ADAC Stauprognose 20. bis 22.3.: Mäßige Staugefahr zum Osterferien-Start
Von Katharina Dümmer

Der ADAC erwartet am Wochenende mäßigen Reiseverkehr trotz des Osterferien-Starts im Norden. Aber es gibt viele Baustellen und einige Vollsperrungen, die für Staugefahr sorgen können. Die Einschätzung der Fachleute.
Osterferien beginnen in Bremen und Niedersachsen
Autobahnsperren u.a. auf der A7 (Elbtunnel) und A8
Ausland: Brenner-, Tauern- und Gotthard-Route staugefährdet
Staugefahr: Viele Baustellen, aber mäßiger Reiseverkehr
An diesem Wochenende wird der Autoverkehr in Deutschland vergleichsweise ruhig verlaufen. Die von dichtem Reiseverkehr geprägte Skiurlaubs-Hauptsaison ebbt immer weiter ab. Und der Osterferien-Beginn in Bremen und Niedersachsen wird allenfalls regional zu mehr Staus führen.
Die hohen Kraftstoffpreise wegen des Irankriegs dürften auch etliche Autofahrer und Autofahrerinnen von spontanen Ausflugsfahrten und Wochenendtrips abhalten.
Die Baustellentätigkeit nimmt weiter Fahrt auf. Deutschlandweit gibt es derzeit 757 Baustellen. Einige wichtige Autobahnen sind am Wochenende gesperrt. Auf den Straßen der Ballungszentren ist vor allem am Freitagnachmittag etwas mehr los.
Gut zu wissen: Die Blockabfertigungen auf der A12/A93, die häufig für Staus zwischen Kufstein und Kiefersfelden sorgen, finden häufig montags, sehr selten freitags statt.
Frühling in Deutschland: Noch kein Grund für Sommerreifen!
Die Staustrecken in Deutschland
Unter anderem sind zeitweise diese Fernstraßen belastet (beide Fahrtrichtungen):
A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg
A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig
A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg
A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe
A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A7 Ulm – Füssen/Reutte und Fulda – Würzburg
A7 Hannover – Hamburg – Flensburg
A8 Karlsburg – Stuttgart – München – Salzburg
A9 München – Nürnberg
A10 Berliner Ring
A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
A13 Dresden – Schönefelder Kreuz
A81 Heilbronn – Stuttgart – Singen
A93 Kiefersfelden – Rosenheim
A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
A99 Autobahnring München
Wichtige Info für Autoreisende: Entlang einiger Autobahnen gibt es Durchfahrtsverbote.
Vollsperrungen auf Autobahnen
Zurzeit sind folgende Vollsperrungen angekündigt:
Die kurzfristigen Sperren
A7 Fulda Richtung Würzburg zwischen Bad Brückenau-Volkers und Bad Brückenau/Wildflecken von Samstag, 21. März, 20 Uhr, bis Sonntag, 22. März, 12 Uhr
A8 München Richtung Stuttgart, zwischen Ulm-West und Mühlhausen von Freitag, 20. März, 20 Uhr, bis Montag, 23. März, 5 Uhr
A8 Saarlouis Richtung Luxemburg zwischen Merzig-Wellingen und Perl-Borg von Freitag, 20. März, 19 Uhr, bis Samstag, 21. März, 6 Uhr
A8 Saarlouis – Luxemburg in beiden Richtungen zwischen Merzig-Wellingen und Perl-Borg von Samstag, 21. März, 19 Uhr, bis Sonntag, 22. März, 6 Uhr
A43 Wuppertal – Recklinghausen in beiden Richtungen zwischen Bochum-Riemke und Kreuz Recklinghausen von Freitag, 20. März, 21 Uhr, bis Sonntag, 22. März, 16 Uhr
A46 Wuppertal – Düsseldorf in beiden Richtungen zwischen Wuppertal-Sonnborn und Wuppertal-Cronenberg von Freitag, 20. März, 20 Uhr, bis Montag, 23. März, 5 Uhr
A52 Essen Richtung Düsseldorf zwischen Essen-Rüttenscheid und Essen-Kettwig von Samstag, 21. März, 22 Uhr, bis Sonntag, 22. März, 7 Uhr
A93 Weiden – Regensburg in beiden Richtungen zwischen Pfreimd und Nabburg von Samstag, 21. März, 20 Uhr, bis Sonntag, 22. März, 6 Uhr
Die langfristigen Sperren
Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind möglich. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.
Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.
Staugefahr auf Autobahnen im Ausland
Die Staus auf den Autobahnen der Nachbarländer halten sich in Grenzen. Skiurlauber werden immer weniger und ein intensiver Osterreiseverkehr lässt noch auf sich warten. Reisende sollten aber Verzögerungen wegen Bauarbeiten einplanen. Diese Strecken sind zeitweise staugefährdet:
In Österreich A1 West-, A10 Tauern-, A12 Inntal-, A13 Brenner- und A14 Rheintalautobahn, B179 Fernpass-Route, S16 Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen
In der Schweiz die A2 Luzern – Chiasso (Gotthard-Route), A13 Chur – Bellinzona (San-Bernardino-Route), A1 Bern – Zürich – St. Margarethen und A3 Basel – Zürich – Chur sowie die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz
In Italien die Brennerroute A22/SS12 sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal und in den Vinschgau
In den Niederlanden lockt der berühmte Blumenpark Keukenhof in Lisse (zwischen Amsterdam und Den Haag) Besucher aus dem In- und Ausland an. Staugefahr besteht u.a. auf der A12 Arnheim – Utrecht/Amsterdam, A1 (Hengelo – Apeldoorn – Amsterdam) oder A4 (Amsterdam – Den Haag – Rotterdam)
Baustelle Reschenpass: So ist die aktuelle Lage
Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich
Im Frühjahr 2025 hatten die deutschen Behörden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Der Pendel- und Reiseverkehr soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen sind stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge werden angehalten.
Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) sind Wartezeiten sehr wahrscheinlich.
Auch bei der Ausreise aus Deutschland finden zum Teil Kontrollen unterschiedlicher Intensität statt. Betroffen sind vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen. Mit Staus zu rechnen ist etwa an den Grenzübergängen A4 Ludwigsdorf (Görlitz), A11 Pomellen (Stettin), A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst.
Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss
Im Stau: Rettungsgasse bilden!
Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.
Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.
Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.
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