Winterreifen- und Schneekettenpflicht: Regeln in 21 Ländern

Wer im Winter mit dem Auto ins Ausland fährt, sollte die Regeln für Winterreifen und Schneeketten kennen, denn in Europa gelten sehr unterschiedliche Vorschriften. ADAC Juristen geben einen Überblick darüber, was Reisende insbesondere in Österreich, Italien, Frankreich und weiteren beliebten Reiseländern beachten müssen.
Österreich: Winterreifenpflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen
Italien: Regeln unterscheiden sich je nach Region und Strecke
Frankreich: besondere Winterausrüstung in ausgewiesenen Bergregionen
Winterreifen und Schneeketten in Europa: Das Wichtigste im Überblick
Eine einheitliche europäische Winterreifenpflicht gibt es nicht. Manche Länder schreiben Winterreifen innerhalb eines bestimmten Zeitraums vor. Andere verlangen sie nur bei Schnee, Eis oder Schneematsch. Teilweise gelten die Vorschriften nur auf bestimmten Straßen oder in ausgewiesenen Regionen. Hier ein Überblick über beliebte Reiseländer im Winter.
In Österreich gibt es keine generelle Winterreifenpflicht für die Wintermonate, aber eine Pflicht, die Winterreifen oder Schneeketten vorschreibt, sobald winterliche Straßenverhältnisse herrschen. Bei Schneematsch, schneebedeckter oder vereister Fahrbahn müssen daher Winterreifen aufgezogen werden. Das gilt vom 1. November bis zum 15. April. Bei einem Verstoß drohen bis zu 5000 Euro Bußgeld.
In Italien gibt es keine landesweit einheitlich Winterreifenregelung. Je nach Provinz können unterschiedliche Vorschriften gelten. Die geeignete Bereifung kann auch durch Schilder kurzfristig angezeigt werden. Gleiches gilt für Schneeketten.
In der Provinz Südtirol dürfen Autos bei winterlichen Straßen nur mit Winterausrüstung unterwegs sein. Auf der Brennerautobahn A22 (bis Affi) sowie auf dem Gebiet der Stadtgemeinde Bozen gilt vom 15. November bis zum 15. April eine allgemeine, witterungsunabhängige Winterausrüstungspflicht. Im Aostatal besteht diese vom 15. Oktober bis zum 15. April. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern bis zu 345 Euro rechnen.
Wichtig: Im Sommer dürfen in Italien bestimmte Winter- oder Ganzjahresreifen nicht mehr verwendet werden.
Winterreifen und Schneeketten: Die ausführlichen Regeln nach Ländern
Wer in Richtung Berge oder Skigebiete unterwegs ist, sollte sich vor der Abfahrt nicht nur über die Vorschriften des Reiseziels informieren. Entscheidend sind auch die Regeln der Transitländer. Gerade auf dem Weg in die Alpen können sich die Vorgaben von Land zu Land deutlich unterscheiden.
In Österreich besteht keine generelle Winterreifenausrüstungspflicht in den Wintermonaten. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen aber bei winterlichen Straßenverhältnissen, also bei Schneematsch, auf schneebedeckten oder vereisten Fahrbahnen, Winterreifen oder Schneeketten montiert haben.
Die Winterreifen müssen im Bedarfsfall an allen Rädern angebracht sein; anstelle von Winterreifen können auch Schneeketten an den Antriebsrädern verwendet werden, wenn die Straße durchgängig oder fast durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist.
Als Winterreifen werden alle Reifen anerkannt, die mit den Bezeichnungen "M+S", "MS" bzw. "M&S" oder mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) gekennzeichnet sind und eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern bei Radialreifen bzw. fünf Millimetern bei Diagonalreifen aufweisen. Im Gegensatz zu Deutschland ist das Alpine-Symbol nicht verpflichtend. Das gilt auch für sogenannte Ganzjahres- oder Allwetterreifen.
Die Ausrüstungspflicht gilt vom 1. November bis 15. April.
Anhänger fallen nicht unter die Winterreifen-Ausrüstungspflicht.
Lkw über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sowie von solchen Fahrzeugen abgeleitete Kraftfahrzeuge (Sattelzugfahrzeuge, selbstfahrende Arbeitsmaschinen oder Spezial-Kfz) müssen im Zeitraum vom 1. November bis 15. April des Folgejahres zumindest an den Rädern einer Antriebsachse mit Winterreifen ausgerüstet sein.
Für Busse mit mehr als acht Sitzplätzen außer dem Lenkenden gilt diese Verpflichtung vom 1. November bis 15. März. Im Zeitraum vom 1. November bis 15. April müssen Lkw über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, von solchen Fahrzeugen abgeleitete Kraftfahrzeuge sowie Busse mit mehr als acht Sitzplätzen außer dem Lenkenden zusätzlich geeignete Schneeketten für mindestens zwei Antriebsräder mitführen.
