die schnellste Verbindung in Betracht zu ziehen. Wer bereit sei, etwas mehr Zeit einzuplanen oder einen zusätzlichen Umstieg in Kauf zu nehmen, profitiere oft von weniger vollen Zügen. Am Ticketautomaten, auf der Internetseite der Bahn und in der App DB Navigator kann man unter "Angaben zur Verbindung" die Suche nach der schnellsten Verbindung deaktivieren und sich Alternativen anzeigen lassen.

Die DB Reisezentren haben bundesweit geöffnet. Plexiglasscheiben an den Schaltern schützen vor Tröpfcheninfektion, in den Warteschlangen gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern.

Ticketkontrolle in der Bahn in Corona-Zeiten

Schaffnerin mit Munschutz scannt kontaktlos das Ticket einer Zugreisenden im Fernverkehr der deutschen Bahn
Kontaktlose Ticketkontrolle ist in Corona-Zeiten bei der DB unabdingbar © Deutsche Bahn AG

Im Zug erfolgt die Kontrolle des Tickets sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr kontaktlos. Das bedeutet: nur auf Sicht und per Scan. Fahrgäste zeigen ihr Smartphone mit dem Digitalen Ticket in der App DB Navigator oder ein ausgedrucktes Papierticket. Mit der Funktion des Komfort Check-In auf der App DB Navigator oder online kann man sich die Fahrkartenkontrolle auch komplett sparen.

Einreise aus dem Ausland

Derzeit müssen alle Reiserückkehrer einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Die Einreiseregeln gelten für alle Länder unabhängig davon, ob man aus einem Nicht-Risikogebiet, einem Hochrisiko-Gebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreist. Dies gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels, also auch bei Reisen mit der Bahn. Die digitale Einreiseanmeldung* wird nur bei der Einreise aus einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet benötigt.

Für Personen ohne diese vorgeschriebenen Nachweise gilt ein Beförderungsverbot: Bahn-, Bus- oder Schiffsunternehmen dürfen Personen, die keinen negativen Coronatest, Impf- oder Genesenen-Nachweis und keine digitale Einreiseanmeldung vorweisen können, nicht mehr von einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland befördern.

Infos der Deutschen Bahn zur Einreise*

Regelungen in der Bordgastronomie

Auch in der Bordgastronomie der Bahn* gilt keine 3G-Regel mehr.

Ebenso in den DB Lounges* für Reisende der 1. Klasse und BahnComfort-Kunden in Bahnhöfen. Auch hier kann die Pflicht zum Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske weiterhin bestehen - abhängig von den Vorgaben der lokalen Behörden des jeweiligen Bundeslandes* . Die Deutsche Bahn empfiehlt das Tragen einer Maske während des Aufenthaltes in den DB Lounges.

Wegen Corona: Mehr Hygiene in den Zügen

Reinigung eines Regionalzuges  der Deutschen Bahnzur Zeit der Corona Pandemie
Häufiges Putzen der Kontaktflächen soll das Ansteckungsrisiko minimieren © Deutsche Bahn/Pablo Castagnola

Um die Ansteckungsgefahr in Zügen und Bahnhöfen so gering wie möglich zu halten, hat die Deutsche Bahn die Zahl der Reinigungskräfte aufgestockt. Wie die Fahrgäste tragen sie Mund- und Nasenschutz, außerdem stehen ihnen Handschuhe und Desinfektionsmittel zur Verfügung.

In den Zügen reinigen sie stationär und unterwegs Toiletten, Haltestangen, Türgriffe und -drücker sowie auf den Bahnhöfen Fahrkarten- und Snackautomaten. Außerdem füllen sie Seifen- und Desinfektionsspender in Zügen, Servicecentern und Waschräumen regelmäßig auf.

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Ticket-Storno: Wieder reguläre Bedingungen

Bei der Bahn gelten wieder die regulären tariflichen Stornokonditionen*, es gibt keine Corona-Sonderkulanz mehr. Daher sind sowohl die Flexpreise als auch die Sparpreise stornierbar, Tickets zum Super Sparpreis jedoch von Umtausch und Stornierung ausgeschlossen. Die Bahn empfiehlt die Buchung eines stornierbaren Angebots.

Neu ist die Möglichkeit der Sofortstornierung*: Fahrgäste können online auf bahn.de* oder in der App DB Navigator gebuchte Tickets vor dem ersten Geltungstag innerhalb von zwölf Stunden nach der Buchung kostenlos stornieren. Sie erhalten den kompletten Zahlungsbetrag zurück. Das gilt laut Bahn auch für Super Sparpreise und Sparpreise.

Wieder Angebote für Kinder

DB Kinderbetreuer Teams sind samstags und sonntags auf ausgewählten, kinderreichen Strecken in vielen ICE Zügen mit an Bord. Mit einem mobilen coronakonformen Konzept sollen sie Kreativprogramm mit Spielen, Rätseln oder Zauberei an die Sitzplätze der Kinder bringen und Eltern entlasten. Infos zur Kinderbetreuung im ICE*

Derzeit nicht verfügbar ist der Service Kids on Tour, bei dem Kinder, die allein ohne Eltern reisen, durch pädagogisch geschulte Mitarbeiter der Bahnhofsmission begleitet werden. Hier gibt es Infos zum Service Kids on Tour*.

Coronavirus: Diese Rechte haben Reisende

  • Was muss ich beachten, wenn ich trotz Corona eine Reise buche?

  • Kann ich auch eine Reise innerhalb Deutschlands kostenfrei stornieren?

  • Bekommt man das Geld für nicht stattfindende Veranstaltungen zurück?

Hier finden Sie Antworten auf diese und viele weitere Rechtsfragen rund um den Coronavirus.

Mehr Infos zu Bahn und Corona*

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