Auto anmelden und abmelden: So geht's

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Wer sich ein Auto kauft, muss es anmelden, wer eines verkauft, sollte es abmelden. Dafür brauchen Sie einige Unterlagen – und einen Termin bei der Kfz-Zulassungsbehörde. Die wichtigsten Infos.

  • Verkauf: Fahrzeug muss abgemeldet oder umgemeldet werden

  • Verkäufer sollte das Fahrzeug vor der Übergabe abmelden

  • Um- und Abmeldung in Corona-Zeiten: Fast überall nur mit Termin möglich

Auto anmelden: So geht's

Download: Vollmacht für die Kfz-Zulassung

Auto abmelden: So geht's

Käufer meldet Fahrzeug nicht um: Was tun?

Termine bei Zulassungsstellen: Regionale Unterschiede

Wer derzeit ein Auto um- oder abmelden möchte, muss vielerorts vorab einen Termin vereinbaren. Das ist das Ergebnis einer ADAC Erhebung in den Kfz-Zulassungsstellen der 16 Landeshauptstädte, die der Club online durchgeführt hat.

Die für die Abmeldung eines Fahrzeugs nötige Terminvergabe kann in 13 der 16 Landeshauptstädte per Internet durchgeführt werden. Bei einigen Behörden ist die Vereinbarung eines Termins auch per E-Mail oder telefonisch möglich. Bremen und Wiesbaden ermöglichen weiterhin eine Vorort-Bearbeitung ohne Termin.

In Berlin, Hannover, Düsseldorf, Saarbrücken und München musste man teilweise Wochen auf einen Termin warten. In der Hälfte der Landeshauptstädte waren noch am selben Tag Termine frei, bei den übrigen drei dauerte es einen oder zwei Tage.

Für eine Ummeldung konnte in 15 der 16 Landeshauptstädte ein Online-Termin vereinbart
werden. In Potsdam war dies nur telefonisch möglich. Dabei erhielt man in fünf Landeshauptstädten (Bremen, Magdeburg, Erfurt, Saarbrücken und München) noch am
selben Tag einen Termin. In sieben Landeshauptstädten musste man länger als drei Tage warten, teilweise sogar bis zu fünf Wochen (Kiel, Schwerin, Berlin, Hannover, Düsseldorf, Mainz und Stuttgart).

Angesichts der Corona-Beschränkungen rät der ADAC, im Zweifel bei den Zulassungsstellen telefonisch nachzufragen, ob kurzfristigere Termine möglich sind oder die Informationen auf den Webseiten dem tagesaktuellen Stand entsprechen.

Gebrauchtwagen anmelden: So geht's

Um Ihr Fahrzeug zuzulassen, müssen Sie folgende Unterlagen vorlegen:

Bei der Fahrzeuganmeldung müssen Sie einige Dokumente vorlegen © DPA/Eibner-Pressefoto
  • Personalausweis oder Reisepass

  • Kfz-Versicherungsbestätigung (EVB-Nummer: siebenstellige Kombination aus Zahlen und Buchstaben) für die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs. Diese geben Sie in der Zulassungsstelle bei der Anmeldung an. Vorsicht: Fahren im öffentlichen Straßenverkehr ohne Versicherungsschutz ist eine Straftat.

  • Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II

  • Nachweis der letzten Hauptuntersuchung

  • Kfz-Steuer-Einzugsermächtigung

  • Wunschkennzeichen: Möchten Sie ein bestimmtes Kennzeichen, besteht die Möglichkeit, vorab eines reservieren zu lassen. Die Gebühr hierfür beträgt 10,20 Euro.

Wenn Sie zur Anmeldung eine Vertreterin oder Vertreter zur Zulassungsstelle schicken, müssen Sie eine schriftliche Vollmacht ausstellen. Außerdem muss die Person den eigenen Originalausweis und eine Kopie Ihres Ausweises dabei haben. Bei der Zulassung auf eine minderjährige Person ist eine Einwilligungserklärung erforderlich.

Tipp: Zulassungsbehörden halten in der Regel eigene Muster für die Vollmacht sowie die Einwilligungserklärung bereit. Vor der Verwendung der ADAC Vordrucke kann es daher sinnvoll sein, mit der Zulassungsbehörde zu klären, ob diese anerkannt werden und die Kopie des Ausweises des Vollmachtgebers ausreichend ist. In vielen Regionen kann man sein Auto auch online zulassen oder auf einen neuen Halter umschreiben.

Video der Clubjuristen: Auto richtig an- und abmelden

Erfahren Sie welche Unterlagen man braucht und was man tun muss, um sein Fahrzeug anzumelden.

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Neuwagen anmelden

Bei der Anmeldung eines Neuwagens benötigen Sie neben den oben genannten Unterlagen auch den Nachweis über eine Betriebserlaubnis. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um die COC-Bescheinigung des Herstellers (bekommt man vom Händler).