Für Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen, die als Sonderfahrzeug Wohnmobil zugelassen sind, in deren Papieren aber nicht die Fahrzeugklasse M1 eingetragen ist, empfiehlt es sich, zur Vermeidung von Problemen – wie für Lkw über 3,5 Tonnen – im Zeitraum vom 1. November bis 15. April zumindest die Räder einer Antriebsachse mit Winterreifen auszurüsten und zusätzlich geeignete Schneeketten für mindestens zwei Antriebsräder mitzuführen.
Achtung: Wenn das Verkehrszeichen "Schneeketten vorgeschrieben" (blaue, runde Tafel mit Schneekettensymbol) angetroffen wird, müssen Schneeketten aus Stahl verwendet werden.
Wer bei winterlichen Bedingungen ohne Winterreifen oder Schneeketten fährt, riskiert eine Geldbuße von rund 100 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, drohen sogar Geldbußen bis zu 10.000 Euro.
In der Schweiz besteht keine gesetzliche Winterreifenpflicht. Fahrzeuge müssen jedoch jederzeit betriebssicher sein und vom Fahrer auch bei winterlichen Stra ßenverhältnissen sicher beherrscht werden können. Wer mit ungeeigneter Bereifung auf Schnee oder Eis den Verkehr behindert oder einen Unfall verursacht, muss mit rechtlichen und gegebenenfalls versicherungsrechtlichen Folgen rechnen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Für Winterreifen werden mindestens 4 mm empfohlen.
Eine Schneekettenpflicht kann im Bedarfsfall für bestimmte Strecken mittels gesonderter Beschilderung angeordnet werden.
In Italien gilt auf vielen Strecken die Pflicht, Winterausrüstung zu benutzen – leider aber keine einheitliche Regelung. Die jeweiligen Provinzen können durch Rechtsverordnung eigenständige Regelungen treffen.
Unter anderem können die Provinzen den Zeitrahmen und die Strecken, für die die Winterausrüstungspflicht gilt, frei bestimmen. Auch die Entscheidung, ob die Winterreifenpflicht generell oder situativ nach der Wetterlage angeordnet wird, obliegt den lokalen Verordnungsgebern. Auf die Regelungen wird an den jeweiligen Straßen durch entsprechende Beschilderung hingewiesen.
In Südtirol gilt für Kraftfahrzeuge auf den Straßen im Stadtgebiet Bozen und auch auf der Brennerautobahn A22 bis Affi vom 15. November bis 15. April eine allgemeine, witterungsunabhängige Winterausrüstungspflicht. Auf den übrigen Straßen der Provinz Bozen besteht lediglich eine situative (witterungsabhängige) Pflicht.
Krafträder dürfen in Südtirol bei winterlichen Verhältnissen und bei beginnendem Schneefall nicht fahren und müssen grundsätzlich stehen bleiben.
Im Aostatal gilt vom 15. Oktober bis zum 15. April Winterausrüstungspflicht (alternativ können auch Schneeketten auf Sommerreifen aufgezogen werden).
Eine Schneekettenpflicht kann im Bedarfsfall für bestimmte Strecken mittels gesonderter Beschilderung angeordnet werden. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt dann 50 km/h.
Als Winterreifen gelten alle Reifen die die Bezeichnung "M+S", "MS" bzw. "M&S" oder das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) tragen.
Verstöße gegen die angeordnete Winterreifenpflicht werden mit Bußgeldern von 87 bis 345 Euro geahndet.
Vom 1. November bis 31. März sind Winterreifen für sämtliche Kraftfahrzeuge bei winterlichen Straßenverhältnissen vorgeschrieben.
Bei Anhänger-Gespannen besteht diese Pflicht für Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 750 Kilogramm bis 3,5 Tonnen. Als Winterreifen gelten seit Dezember 2024 Reifen mit Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Winterreifen müssen eine Mindestprofiltiefe von 3 Millimetern aufweisen, wobei eine Profiltiefe von mindestens 5 Millimetern empfohlen wird.
Verstöße gegen die Winterreifenpflicht werden mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro geahndet.
In Frankreich gilt zwischen 1. November und 31. März in zahlreichen Departements eine Winterreifenpflicht für Bergregionen.
Innerhalb dieser Zonen gilt während der Winterperiode – mit wenigen Ausnahmen – eine permanente Winterreifenpflicht. Eine aktuelle Übersichtskarte finden Sie auf der Internetseite von Securité Routière. Durch Beschilderung kann auch kurzfristig für andere Straßen oder Regionen eine Winterreifenpflicht angeordnet werden.
