Urlaub buchen trotz Corona: Darauf müssen Sie achten

zwei leere Liebestühle am Strand bei Sonnenuntergang
Vom Strandurlaub träumen viele: Was Sie beim Planen und Buchen in Corona-Zeiten beachten sollten ∙ © iStock.com/rclassenlayouts

Auch in Zeiten von Corona planen viele eine Reise, doch durch die Pandemie hat sich fast alles verändert: Die wichtigsten Tipps und Rechts-Infos zur Buchung für den Urlaub 2021.

  • Reisewarnung ist kein Reiseverbot

  • Genau auf Stornobedingungen achten

  • Pauschalreisen bieten Vorteile

Wo ist Urlaub überhaupt möglich? Infos zur Lage

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es beim Reisen im In- und Ausland teilweise besondere Regeln. Reisende sollten sich vorab informieren.

In Deutschland können touristische Übernachtungen wieder verboten werden. Es gelten die Corona-Verordnungen der Bundesländer. Hier finden Sie Infos zur Lage bei Reisen in Deutschland. Reisende sollten sich über die genauen Regelungen vor Ort erkundigen und berücksichtigen, dass sich diese inzidenzabhängig schnell wieder ändern können.

Reisewarnung: Was bedeutet das für Urlauber?

Eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen gilt derzeit grundsätzlich für Länder, die von der Bundesregierung als Hochrisikogebiet oder Virusvarianten-Gebiet eingestuft sind. Für Länder mit erheblichen Einschränkungen im Reiseverkehr und in der Bewegungsfreiheit wird auch ohne Einstufung als Risikogebiet von nicht notwendigen Reisen abgeraten. Weiterhin wird bei allen Reisen zu besonderer Vorsicht geraten.

Reisewarnung, Rat, besondere Vorsicht: Das ist der Unterschied

Reisewarnungen enthalten einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region (Teil-Reisewarnung) zu unterlassen. Sie werden nur ausgesprochen, wenn aufgrund einer akuten Gefahr für Leib und Leben vor Reisen gewarnt werden muss. Dies ist zwar kein generelles Reiseverbot, aber eine ernst zu nehmende Empfehlung. Reisende entscheiden in eigener Verantwortung, ob sie eine Reise antreten. Eine Reisewarnung kann rechtliche Auswirkungen haben, beispielsweise für die Leistungen einer Reiserücktritt- oder Krankenversicherung.

Reise- und Sicherheitshinweise* machen auf besondere Risiken aufmerksam und können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken.

Was ist mit „abraten“ gemeint? Es besteht keine Reisewarnung, aber aufgrund der Umstände in dem Land sollte man Reisen in der Regel vermeiden. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass eine Einreise nur sehr schwer möglich ist oder man zunächst in Quarantäne muss.

„Besondere Vorsicht“ bedeutet: Da sich die Infektionszahlen und die Situation in Reiseländern schnell ändern können, sollte man bei allen Reisen besondere Vorsicht walten lassen, die Schutzmaßnahmen unbedingt beachten und sich über die Entwicklung auch während des Aufenthaltes informiert halten.

Grundsätzlich gilt nach Angaben des Auswärtigen Amtes*: Bei einer Infektion entscheiden die Behörden vor Ort über Behandlung oder Quarantäne. Diese Vorgaben gelten auch für Reisende und müssen befolgt werden. Eine Rückreise ist dann in der Regel erst nach Ablauf der Behandlung oder Quarantäne möglich.

Eine Pauschalreise kostenfrei stornieren können Kunden dann, wenn außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Reise erheblich beeinträchtigen oder unmöglich machen. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes galt bisher als starkes Indiz dafür. Reise- und Sicherheitshinweise allein reichen hierfür meist nicht aus. Andere Regeln gelten bei der Individualreise. Näheres zum Thema Reiserücktritt und Storno.

Infos zu Stornierungsmöglichkeiten bei Hochrisikogebieten

Folgen bei Rückkehr bedenken: Quarantäne möglich

Beachten Sie, dass Sie nach der Reise als Rückkehrer aus einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet grundsätzlich in Quarantäne müssen laut Coronavirus-Einreiseverordnung. Nähere Infos dazu, auch über Ausnahmen für vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete, lesen Sie hier: Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr.

Es kann arbeitsrechtliche Schwierigkeiten nach sich ziehen, wenn Sie nach dem Urlaub Ihrem Arbeitgeber erklären müssen, dass Sie wegen der behördlich angeordneten Quarantäne nicht zur Arbeit kommen können. Bedenken Sie außerdem, dass die meisten Ungeimpften in diesem Fall künftig keine Lohnfortzahlung mehr bekommen. Auch Eltern von Schulkindern kann ein Bußgeld drohen, wenn die Kinder nach der Heimkehr nicht zur Schule gehen können, weil sie in Quarantäne müssen - beispielsweise, weil das Reiseziel bei der Rückreise als Hochrisikogebiet eingestuft ist. Das kann einen Verstoß gegen die Schulpflicht darstellen. Erkundigen Sie sich daher vor der Reise über die aktuellen Regelungen.

