Corona und Bahn: Tickets, Kulanz- und Hygieneregeln

Frau steht mit Mundschutz zur Corona-Zeit am Bahnsteig vor Zug der Deutschen Bahn
Bei der Deutschen Bahn gelten wegen des Coronavirus viele neue Regeln ∙ © imago images/Michael Weber

Hygiene, Fahrkartenkontrolle, abgelaufene Tickets, Bordgastronomie: So wirken sich Corona-Einschränkungen auf Bahnreisen aus.

  • 3G-Regel im öffentlichen Personenverkehr

  • Auslastungsanzeige soll volle Züge verhindern

  • Hygienemaßnahmen verstärkt

Es gilt die 3G-Regel im öffentlichen Personenverkehr: Nur wer vollständig geimpft, genesen (nicht länger als 180 Tage) oder getestet ist, darf in den Zügen des Nah- und Fernverkehrs sowie in Bussen, Tram-, U- und S-Bahnen mitfahren. Ein Test darf bei Fahrtantritt nicht älter als 24 Stunden sein (dokumentierter negativer Antigen-Schnelltest unter Aufsicht, kein Selbsttest, oder aktueller PCR-Test). Ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren sowie Schülerinnen und Schüler.

3G-Regel wird stichprobenartig kontrolliert

Die Einhaltung der Regelung soll stichprobenhaft kontrolliert werden. Sollte ein Fahrgast keinen 3G-Nachweis vorweisen können, wird laut Deutscher Bahn das Sicherheits- und Kontrollpersonal darum bitten, am nächsten Halt auszusteigen und den 3G-Nachweis in einer Teststelle nachzuholen. Ein Verstoß gegen die 3G-Regel sei als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld belegt.

Jemanden lediglich vom Bahnsteig abzuholen ist laut DB auch ohne 3G-Nachweis möglich, der nur für die Fahrt in den Zügen und Bussen erforderlich sei. Ein Ticket zu stornieren ist nur im Rahmen der normalen tariflichen Regelungen möglich, eine darüber hinaus gehende Kulanz aufgrund der neuen Vorschriften ist laut Bahn nicht vorgesehen. Corona-Infos der Deutschen Bahn*

Beim Tragen von Masken im öffentlichen Verkehr gelten die gesetzlichen Regelungen der jeweiligen Landesverordnungen*. Die DB empfiehlt den Fahrgästen im Zug und auf Bahnsteigen das Tragen einer FFP2-Maske.

Die Maskenkontrollen in Fernzügen wurden verstärkt. Wenn ein Fahrgast der Maskenpflicht wiederholt nicht nachkommt, kann er von der Beförderung ausgeschlossen werden, in Konfliktsituationen soll das die Bundespolizei regeln. Wer aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann, ist dazu auch nicht verpflichtet. Das Zugpersonal ist berechtigt, um Vorlage eines Attests zu bitten.

Wie in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gelten auch für Bahnreisen die vom Robert-Koch-Institut ausgegebenen Hygieneregeln in Bus und Bahn, darunter Mindestabstand wahren, regelmäßiges Händewaschen und in die Armbeuge niesen oder husten.

Infos über aktuelle Verbindungen

Informationen zu Verbindungen, Einschränkungen und Fahrplananpassungen im Regional- oder Fernverkehr sowie Bus- und Bahntickets oder die BahnCard erhält man kontaktlos über das Online-Angebot der Deutschen Bahn* oder mithilfe der App "DB Navigator". Dort kann man auch alle aktuellen Meldungen nachlesen.

Bei sehr hoher Auslastung nicht mehr buchbar

Durch die Auslastungsanzeige der Deutschen Bahn* können Kunden auf der Internetseite der Bahn und in der App DB Navigator sehen, wie voll ein Fernverkehrszug voraussichtlich wird. Hier handelt es sich um eine Prognose auf Basis der historischen Auslastungswerte sowie der bereits eingegangen Buchungen, die bis zur Abfahrt regelmäßig an den aktuellen Stand angepasst wird.

Ab einer voraussichtlichen Auslastung von mehr als der Hälfte der Sitzplatzkapazität werden die Verbindungen besonders markiert. Wenn außergewöhnlich hohe Auslastung erwartet wird, Überfüllung des Zuges auf einigen Streckenabschnitten droht und viele Fahrgäste stehen müssen, sind Ticketbuchung und Sitzplatzreservierung nicht mehr möglich.

Für alle Reisen im Fernverkehr empfiehlt die Bahn grundsätzlich eine Sitzplatzreservierung. Den Fahrgästen rät die DB zudem, beim Ticketkauf nicht nur die schnellste Verbindung in Betracht zu ziehen. Wer bereit sei, etwas mehr Zeit einzuplanen oder einen zusätzlichen Umstieg in Kauf zu nehmen, profitiere oft von weniger vollen Zügen. Am Ticketautomaten, auf der Internetseite der Bahn und in der App DB Navigator kann man unter "Angaben zur Verbindung" die Suche nach der schnellsten Verbindung deaktivieren und sich Alternativen anzeigen lassen.

Die DB Reisezentren haben bundesweit geöffnet. Plexiglasscheiben an den Schaltern schützen vor Tröpfcheninfektion, in den Warteschlangen gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern.

Ticketkontrolle in der Bahn in Corona-Zeiten

Schaffnerin mit Munschutz scannt kontaktlos das Ticket einer Zugreisenden im Fernverkehr der deutschen Bahn
Kontaktlose Ticketkontrolle ist in Corona-Zeiten bei der DB unabdingbar ∙ © Deutsche Bahn AG

Im Zug erfolgt die Kontrolle des Tickets sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr kontaktlos. Das bedeutet: nur auf Sicht und per Scan. Fahrgäste zeigen ihr Smartphone mit dem Digitalen Ticket in der App DB Navigator oder ein ausgedrucktes Papierticket. Mit der Funktion des Komfort Check-In auf der App DB Navigator oder online kann man sich die Fahrkartenkontrolle auch komplett sparen.