Als Winterreifen ("Pneus neige") sind seit November 2024 nur noch Reifen mit sogenannter 3PMSF-Kennzeichnung (3 Peak Mountain Snow Flake), also mit Alpine-Symbol, und einer Mindestprofiltiefe von 3,5 Millimetern anerkannt. Alternativ können Schneeketten oder sogenannte Schneesocken mitgeführt werden, die dann bei winterlichen Straßenverhältnissen aufgezogen werden müssen. Das gilt auch bei Winter- oder Ganzjahresreifen mit M+S, MS bzw. M&S-Kennzeichnung.
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit Schneeketten beträgt 50 km/h. Schneeketten müssen auf die Räder der Antriebsachse montiert werden.
Die französische Polizei bestraft Verstöße gegen die Ausrüstungspflicht mit einer Geldbuße von 135 Euro. Zudem kann die Weiterfahrt untersagt werden.
Auf vielen Autobahnen, Landstraßen und Transitstrecken herrscht zwischen 15. November und 15. April Winterreifenpflicht. Auf einigen Straßen oder Streckenabschnitten gilt witterungsabhängig eine Winterreifenpflicht. Diese wird per Verkehrszeichen angeordnet. Es müssen mindestens zwei Winterreifen (M+S) auf der Antriebsachse montiert sein. Die Mindestprofiltiefe beträgt 4 Millimeter. Es muss eine Schneeschaufel im Auto sein!
Verstöße werden mit rund 95 Euro geahndet.
Eine generelle Winterreifenpflicht für Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen zulässigen Gesamtgewichts besteht nicht. Fahrzeuge mit Sommerreifen müssen bei winterlichen Straßenverhältnissen (Schnee und Eis) allerdings mit Schneeketten ausgerüstet sein. Sofern Winterreifen verwendet werden, müssen diese eine Profiltiefe von mindestens 3 Millimetern aufweisen.
Für schwere Fahrzeuge besteht in Norwegen eine generelle Winterreifenpflicht. Die Vorschrift gilt vom 15. November bis zum 31. März für Kraftfahrzeuge und deren Anhänger mit jeweils einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen. Als Winterreifen gelten Reifen mit Alpine-Symbol, M+S Kennzeichnung oder Spikereifen. Die Reifen müssen eine Mindestprofiltiefe von 5 Millimetern aufweisen. Außerdem müssen Schneeketten aus Metall/Stahl mitgeführt werden (gilt nicht für Wohnmobile zwischen 3,5 Tonnen und 7,5 Tonnen).
Bei unzureichender Winterausrüstung beziehungsweise nicht ausreichender Bereifung drohen Bußgelder ab ca. 73 Euro.
Vom 1. Dezember bis 1. März besteht für alle Fahrzeuge Winterreifenpflicht. Es müssen Winterreifen mit Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) und einer Mindestprofiltiefe von 3 Millimetern verwendet werden. Die Winterreifenpflicht kann – je nach Wetterlage – auf den Zeitraum Oktober bis April ausgedehnt werden.
Verstöße gegen die Winterreifenpflicht werden mit einem Bußgeld von bis zu 160 Euro geahndet.
Vom 1. Dezember bis 1. März besteht für alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen und deren Anhänger Winterreifenpflicht. Es müssen Winterreifen (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) mit einer Mindestprofiltiefe von 4 Millimeter verwendet werden.
Verstöße gegen die Winterreifenpflicht werden mit einem Bußgeld von 30 Euro geahndet.
Bei winterlichen Straßenverhältnissen (Schnee, Schneematsch, Glatteis und Raureif) müssen die Fahrzeuge mit Winterreifen bestückt sein. Als Winterreifen gelten Reifen mit M+S-Kennzeichnung oder Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) mit einer Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen Autobus, Lkw, eine Zugmaschine oder einen anderen Schwertransporter, müssen die Antriebsachsen mit Winterreifen ausgerüstet sein.
Keine Winterreifenpflicht besteht für Motorräder, Quads und andere Leichtfahrzeuge.
Bei Verstößen drohen Geldbußen von 49 Euro, bei Behinderung des Straßenverkehrs drohen 74 Euro Strafe.
Vom 1. Dezember bis 31. März müssen Fahrzeuge sowie Anhänger bei winterlichen Straßenverhältnissen (Schnee, Eis, Schneematsch, Frost) mit Winterreifen oder ähnlicher Ausrüstung ausgestattet sein. Als Winterreifen gelten Reifen mit M+S Kennzeichnung, Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) und Spikereifen. Die Profiltiefe muss bei Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen zugelassenem Gesamtgewicht mindestens 3 mm betragen.