Bedenken Sie auch, dass evtl. durch Corona-Tests zusätzliche Kosten entstehen. Infos zu Test-Möglichkeiten und Kosten in den wichtigsten Reiseländern Europas

Reiseziele, in denen Urlaub trotz Corona derzeit ohne große Einschränkungen möglich ist.

Urlaub buchen: So sparen Clubmitglieder

ADAC Mitglieder sparen bei zahlreichen Partnern:
Novasol: Bei dem Ferienhausanbieter erhalten ADAC Mitglieder bei Buchung einen Tankgutschein von bis zu 100 Euro.

Hotels: Bei der Buchung über HRS, in Best Western Hotels und bei A&O Hostels gibt es Rabatte bzw. Vorteile für Mitglieder.

ADAC Fähren: Rabatt bei zahlreichen Fährverbindungen nach Griechenland, Skandinavien, in Italien u.v.m.

Flixbus: Bei Reisen mit dem Flixbus profitieren ADAC Mitglieder von 10 Prozent Ticketrabatt.

Storno oder Umbuchung: Bedingungen genau prüfen

Wenn Sie jetzt überlegen, eine Reise oder eine Unterkunft zu buchen, achten Sie genau auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) des Anbieters: Dort sind die Stornobedingungen enthalten. Wichtig ist vor allem, ob und bis wann eine Buchung kostenlos stornierbar ist. Viele Reiseanbieter kehren trotz Corona-Krise zu den ursprünglichen Storno- und Umbuchungsregeln zurück. In jedem Fall sollte man die Konditionen des Angebots immer genau prüfen. Bei Reiseveranstaltern gelten bestimmte Stornobedingungen zuweilen nur für einzelne Reiseformen, zum Beispiel Flug-Pauschalreisen, nicht aber für Kreuzfahrten.

Fragen Sie auch, ob Stornierungspakete hinzugebucht werden können. Falls die Stornoregelungen unklar sind, kann es sinnvoll sein, sich eine schriftliche Bestätigung des Veranstalters geben zu lassen, dass und unter welchen Bedingungen die konkret gebuchte Reise kostenfrei storniert werden kann.

Corona: ADAC erweitert Leistungen

Der ADAC erweitert seine Leistungen und übernimmt Übernachtungs- und Heimreisekosten, die Plus- und Premium-Mitgliedern durch eine Corona-Quarantäne entstehen. Ein Covid-19-Test wird bezahlt, wenn dadurch eine Schadensminderung zu erwarten ist. Die Leistungserweiterung gilt weltweit bis auf Weiteres. Alle Infos und Details zur Leistungserweiterung lesen Sie hier.

Einschränkungen durch Corona einkalkulieren

Informieren Sie sich über eventuell geltende Bestimmungen zu Corona-Tests oder Quarantäne bei der Einreise in Ihr Urlaubsland. Bedenken Sie generell vor der Buchung, dass Sie wegen Corona-Einschränkungen möglicherweise nicht alle Angebote eines Hotels (z.B. Sauna, Schwimmbad) nutzen können. Fragen Sie im Zweifel beim Hotel nach. Auch außerhalb des Hotels können Einschränkungen herrschen, zum Beispiel Museen oder Restaurants geschlossen sein. Bestimmte Programmpunkte von Pauschalreisen können ebenfalls betroffen sein. Infos zum Thema Storno und Reisemängel bei Pauschalreisen.

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC/Shutterstock

Pauschalreise: Vorteil – bessere Absicherung

Bei Pauschalreisen haben Sie die besseren Chancen, die gebuchte Reise kostenlos zu stornieren, wenn es zu einer weiteren Corona-Welle oder zu einem Lockdown im jeweiligen Land kommt. Voraussetzung: Es müssen außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Reise erheblich beeinträchtigen oder unmöglich machen. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes galt bisher als starkes Indiz dafür. Weitere Infos zu Reiserücktritt und Storno wegen Corona

Weiterer Vorteil: Im Falle einer Insolvenz des Reiseveranstalters sind Pauschalreisen immer gesetzlich abgesichert.

Individualreise: Selbst verhandeln

Komplexer ist die Situation für Individualreisende: Sie müssen sich bei der Stornierung einer Reise möglicherweise mit mehreren Parteien, zum Beispiel dem Vermieter der Ferienwohnung und einem Mietwagenunternehmen vor Ort, selbst einigen. Können die Anbieter ihre Leistung erbringen, besteht kein Anspruch auf einen kostenfreien Rücktritt.