Einreise aus dem Ausland

Seit 1. August müssen alle Reiserückkehrer einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Die neuen Einreiseregeln gelten für alle Länder unabhängig davon, ob man aus einem Nicht-Risikogebiet, einem Hochrisiko-Gebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreist. Dies gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels, also auch bei Reisen mit der Bahn. Die digitale Einreiseanmeldung* wird nur bei der Einreise aus einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet benötigt.

Für Personen ohne diese vorgeschriebenen Nachweise gilt ein Beförderungsverbot: Bahn-, Bus- oder Schiffsunternehmen dürfen Personen, die keinen negativen Coronatest, Impf- oder Genesenen-Nachweis und keine digitale Einreiseanmeldung vorweisen können, nicht mehr von einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland befördern.

Mehr Infos zu Einreise und Quarantäne

Infos der Deutschen Bahn zur Einreise*

Bordgastronomie geöffnet mit 2G-Regel

Die Bordgastronomie der Bahn* hat geöffnet. Speisen und Getränke gibt es in ICE- und IC-Zügen im Bordrestaurant, Bordbistro sowie am Sitzplatz in der 1. und 2. Klasse. Aufgrund der aktuell geltenden Corona-Verordnungen gilt im Bordrestaurant und Bordbistro die 2G-Regel, Gäste benötigen also einen Impf- oder Genesungsnachweis. Auch im Bordrestaurant und Bordbistro gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske. Die Bahn empfiehlt FFP2-Masken und bittet darum, diese nur zum Essen und Trinken abzunehmen und während längerer Verzehrpausen wieder aufzusetzen.

In den DB Lounges für Reisende der 1. Klasse und BahnComfort-Kunden in Bahnhöfen braucht man einen 2G-Nachweis (Impf- oder Genesungsnachweis), teils zusätzlich einen negativen Testnachweis (2G+). Nähere Informationen zu den DB Lounges*

Wegen Corona: Mehr Hygiene in den Zügen

Reinigung eines Regionalzuges  der Deutschen Bahnzur Zeit der Corona Pandemie
Häufiges Putzen der Kontaktflächen soll das Ansteckungsrisiko minimieren ∙ © Deutsche Bahn/Pablo Castagnola

Um die Ansteckungsgefahr in Zügen und Bahnhöfen so gering wie möglich zu halten, hat die Deutsche Bahn die Zahl der Reinigungskräfte aufgestockt. Wie die Fahrgäste tragen sie Mund- und Nasenschutz, außerdem stehen ihnen Handschuhe und Desinfektionsmittel zur Verfügung.

In den Zügen reinigen sie stationär und unterwegs Toiletten, Haltestangen, Türgriffe und -drücker sowie auf den Bahnhöfen Fahrkarten- und Snackautomaten. Außerdem füllen sie Seifen- und Desinfektionsspender in Zügen, Servicecentern und Waschräumen regelmäßig auf.

Service vor Ort: In Ihrer ADAC Geschäftsstelle

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Und auch telefonisch ist der Club für Sie da – unter Tel. 0800 5 10 11 12 (Mo. bis Sa. von 8 bis 20 Uhr).

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Ticket-Storno: Wieder reguläre Bedingungen

Die Möglichkeit der flexiblen Nutzung für Fahrkarten, die bis zum 13. März 2020 gekauft wurden, ist abgelaufen. Seit 1. November 2020 gelten nun wieder die tariflichen Stornokonditionen des gebuchten Angebots. Eine Erstattung von Fahrkarten, die bis zum 31.10.2020 nicht genutzt wurden, ist laut Bahn nicht möglich. Die Einreichungsfrist für die Umwandlung von Fahrkarten in einen Gutschein endete bereits am 30. Juni 2020. Alle ausgestellten Gutscheine sind drei Jahre gültig.

In den letzten Monaten hatte die Bahn im Rahmen der Corona-Sonderkulanz die Stornierung und flexible Nutzung von rund 5 Millionen Fahrten ermöglicht. Im Rahmen der jetzt geltenden regulären Tarifkonditionen sind sowohl die Flexpreise als auch die Sparpreise stornierbar. Tickets zum Super Sparpreis sind jedoch von Umtausch und Stornierung ausgeschlossen. Die Bahn empfiehlt die Buchung eines stornierbaren Angebots.

Wieder Angebote für Kinder

DB Kinderbetreuer Teams sind samstags und sonntags auf ausgewählten, kinderreichen Strecken in vielen ICE Zügen mit an Bord. Mit einem mobilen coronakonformen Konzept sollen sie Kreativprogramm mit Spielen, Rätseln oder Zauberei an die Sitzplätze der Kinder bringen und Eltern entlasten. Infos zur Kinderbetreuung im ICE*

Derzeit nicht verfügbar ist der Service Kids on Tour, bei dem Kinder, die allein ohne Eltern reisen, durch pädagogisch geschulte Mitarbeiter der Bahnhofsmission begleitet werden. Hier gibt es Infos zum Service Kids on Tour*.

Coronavirus: Diese Rechte haben Reisende

  • Was muss ich beachten, wenn ich trotz Corona eine Reise buche?

  • Kann ich auch eine Reise innerhalb Deutschlands kostenfrei stornieren?

  • Bekommt man das Geld für nicht stattfindende Veranstaltungen zurück?

Hier finden Sie Antworten auf diese und viele weitere Rechtsfragen rund um den Coronavirus.

Mehr Infos zu Bahn und Corona*

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