Schwere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen vom 10. November bis 10. April Winterreifen oder eine gleichwertige Ausrüstung haben. Dies gilt unabhängig davon, ob winterliche Straßenbedingungen bestehen oder nicht. Als Winterreifen, gelten Reifen mit dem Alpine Symbol, M+S Kennzeichnung oder Spikereifen. Die Mindestprofiltiefe bei schwereren Fahrzeugen beträgt 5 Millimeter.
Verstöße gegen die Winterreifenpflicht werden mit einem Bußgeld von ca. 182 Euro geahndet.
Vom 1. November bis 1. April ist bei winterlichen Straßenverhältnissen eine Winterausrüstung vorgeschrieben. Die Mindestprofiltiefe der Reifen beträgt 4 Millimeter.
Die Höhe der Geldbuße bei Verstößen ist nicht bekannt.
Kraftfahrzeuge mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen müssen bei winterlichen Verkehrsverhältnissen mit Winter- bzw. Ganzjahresreifen (M+S-Kennzeichnung ist ausreichend) ausgerüstet sein.
Fahrzeuge, die ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen aufweisen, müssen im Zeitraum vom 15. November bis zum 31. März unabhängig von der Witterung mit Winterreifen versehen werden. Winterreifen müssen eine Mindestprofiltiefe von 3 Millimetern aufweisen.
Verstöße gegen die Winterreifenpflicht werden mit einem Bußgeld ab 50 Euro geahndet.
Vom 15. November bis 15. März besteht Winterausrüstungspflicht. Außerhalb dieses Zeitraums gilt sie ebenfalls bei winterlichen Straßenverhältnissen, insbesondere bei Schnee und Eis. Bei Fahrzeugen bis 3,5 t gelten als Winterausrüstung Winterreifen und Ganzjahresreifen mit M+S Kennzeichnung mit einer Profiltiefe von mindestens 3 mm. Alternativ können Sommerreifen mit einer Profiltiefe von mindestens 3 mm verwendet werden, wenn geeignete Schneeketten beziehungsweise gleichwertige Vorrichtungen für Antriebsräder mitgeführt werden.
Bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen gelten als Winterausrüstung Winterreifen mit M+S Kennzeichnung an den Antriebsrädern mit einer Profiltiefe von mindestens 3 mm. Zusätzlich ist eine Schaufel mitzuführen. Alternativ können Sommerreifen mit einer Profiltiefe von mindestens 3 mm verwendet werden, wenn geeignete Schneeketten für die Antriebsräder sowie eine Schaufel mitgeführt werden.
Werden Sommerreifen in Verbindung mit Schneeketten als Winterausrüstung verwendet, müssen geeignete Schneeketten beziehungsweise gleichwertige Vorrichtungen für die Antriebsräder mitgeführt werden. Bei entsprechenden winterlichen Straßenverhältnissen müssen Sie auf den Antriebsrädern montiert werden. Die Voraussetzungen für die Verwendung von Schneeketten sind erfüllt, wenn so viel Schnee auf der Straße liegt, dass der Reifen während der Fahrt nicht mehr mit der Straßenoberfläche in Kontakt kommt und hinter dem Reifen eine Schneespur zurückbleibt.
Bei Verstößen droht eine Geldbuße von 40 Euro. Wird dadurch eine Verkehrsbehinderung verursacht, beträgt die Buße 500 Euro.
In Tschechien gilt vom 1. November bis zum 31. März bei winterlichen Straßenverhältnissen eine Winterreifenpflicht (M+S-Kennzeichnung ist ausreichend). Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen müssen dann bei Schnee, Eis und Matsch auf allen Achsen mit Winterreifen ausgestattet sein.
Bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen sind Winterreifen lediglich auf der Antriebsachse vorgeschrieben. Winterreifen müssen eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern bei Pkw bis 3,5 Tonnen und 6 Millimetern bei schwereren Fahrzeugen aufweisen.
Verstöße gegen die Winterreifenpflicht werden mit einem Bußgeld zwischen ca. 60 bis 100 Euro geahndet.
In Dänemark besteht keine generelle Winterreifenausrüstungspflicht in den Wintermonaten. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen aber bei tatsächlich winterlichen Straßenverhältnissen, also bei Schneematsch, auf schneebedeckten oder vereisten Fahrbahnen, Winterreifen montiert haben. Die dänische Straßenverkehrsbehörde empfiehlt aufgrund der Gesetzeslage Winterreifen mit dem Alpine-Symbol oder M+S Kennzeichnung. Die Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm.
Verstöße gegen die Winterreifenpflicht werden mit einem Bußgeld von ca. 134 Euro pro Reifen geahndet.
Hier gibt es keine generelle Winterreifenpflicht. Anstelle von Winterreifen können, mit Ausnahme der Niederlande, auch Schneeketten an den Antriebsrädern verwendet werden. Allerdings nur, wenn die Straße durchgängig oder fast durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist.
(Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: Oktober 2026)