Fiat Topolino: So knuffig wird das Auto für 15-Jährige

Frontansicht eines stehenden Fiat Topolino
Sieht aus wie ein Fiat 500, ist aber deutlich kürzer und fährt nur 45 km/h: Fiat Topolino© Fiat

Fiats Erfolg beruht auf kleinen und günstigen Stadtautos. An diese Tradition soll auch der neue Fiat Topolino anknüpfen, der allerdings ganz modern elektrisch daherkommt. Als Basis dient der Opel Rocks-e. Erste Infos

  • Fiat Topolino mit Rollerführerschein zu fahren

  • 45 km/h Spitze, keine Türen

  • Preis rund 8000 Euro

Im Stellantis-Konzern ist es mittlerweile üblich, bestehende Modelle markenübergreifend einzusetzen. Jüngstes Beispiel ist der Fiat Topolino, bei dem es sich um eine neue Spielart des von Opel als Rocks-e und von Citroën als Ami bereits angebotenen Leichtbau-Stromers handelt.

Für den Topolino reicht der Rollerschein

Fiat will das Minimobil, von dem es bislang nur ein offizielles Bild gibt, schon bald auf den Markt bringen. In welchen Ländern der Topolino verfügbar sein wird, haben die Italiener aber noch nicht verraten. Käme er nach Deutschland, dürften ihn bereits 15-Jährige mit dem Rollerführerschein bewegen.

Äußerlich setzt der Topolino ("Mäuschen") auf Dolce Vita und Retro. Der Modellname ist ein Verweis auf das 1936 von Fiat eingeführte Erfolgsmodell Topolino, während das freundlich dreinschauende Gesicht an den ab 1957 gebauten Nuova 500 erinnert. Der Verzicht auf Türen ist eine Referenz an das 50er-Jahre-Beach-Mobil 500 Jolly Spiaggina. Für viel Sonne und Frischluft sorgt außerdem ein Textilfaltdach, das ebenfalls bei Fiat eine lange Tradition hat.

Reichweite rund 75 Kilometer

Technische Details wurden noch keine genannt. Doch wird der Topolino wie die Schwestermodelle von Opel und Citroën über einen 6 kW/8 PS starken E-Antrieb mit überschaubarem 5,5-kWh-Akku für 75 Kilometer Reichweite verfügen und als 6e-Leichtfahrzeug maximal 45 km/h schnell fahren dürfen.

Auch preislich wird sich Fiats künftiger Elektrozwerg in ähnlichen Regionen wie seine Konzernbrüder bewegen. In Deutschland ist der Rocks-e ab rund 8000 Euro zu haben.

Führerschein AM: Für Zweiräder gedacht

Für Jugendliche eine tolle Sache: Vier Räder statt zwei und ein festes Dach über dem Kopf versprechen entsprechende Fahrzeuge, die auch mit dem "Rollerführerschein" gefahren werden können, wie etwa der Opel Rocks-e.

Aber: Der Führerschein muss auf einem Zweirad gemacht werden – selbst wenn man hinterher gar keines fahren will. Bedenken sollte man dabei also noch entsprechende Kosten der Schutzkleidung (Helm, Jacke etc.) für die Fahrstunden, falls die Fahrschule diese nicht stellt.

Leichtmobile müssen im Gegensatz zum herkömmlichen Pkw weder zur TÜV-Untersuchung antreten noch zugelassen werden. Somit wird für sie auch keine Kfz-Steuer fällig. Lediglich ein Versicherungskennzeichen ist erforderlich.

Text: Mario Hommen/SP-X

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