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Großbritannien | London | 29.01.2020

Brexit: Tipps für Reisende zum EU-Austritt Großbritanniens

Union Jack und EU Flagge
Großbritannien und die EU gehen künftig getrennte Wege

Das Brexit-Drama nähert sich dem Ende: Am 31. Januar verlässt Großbritannien die EU. Reisende müssen bis Ende 2020 dennoch keine Einschränkungen befürchten.

  • Am 31. Januar scheidet Großbritannien aus der EU aus
  • Bis Ende 2020 gelten weiterhin EU-Regeln
  • Was danach kommt, ist unklar

Keine Einschränkungen bei Reisen bis Ende 2020

Mit dem EU-Austritt Großbritanniens beginnt eine Übergangsfrist, die bis mindestens Ende 2020 dauert. Während dieser Zeit gelten im Vereinigten Königreich weiterhin EU-Regeln. Alle Einreise- und Zollbestimmungen sowie alle übrigen bestehenden Regelungen, insbesondere die Freikontingente beim Warenverkehr und die Bestimmungen zur Mitnahme von Haustieren, bleiben in Kraft.

Für Reisende ändert sich dadurch vorerst nichts. Der Austrittsvertrag beinhaltet außerdem, dass es an der Grenze zwischen der britischen Provinz Nordirland und der Republik Irland dauerhaft keine sichtbaren Kontrollen geben soll. Urlauber auf der Grünen Insel müssten daher auch in Zukunft nicht mit Einschränkungen rechnen.

Was kommt danach?

Aufgrund des Abkommens haben Großbritannien und die EU bis Ende 2020 Zeit, einen Vertrag über die künftigen Beziehungen auszuhandeln. Diese Frist kann im gegenseitigen Einvernehmen auch verlängert werden.

Worauf sich Reisende ab 2021 einstellen müssen, ist davon abhängig, ob ein Vertrag zustande kommt beziehungsweise was er beinhaltet. Scheitern die Bemühungen, ist weiterhin ein harter Brexit möglich. Dieser hätte für Reisen nach Großbritannien gravierende Konsequenzen.

Zu den konkreten Folgen eines harten Brexit hat der ADAC eine Liste mit Fragen und Antworten zum Brexit zusammengestellt.

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Neues Unabhängigkeitsreferendum in Schottland?

Langfristige Folgen für Reisende könnte auch die Entwicklung in Schottland haben. Die Regionalregierung will bis 2021 ein neues Unabhängigkeitsreferendum durchführen (eine erste Abstimmung war 2014 gescheitert).

Im Gegensatz zum übrigen Großbritannien hat sich die schottische Bevölkerung bei der Brexit-Abstimmung 2016 mit deutlicher Mehrheit (62 Prozent) für eine EU-Mitgliedschaft ausgesprochen und auch bei der Unterhauswahl im Dezember 2019 die Position der Regierung in Edinburgh gestärkt. Ein unabhängiges Schottland würde daher eine neue EU-Mitgliedschaft anstreben.

Informationen der EU-Kommission*

Auswärtiges Amt*


Text: Norbert Prack. Foto: iStock.com/narvikk.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de

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