Download: "Einwilligungserklärung der gesetzlichen Vertreter" und "Vollmacht für die Kfz-Zulassung"

Die Vorlagen der ADAC Clubjuristen helfen, falls Sie Ihr Kraftfahrzeug nicht selbst, sondern mittels eines Vertreters zulassen möchten, sowie für den Fall, dass der Halter noch minderjährig ist:

Einwilligungserklärung der gesetzlichen Vertreter für minderjährige Fahrzeughalter
PDF, 629 KB
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Vollmacht für die Kfz-Zulassung
PDF, 631 KB
PDF ansehen

Darum kümmert sich die Zulassungsstelle

Die Zulassungsstelle am Hauptwohnsitz kümmert sich um Folgendes:

  • Erstellung der Fahrzeugpapiere

  • Kennzeichennummer und die amtlichen Stempelplaketten

  • Umweltplakette für das angemeldete Fahrzeug (auf Anfrage)

Falls Sie noch keine Kennzeichen haben, lassen Sie sie nach der Zulassung bei einem Schilderdienst anfertigen. In diesem Fall müssen die Kennzeichen danach bei der Zulassungsbehörde noch gestempelt werden.

Auto abmelden: So geht's

Für Verkäufer gilt: Auto besser im abgemeldeten Zustand verkaufen © Adobe Stock/Bjoern Wylezich

Um Ihr altes Auto abzumelden, benötigen Sie diese Dokumente:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I, auch bekannt als "Fahrzeugschein"

  • Kennzeichen für die Entstempelung

  • Die Zulassungsstelle informiert das Hauptzollamt und die Versicherung automatisch darüber, dass das Fahrzeug abgemeldet wurde.

  • Ein Kennzeichen kann reserviert werden. Der maximale Reservierungszeitraum ist – je nach Zulassungsbezirk – unterschiedlich und beträgt in der Regel drei bis zwölf Monate.

Der bisherige Halter kann sein Kennzeichen grundsätzlich für ein anderes Fahrzeug übernehmen. In diesem Fall ist eine Gebühr in Höhe von 10,20 Euro für das Wunschkennzeichen zu entrichten.

Käufer meldet Fahrzeug nicht um: Was tun?

Wenn Sie Ihr Auto verkaufen, während es noch angemeldet ist, sind Sie verpflichtet, den Verkauf der Zulassungsstelle mitzuteilen. Die Verpflichtung entfällt, wenn der Käufer die Zulassungsstelle selbst informiert.

Meldet der Käufer das Auto nicht unverzüglich um oder setzt es außer Betrieb, sollten Sie das bei der Zulassungsstelle melden. Diese kann die Zulassungsbescheinigung im Verkehrsblatt mit einer Frist von vier Wochen zur Vorlage bei ihr aufbieten. Das bedeutet, dass öffentlich nach der Zulassungsbescheinigung gesucht wird. Mit Ablauf der Frist endet die Zulassung und damit Ihre Steuerpflicht.

Ein Anspruch auf Einleitung dieses Verfahrens besteht jedoch nicht, sodass eine Abmeldung des Fahrzeugs vor Übergabe dringend zu empfehlen ist. 

Mit dem Verkauf geht der Versicherungsvertrag auf den Käufer über. Dies hat zur Folge, dass im Schadenfall keine Rückstufung beim Verkäufer eintritt. Da dies nur gilt, wenn die Versicherung Kenntnis vom Verkauf hat, ist dringend zu empfehlen, auch die Versicherung über den Verkauf zu informieren.

Fahren mit ungestempelten Kennzeichen

Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren stehen, insbesondere Fahrten zur Anbringung der Stempelplakette sowie Fahrten zur Durchführung einer Hauptuntersuchung oder einer Sicherheitsprüfung, dürfen innerhalb des Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks mit ungestempelten Kennzeichen durchgeführt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Zulassungsbehörde vorab ein solches Kennzeichen zugeteilt hat und die Fahrten von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind.

Rückfahrten nach Entfernung der Stempelplakette dürfen mit dem bisher zugeteilten Kennzeichen bis zum Ablauf des Tages der Außerbetriebsetzung des Fahrzeugs durchgeführt werden, wenn sie von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind.

Besonderheiten Firmenzulassung

Bei juristischen Personen, Unternehmen oder anderen Einrichtungen ist das Fahrzeug am Ort des Firmensitzes oder der beteiligten Niederlassung zuzulassen.

Inhaber einer Zulassung können juristische und natürliche Personen sowie Vereinigungen sein. Bei einer Fahrzeugzulassung z.B. auf eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist neben dem Namen der GbR ein "benannter Vertreter" mit dessen Personaldaten einzutragen (§ 6 Abs. 1 S.1 Nr. 3 FZV).

Max Pliefke
Max Pliefke
Fach-Autor
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