VW ID.3 Neo (2026): Der elektrische Golf erhält ein großes Update
Von Redaktion
Der ID.3 ist seit 2019 VWs elektrischer Vertreter in der Golfklasse. Jetzt erhält das kompakte E-Auto sein zweites Update – und das fällt ziemlich umfangreich aus. Alle Details zum neuen VW ID.3 Neo.
ID.3 Neo bekommt hochwertigeren Innenraum
Reichweite bis zu 630 Kilometer
Drei Antriebe zu Preisen ab ca. 34.000 Euro
2019 begann bei VW die Zeitenwende: Zusätzlich zum Golf mit Verbrennungsmotor wurde der elektrische ID.3 als eigenständige Baureihe in der Kompaktklasse vorgestellt. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten wurde der ID.3 über die Jahre hinweg deutlich verbessert.
VW ID.3 Neo mit modernerer Front

Nun folgt die zweite Modellpflege mit umfangreichen Veränderungen bei Bedienbarkeit und technischen Funktionen. Gleichzeitig nennt VW sein Modell künftig ID.3 Neo und schärft das Design mit klareren Front- und Hecklinien nach.
Die Front wirkt nun geschlossener, die Linienführung klarer und weniger verspielt als zuvor. Insbesondere die neu gestalteten Scheinwerfer und die überarbeitete Lichtsignatur sorgen für einen moderneren und markentypischeren Auftritt. Am Heck fällt vor allem der neue Heckdeckel in Wagenfarbe auf.
Innenraum nun hochwertiger

Große Veränderungen auch im Innenraum: Dort setzt Volkswagen einen der wichtigsten Kritikpunkte des Vorgängers um. Statt der vielfach bemängelten Touchflächen am Lenkrad kommen nun endlich wieder physische Tasten zum Einsatz. Diese reagieren schnell und präzise, lassen sich intuitiver bedienen und verbessern Handhabung und Ergonomie deutlich.
Cockpit und Mitteltunnel entwickelte VW ebenso neu wie das Entertainmentsystem. Die unpraktischen Touchslider für Lautstärke und Heizung sind nun Geschichte, die Klimafunktionen wurden an den unteren Rand des Bildschirms versetzt und finden sich zusätzlich noch in einer klassischen Tastenleiste unterhalb der mittleren Lüftungsdüsen. All das macht die Bedienbarkeit deutlich besser. Die neue Cockpit-Philosophie werden wir in ähnlicher Form auch bei den kleinen E-Modellen ID. Polo und ID. Cross wiederfinden.

Auch die Materialien im Cockpit und an den Türverkleidungen hat Volkswagen aufgewertet. Weichere Oberflächen, bessere Verarbeitung und eine insgesamt hochwertigere Anmutung sorgen dafür, dass sich Passagiere im VW ID.3 Neo wohler fühlen als im ID.3.
Unsichtbar, aber dafür erlebbar ist die neue Softwarearchitektur: Sie sorgt für ein schnelleres und stabileres Infotainment. Das zentrale Display zeigt Inhalte klar strukturiert an. Nutzerinnen und Nutzer greifen auf einen integrierten App-Store zu und installieren zusätzliche Anwendungen direkt im Fahrzeug. Over-the-Air-Updates halten das System aktuell und erweitern Funktionen kontinuierlich. Für alle Varianten bietet VW optional einen digitalen Schlüssel an.
Auch die Sprachsteuerung hat Volkswagen optimiert. Sie versteht nun natürliche Sprache besser und ermöglicht die Steuerung zahlreicher Fahrzeugfunktionen, von Navigation bis Klimatisierung. Gleichzeitig wurde die Menüstruktur auf dem Touchscreen überarbeitet, sodass wichtige Funktionen schneller erreichbar sind.
Cockpit wie im Golf aus den 1970ern

Nettes Gimmick: Über die Retro-Taste im Hauptmonitor verändert sich das Kombiinstrument in die Optik eines analogen Golf-Cockpits der 1970er-Jahre. Auch das Zentraldisplay ändert dabei seinen Look, inklusive abspielender Kassette beim Hören von Musik über Streamingdienste.
Bei den Fahrerassistenzsystemen legt der ID.3 Neo ebenfalls zu. Der weiterentwickelte Travel Assist unterstützt nun umfangreicher beim teilautomatisierten Fahren. Er kombiniert Spurführung, Abstandstempomat und erstmals auch eine Ampelerkennung, die den Verkehrsfluss in der Stadt intelligenter berücksichtigt. Damit soll der VW automatisch an roten Ampeln zum Stehen kommen. Das System soll vorausschauender reagieren und Fahrer auf längeren Strecken entlasten.
Weitere Assistenzsysteme wie Parkassistenz und Notbremsfunktionen sollen präziser und schneller als im Vorgängermodell arbeiten.
Neuer ID.3 jetzt mit One-Pedal-Modus

Von vielen vermisst, jetzt ist es an Bord: das neue One-Pedal-Driving, bei dem man das Auto weitestgehend mit dem Fahrpedal bewegen kann. In diesem Fahrmodus verzögert das Fahrzeug beim Lupfen des Pedals stärker und gewinnt dabei Energie zurück. Das reduziert den Einsatz der mechanischen Bremse und erhöht gleichzeitig die Effizienz. Die klassische Bremse wird dann nur in Gefahrensituationen benötigt.
Zusätzlich integriert Volkswagen erstmals die Vehicle-to-Load-Funktion. Der ID.3 Neo dient damit als mobile Energiequelle und versorgt externe Geräte mit maximal 3,6 kW mit Strom, beim Camping kann das zum Beispiel nützlich sein. Diese Funktion erweitert den praktischen Nutzen des Fahrzeugs und zeigt, wie sich Elektromobilität zunehmend in den Alltag integriert.
Effizientere Motoren für weniger Verbrauch

Selbstverständlich hat Volkswagen auch den elektrischen Antrieb weiterentwickelt. Effizientere Motoren der neuen Generation AP350 (vorherige: APP310) im Heck sollen weniger verbrauchen und neben einer optimierten Energieverwaltung die Reichweite steigern. Daran hat auch eine neue Generation von Batteriezellen ihren Anteil: Sie soll die Reichweite ebenfalls weiter erhöhen und gleichzeitig die Ladezeiten verkürzen.
Volkswagen bietet den ID.3 in den drei Leistungsvarianten 125 kW (170 PS), 140 kW (190 PS) und 170 kW (231 PS) an. Eine sportlichere Performancevariante wie bisher der GTX wird wahrscheinlich noch mehr Leistung bieten. Während das Basismodell seine Energie aus einem 50-kWh-Akku (LFP) zieht, setzt die 190-PS-Variante wie bisher auf einen 58-kWh-Akku (LFP) und das 231-PS-Modell auf einen 79-kWh-Speicher (NMC). Die maximalen Reichweiten liegen zwischen 417 und 630 Kilometer nach WLTP.
Preis für den VW ID.3 Neo: Ab rund 34.000 Euro
Gleichzeitig verkürzt sich die Ladezeit durch verbesserte Ladeleistung und intelligentes Thermomanagement. An der heimischen AC-Wallbox laden die Elektrofahrzeuge mit maximal 11 kW. Die Akkus mit 50 und 58 kWh Kapazität laden an DC-Schnellladesäulen mit bis 105 kW, der große Akku bis 183 kW. Einen Preis hat VW noch nicht genannt, der bisherige ID.3 startete bei 33.330 Euro. Mit rund 34.000 Euro für das Basismodell ist daher zu rechnen.
Text: Fabian Hoberg
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