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Auto richtig an- und abmelden

Fahrzeugbrief
Wer auf Nummer sichergehen will: Fahrzeug vor der Übergabe abmelden. ∙ © Fotolia/tunedin

Wer sich ein neues Auto kauft, will es meist auf den eigenen Namen zulassen. Falls das Fahrzeug zuvor abgemeldet war, muss es angemeldet werden, um überhaupt im öffentlichen Straßenverkehr fahren zu dürfen. Wir erklären, wie das alles funktioniert.

  • Bei Verkauf muss das Fahrzeug entweder abgemeldet oder auf den neuen Halter umgemeldet werden.

  • Aus Sicherheitsgründen ist zu empfehlen, das Fahrzeug vor der Übergabe abzumelden. Sie können Ihr Auto in jeder Zulassungsstelle abmelden.

  • Erfolgt die Abmeldung nicht durch den Halter, sondern durch einen sonstigen Verfügungsberechtigten, ist keine Vollmacht erforderlich.

Das brauchen Sie für die Anmeldung eines Gebrauchtwagen

  • Personalausweis oder Reisepass

  • Die Kfz-Versicherungsbestätigung (EVB-Nummer: siebenstellige Kombination aus Zahlen und Buchstaben) für die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs. Diese geben Sie in der Zulassungsstelle bei der Anmeldung an. Vorsicht: Fahren im öffentlichen Straßenverkehr ohne Versicherungsschutz ist eine Straftat und wird von der Polizei geahndet.

  • Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II

  • Nachweis der letzten Hauptuntersuchung

  • Wenn Sie zur Anmeldung einen Vertreter zur Zulassungsstelle schicken, müssen Sie ihm eine schriftliche Vollmacht ausstellen, wobei der Vertreter seinen Originalausweis und eine Kopie Ihres Ausweises mitführen muss.

Formular Kfz-Zulassung Vollmacht
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Formular Kfz-Zulassung Minderjährige
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Die Zulassungsstelle am Hauptwohnsitz kümmert sich um

  • den Vermerk als Fahrzeughalter in den Fahrzeugpapieren

  • die Kennzeichennummer und die amtlichen Stempelplaketten; ein Wunschkennzeichen kann gegen eine Gebühr in Höhe von 10,20 Euro vorab reserviert werden

  • die passende Umweltplakette für das angemeldete Fahrzeug (auf Anfrage)

Falls Sie noch keine Kennzeichen haben, lassen Sie sie nach der Zulassung bei einem Schilderdienst anfertigen. In diesem Fall müssen die Kennzeichen danach bei der Zulassungsbehörde noch gestempelt werden. 

Neuwagen anmelden

Wenn Sie Ihren Neuwagen anmelden, dann wird die Zulassungsbescheinigung Teil I bei der Zulassungsstelle erstellt und Sie bringen neben den oben genannten Nachweisen Teil II und die COC-Bescheinigung des Herstellers mit (bekommt man vom Händler).

Wichtige Dokumente für die Abmeldung des alten Autos

  • Zulassungsbescheinigung Teil I, auch bekannt als "Fahrzeugschein"

  • Kennzeichen für die Entstempelung

  • Falls Sie Ihr altes Auto verschrotten lassen, erhalten Sie einen Verwertungsnachweis vom Demontagebetrieb. Diesen müssen Sie bei der Abmeldung auch vorlegen.

  • Die Zulassungsstelle informiert das Hauptzollamt und die Versicherung automatisch darüber, dass das Fahrzeug abgemeldet wird.

  • Kennzeichen kann reserviert werden. Der maximale Reservierungszeitraum ist - je nach Bundesland - unterschiedlich und beträgt 6 bis 12 Monate.

  • Der bisherige Halter kann das bisherige Kennzeichen grundsätzlich auf ein anderes Fahrzeug übernehmen. In diesem Fall ist eine Gebühr in Höhe von 10,20 Euro für das Wunschkennzeichen zu entrichten. Zwischen der Außerbetriebsetzung und der erneuten Vergabe muss jedoch eine Frist von mindestens einem Tag liegen. 

Käufer meldet Fahrzeug nicht um?

Wenn Sie ihr Auto angemeldet verkaufen, sind Sie grundsätzlich verpflichtet, den Verkauf der Zulassungsstelle zu melden. Meldet der Käufer das Auto nicht unverzüglich um oder setzt es außer Betrieb sollten Sie das bei der Zulassungsstelle melden. Diese kann die Zulassungsbescheinigung im Verkehrsblatt mit einer Frist von vier Wochen zur Vorlage bei ihr aufbieten. Mit Ablauf der Frist endet die Zulassung und damit Ihre Steuerpflicht.

Ein Anspruch auf Einleitung dieses Verfahrens besteht jedoch nicht, sodass eine Abmeldung des Fahrzeugs vor Übergabe zu empfehlen ist. 

Fahren mit ungestempelten Kennzeichen

Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren stehen, insbesondere Fahrten zur Anbringung der Stempelplakette sowie Fahrten zur Durchführung einer Hauptuntersuchung oder einer Sicherheitsprüfung dürfen innerhalb des Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks mit ungestempelten Kennzeichen durchgeführt werden.

Voraussetzung ist allerdings, dass die Zulassungsbehörde vorab ein solches Kennzeichen zugeteilt hat und die Fahrten von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind. Rückfahrten nach Entfernung der Stempelplakette dürfen mit dem bisher zugeteilten Kennzeichen bis zum Ablauf des Tages der Außerbetriebsetzung des Fahrzeugs durchgeführt werden, wenn sie von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind.

Besonderheiten Firmenzulassung

Bei juristischen Personen, Unternehmen oder anderen Einrichtungen ist das Fahrzeug am Ort des Firmensitzes oder der beteiligten Niederlassung zuzulassen. Besteht im Inland kein Firmensitz bzw. keine Niederlassung, so ist die Behörde des Wohnortes oder des Aufenthaltsortes eines Empfangsberechtigten zuständig.

Da die FZV nur juristische und natürliche Personen als Inhaber einer Zulassung akzeptiert, wird auch die Zulassung auf eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) bzw. auf eingetragene Kaufleute (e.K.) neu geregelt. So kann in diesen Fällen eine Zulassung nur auf einen „benannten Vertreter" mit dessen Personaldaten erfolgen (§ 6 Abs. 1 FZV). Das bedeutet, dass eine Zulassung nicht z.B. auf eine Anwaltskanzlei als GbR erfolgen kann, sondern nur auf einen der beteiligten Anwälte in seiner Eigenschaft als benannter Vertreter.

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. ∙ Bild: © ADAC

Text: Juristische Zentrale