Audi Q4 e-tron: Zum Facelift mehr Reichweite und frische Technik
Von Andreas Huber

Mit dem Q4 e-tron hat Audi seinen Weg in die Elektromobilität in der Kompaktklasse gefunden. Nach rund fünf Jahren wurde es Zeit für ein Facelift. Was sich 2026 ändert.
Neuer Innenraum, leichte Anpassungen außen
Akkugrößen bleiben gleich: 63 kWh und 82 kWh
Preise ab 47.500 Euro
Mit der Modellüberarbeitung des Q4 will Audi sein Kompakt-SUV auch 2026 noch attraktiv halten. Mit einem behutsam angepassten Äußeren und einem neuen Innenraum soll die Technik-Lücke zu den neuesten Modellen der Marke wieder kleiner werden. Es gibt mehr Reichweite, und dank Vehicle-to-Load-Funktion lassen sich nun auch externe Geräte mit Strom versorgen – erstmals in einem Audi. Auch Vehicle-to-Home soll mit dem Q4 in Zukunft möglich sein, was ihn zum Stromspeicher für zu Hause machen kann.
Mit dem Facelift ist jetzt auch der Audi Q4 e-tron nach Škoda Enyaq, VW ID.3 Neo und Cupra Born mit neuer Technik versehen, einen Sportback wird es selbstverständlich weiter geben.
Audi Q4 e-tron: Frisches Design für Front und Heck

Wer sich das Facelift des Q4 zum ersten Mal anschaut, wird überrascht sein, wie dezent die Änderungen ausgefallen sind. Der angedeutete Singleframe-Grill wurde beispielsweise überarbeitet und zeigt eine neue Grafik. Die Matrix-LED-Leuchten erhalten zudem eine neue Tagfahrlicht-Signatur, die wie bei allen neuen Audi-Modellen jetzt feiner segmentiert ist und dadurch leichter individualisiert werden kann.
Im Profil ist die Modellüberarbeitung unauffällig, am Heck fällt dafür vor allem die neue optionale OLED-Rückleuchte auf. Wie bei anderen Audis auch erlaubt sie einen höheren Grad an grafischer Individualisierung und beinhaltet Sicherheitsfunktionen wie eine Auffahrwarnung.
Bis zu drei Displays für das Elektro-SUV

Im Innenraum krempelt Audi den Q4 einmal auf links. Die Einzeldisplays des Vorgängers verschwinden und werden durch die aus anderen Modellen bereits bekannte Displaylandschaft auf dem Armaturenbrett ersetzt. Das wirkt zwar modern, führt aber unweigerlich dazu, dass es künftig auch im Q4 e-tron keine Tasten mehr für die Klimabedienung gibt. Künftig wird alles über den 12,8 Zoll großen Touchscreen gesteuert.
Gegen Aufpreis lässt sich außerdem ein 11,9 Zoll großes Beifahrerdisplay bestellen. Der Kofferraum ist im Vergleich zum Vorgänger geringfügig geschrumpft. In der Standard-Konfiguration beträgt das Volumen 515 Liter, mit umgelegter zweiter Sitzreihe sind es 1487 Liter.
Konnektivität: Android-Betriebssystem im Audi

Das Infotainment basiert auf Android Automotive OS. Apps von Drittanbietern können über den Audi-eigenen Shop direkt im Hauptbildschirm genutzt werden, ein Smartphone ist dafür laut Audi nicht erforderlich. Ein "lernender Audi-Assistent" steuert Funktionen per Sprache und kann Fragen zu Bordbuch-Inhalten beantworten, über die Anbindung an ChatGPT sollen zudem Recherche und Dialog in natürlicher Sprache möglich sein.
Technik und Antrieb: Neuer Motor, gleiche Akkugrößen

An den Batteriegrößen hat Audi zum Facelift nicht geschraubt. Weiterhin gibt es einen 63- und einen 82-kWh-Akku, Angaben zur Zellchemie macht Audi nicht. An der Hinterachse kommt allerdings im Basismodell und beim Einstiegs-Allrad ein neuer Motor zum Einsatz, der verglichen mit dem des Vorgängers effizienter sein soll.
Zusammen mit anderen Anpassungen erhöhen sich auch die Reichweiten der einzelnen Modellvarianten um einige Kilometer. So schafft die Coupé-Version Sportback mit großem Akku bis zu 592 Kilometer nach WLTP, beim kleinen Akku sind es 451 Kilometer (SUV: 578/440 Kilometer).
Der Basisakku lädt mit bis zu 160 kW am DC-Schnelllader, das größere Modell 165 kW standardmäßig, und beim Top-Modell erlaubt Audi hier sogar bis zu 185 kW. Den Ladehub von 10 auf 80 Prozent geben die Ingolstädter mit bis zu 27 Minuten an. Mit AC, also an der öffentlichen Ladesäule, bleibt es bei 11 kW.

Vier Modellvarianten gibt es, wobei nur das Basismodell Q4 e-tron mit dem kleinen 63-kWh-Akku ausgestattet ist. Hier leistet die E-Maschine 150 kW (204 PS) und ein maximales Drehmoment von 350 Nm. Darüber rangiert der Q4 e-tron performance mit 210 kW (286 PS) und maximal 545 Nm. Hier wird bereits der 82-kWh-Speicher verwendet.
Der Q4 e-tron quattro bietet eine Systemleistung von 220 kW (300 PS) und hat Allradantrieb. Hier liegt das maximale Drehmoment vorn bei 134 Nm und hinten bei 350 Nm. Das Top-Modell ist der Q4 e-tron quattro performance mit 250 kW (340 PS) Systemleistung. Die Drehmomente hier: vorne weiterhin 134 Nm und hinten bis zu 545 Nm.
Audi Q4 e-tron im ADAC Autotest
Der ADAC hat den Q4 e-tron in seiner bisherigen Ausführung (vor Facelift) ausgiebig getestet. Lesen Sie hier den ausführlichen Testbericht zum Audi Q4 Sportback 45 e-tron advanced als PDF. Ein Test nach dem Facelift steht noch aus.
Markstart im Mai 2026, Preise ziehen an
Im Mai soll das Q4-Facelift bestellbar sein, beim Händler stehen die Fahrzeuge im Sommer 2026. Der Basispreis liegt bei 47.500 Euro und ist damit verglichen zum Vorgänger ein gutes Stück höher (Basis bislang: 46.150 Euro).
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