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Der ADAC

Unfall im Ausland: Was tun?

Italienische Polizisten nehmen ein Unfallprotokoll auf
Unfall im Ausland: Reparaturkosten, Mietwagen, Nutzungsausfall – welche Schäden werden erstattet? ∙ © ADAC/Gerd George

Wenn es mit dem Auto kracht, heißt es Ruhe bewahren. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Versicherung, Grüne Karte, Polizei und wie der ADAC Sie beim Unfall im Ausland unterstützt. 

Das sollten Sie griffbereit haben

 Häufige Fragen nach einem Unfall im Ausland

Was sollten Sie bei einem Unfall im Ausland griffbereit haben?

Einen Europäischen Unfallbericht, erhältlich beim ADAC (siehe Link unten). Merkblätter, worauf bei einem Unfall in Ihrem Reiseland sonst noch zu achten ist, gibt es ebenfalls beim Club. Auch wichtig und vorgeschrieben: Warndreieck, Warnwesten, Verbandkasten etc.

Grüne Versicherungskarte: Wann und wo brauche ich sie noch?

Die Grüne Karte wird kostenlos von der eigenen Kfz-Versicherung ausgegeben und dient im Ausland als Nachweis der Haftpflichtversicherung. Darauf stehen alle relevanten Daten zu Auto und Versicherung.

In den Mitgliedsstaaten der EU plus Schweiz, Serbien, Norwegen, Island und Liechtenstein wird dieser Nachweis bei einem Unfall nicht mehr benötigt, kann aber hilfreich sein. In anderen Ländern wie z.B. Albanien, Bosnien-Herzegowina, Türkei, Russland und Nordmazedonien ist die Grüne Karte verpflichtend.

Tipp: Falls Sie nicht sicher sind, fragen Sie vorher bei Ihrem Kfz-Versicherer nach, ob sie das Dokument für Ihr Reiseland benötigen.

Welche Daten des Unfallgegners brauchen Sie für die Schadensregulierung?

Name und Anschrift des Fahrers bzw. des Halters, Kennzeichen, Versicherung und Versicherungsscheinnummer, ggf. die Nummer der Grünen Karte. Im Europäischen Unfallbericht werden alle relevanten Daten abgefragt. Am besten füllen Sie ihn zusammen mit dem Unfallgegner aus. Wichtig: In manchen Ländern stehen Infos zur Haftpflicht auf einer Plakette an der Windschutzscheibe, z. B. in Italien.

Wann sollte unbedingt die Polizei kommen?

Immer wenn jemand verletzt ist. Außerdem wenn der Sachschaden hoch ist, wenn Sie sich nicht mit dem Unfallgegner einigen können, er keinen Versicherungsnachweis hat oder Unfallflucht begeht. Gut zu wissen: In einigen Ländern, z. B. Frankreich, ist die Polizei nicht verpflichtet, Bagatellunfälle aufzunehmen, in anderen Ländern dagegen muss sie bei jedem Sachschaden gerufen werden. Was wo gilt, steht in den ADAC Merkblättern. Wichtig: Bitten Sie die Polizei um ein Unfallprotokoll!

Sie können nicht mehr weiterfahren. Was tun bei einem größeren Schaden?

Wenden Sie sich an die ADAC Notrufzentrale (Kontakt siehe unten). Die Mitarbeiter besprechen mit Ihnen, wie es weitergeht. Liegt ein Totalschaden vor, können Sie hier auch abklären, ob Ihr Fahrzeug im Ausland verschrottet wird. Im Rahmen der Plus-Mitgliedschaft werden u. a. die Kosten für Abschleppen (bis zu 300 €), Fahrzeugrücktransport bzw. Verschrottung bei wirtschaftlichem Totalschaden übernommen. 

Wie und wo können Sie Ansprüche bei der Versicherung geltend machen?

Wenn es in einem EU-Land, der Schweiz, Norwegen, Island oder Liechtenstein gekracht hat, können Sie Ansprüche in Deutschland geltend machen. Beim Zentralruf der Deutschen Autoversicherer, Tel. 0800 25 02 600 (kostenlos), erfahren Sie, wer als Regulierungsbeauftragter zuständig ist. Es gilt das Schadensersatzrecht des Unfalllands. In den meisten Ländern außerhalb der EU müssen Sie sich direkt an die ausländische Versicherung wenden.

Gutachter, Mietwagen, Nutzungsausfall, Anwaltskosten: Was steht Ihnen zu?

In jedem Land sind die Kosten, die geltend gemacht werden können, unterschiedlich. So werden Ausgaben für Anwalt und Gutachter oft nicht ersetzt, auch bei Mietwagen und Nutzungsausfall gelten andere Regeln (detaillierte Infos in den Merkblättern). Je nach den Umständen kann es sinnvoll sein, einen Anwalt einzuschalten.

Schmerzensgeld: Was ist bei Verletzungen und Personenschäden zu tun?

Verletzungen sollten von der Polizei protokolliert werden. Um Schmerzensgeldansprüche geltend zu machen, ist es besser, einen Arzt vor Ort aufzusuchen und sich die Verletzung attestieren zu lassen. Deutsche Atteste werden von ausländischen Versicherungen meist nicht anerkannt. Gerade Personenschäden werden, je nach Land, sehr unterschiedlich bewertet. Hier kann ein Anwalt im Unfallland hilfreich sein. Die Kosten werden von einer Rechtschutzversicherung übernommen.

Unfall in Frankreich

Wie ist bei einem Sach- oder Personenschäden infolge eines Unfalls in Frankreich vorzugehen? Clubjuristen informieren.

Unfall in Frankreich

Unfall in Italien

Alles was Sie zur Unfallregulierung nach einem Schaden in Italien wissen müssen. 

Unfall in Italien

Unfall in Kroatien

Wie ist bei einem Sach- oder Personenschäden infolge eines Unfalls in Kroatien vorzugehen? Clubjuristen informieren.

Unfall in Kroatien

Unfall in den Niederlanden

Wie sind die ersten Schritte nach einem Unfall in den Niederlanden? Was ist zu tun?

Unfall in den Niederlanden

Unfall in Österreich

Informieren Sie sich über die Schadenabwicklung nach einem Unfall in Österreich.

Unfall in Österreich

Unfall in Polen

Wo ist der Schaden nach einem Unfall in Polen geltend zu machen? Clubjuristen informieren.

Unfall in Polen

Unfall in Portugal

Informieren Sie sich über die Schadenabwicklung nach einem Unfall in Portugal.

Unfall in Portugal

Unfall in der Schweiz

Wichtige Informationen zur Geltendmachung eines Schadens nach einem Unfall in der Schweiz.

Unfall in der Schweiz

Unfall in Spanien

Alles was Sie zur Unfallregulierung nach einem Schaden in Spanien wissen müssen.

Unfall in Spanien

Unfall in der Türkei

Wichtige Informationen zur Geltendmachung eines Schadens nach einem Unfall in der Türkei.

Unfall in der Türkei

Infos bei Unfall in anderen europäischen Ländern oder den USA oder Russland

Text: Juristische Zentrale