Aber auch mit kleineren Anbietern von Hotels oder Ferienwohnungen können Sie in der jetzigen Corona-Sondersituation eventuell individuelle Storno- oder Umbuchungsregelungen aushandeln. Diese sollte man sich aber unbedingt schriftlich bestätigen lassen.

Wer Urlaub in Deutschland buchen möchte, kann zumindest davon ausgehen: Bei einem Verbot touristischer Übernachtungen in Deutschland muss der Hotelier oder Vermieter von sich aus stornieren, und der Gast muss den Zimmerpreis nicht bezahlen.

Corona-Krise: Antworten auf Mitgliederfragen

Wer zahlt bei Reise-Storno oder -Absage? Was gilt für Urlauber aus Corona-Risikogebieten? Wo muss ich die Quarantäne verbringen? Hunderte Fragen erreichen die ADAC Clubjuristen täglich. Hier einige Antworten

Frühbucherrabatt abwägen gegen Stornokosten

Häufig werden jetzt günstige Preise bei frühzeitiger Buchung angeboten. Wägen Sie aber die Vorteile eines Frühbucherrabatts gegen mögliche Stornokosten ab, wenn Ihnen wegen der Corona-Situation doch mulmig werden sollte und Sie zum Beispiel eine Pauschalreise absagen möchten, obwohl es keine Reisewarnung für Ihr Urlaubsziel gibt.

Service vor Ort: In Ihrer ADAC Geschäftsstelle

Aktuelle Informationen zu Ihrem Reiseziel, Toursets und die Motorwelt, exklusiv für ADAC Mitglieder, außerdem Reiseführer, Vignetten und persönliche Beratung rund um Ihre Mobilität: Das alles bieten die ADAC Geschäftsstellen ganz in Ihrer Nähe.

Und auch telefonisch ist der Club für Sie da – unter Tel. 0800 5 10 11 12 (Mo. bis Sa. von 8 bis 20 Uhr).

Buchen Sie Ihre nächste Reise in den ADAC Geschäftsstellen mit Reisebüro oder finden Sie auf adacreisen.de umfassende Informationen zu unterschiedlichen Destinationen weltweit sowie aktuelle Reiseangebote.

Wichtig: Auslandskrankenversicherung bei Coronavirus

Gesetzliche Krankenkassen kommen auf für Behandlungen bei akuter Erkrankung oder Unfall in einem EU-Mitgliedsland sowie in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen*. Erstattet wird aber nur, was im Urlaubsland den dort versicherten Einwohnern zusteht. Krankenrücktransport nach Deutschland wird grundsätzlich nicht bezahlt.

Daher ist es empfehlenswert, eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Behandlungs- und Medikamentenkosten sowie den Rücktransport im Ernstfall abdeckt – sowohl für Reisen außerhalb als auch innerhalb der EU. Die Versicherung muss vor Reisebeginn abgeschlossen worden sein.

Auf was Sie bei einer Erkrankung im Urlaub achten sollten, lesen Sie hier.

ADAC Mitglieder, die im Urlaub in Not geraten und Hilfe benötigen, können sich an den ADAC Auslandsnotruf (Tel. +49 89 76 76 76) wenden.

Mehr Infos zur Reise-Stornierung und Reiserücktrittsversicherung in Corona-Zeiten
und hier zum Reiserecht allgemein

Anzeige: ADAC Reiseversicherungen

ADAC Auslandskrankenversicherung

Die ADAC Auslandskrankenversicherung übernimmt in den ersten 63 Tagen jeder Reise bei medizinisch notwendiger Heilbehandlung im Ausland die Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen. Bei einem Krankenhausaufenthalt haben Versicherte der ADAC Auslandskrankenversicherung den Status eines Privatpatienten. Zudem stehen Ihnen Ärzte des ADAC beratend zur Seite und sorgen – falls medizinisch sinnvoll und vertretbar – für den Rücktransport in ein deutsches Krankenhaus.

ADAC Reiserücktrittsversicherung

Mit der ADAC Reiserücktrittsversicherung können Sie Ihren Urlaub entspannt genießen: Sie gilt weltweit das ganze Jahr, egal wie oft Sie verreisen. Und kann bis 14 Tage vor Reisebeginn abgeschlossen werden, bei Last-Minute-Reisen bis 3 Tage nach der Buchung. Je nach Tarif leistet sie bei Reiserücktritt oder Reiseabbruch. Zusätzlich können Sie Ihr Gepäck versichern.

Die ADAC Reiserücktrittsversicherung schließt eine Pandemie in ihren Verträgen nicht aus: Das heißt, im Fall eines positiven Corona-Tests liegt eine Krankheit vor, die eine Reiseunfähigkeit auslöst. Die Vorlage eines ärztlichen Attests bei der Versicherung ist jedoch zwingend nötig, damit sie in Leistung geht.
Informationen zu den Corona-Leistungen in der Reiserücktrittsversicherung

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