Blitzermarathon 2026: Verstärkte Radarkontrollen im April
Von Katharina Dümmer

Vorsicht, Radarkontrolle! Die Polizei führt im April wieder ihren Blitzermarathon in Deutschland durch. Was über die "Speedweek" bereits bekannt ist und wie teuer Verstöße gegen Tempolimits werden können.
Mehr Radarfallen: Frühjahrsaktion von 13. bis 19. April
Welche Bundesländer sich beteiligen
Das hält der ADAC von der Aktion
Zu schnelles Fahren ist eine häufige Unfallursache. Trotzdem erwischt die Polizei immer wieder Raser und Raserinnen. In der sogenannten "Speedweek", der Aktionswoche für mehr Verkehrssicherheit, die jeweils im April und im August stattfindet, werden vor allem auf unfallträchtigen Streckenabschnitten und in Gebieten mit besonderer Gefährdungslage (z.B. Schulen, Baustellen, Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser) deutlich mehr Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.
Betroffen sind Autobahnen und Bundesstraßen genauso wie Innerortsstraßen.
Blitzermarathon im April 2026
Mithilfe der verstärkten Radarkontrollen will die Polizei die Autofahrenden daran erinnern, sich an die geltenden Tempolimits zu halten. Die erste "Speedweek" des Jahres findet von Montag, 13. April, bis Sonntag, 19. April, statt. Den Höhepunkt der Aktion bildet der Mittwoch, 15. April.
Wichtig zu wissen: Diese Woche liegt mitten in den Osterferien. Fast ganz Deutschland ist dann auf den Straßen unterwegs.
Radarkontrollen: Welche Bundesländer nehmen teil?
Die Beteiligung an der Frühjahrs-Aktion ist traditionsgemäß deutlich stärker als im Sommer. Aber auch hier beschränken sich einige Bundesländer auf den Haupttag der Aktion (15. April). Dass einige Bundesländer sich gar nicht beteiligen, hat seine Gründe: Kapazitätsengpässe oder Zweifel an der Sinnhaftigkeit.
Nach aktuellem Stand nehmen folgende Bundesländer im April teil:
Baden-Württemberg: Blitzermarathon am 15. April
Bayern: Blitzermarathon am 15. April
Berlin: Speedweek vom 13. bis 19. April
Brandenburg: Blitzermarathon am 15. April
Bremen: Speedweek vom 13. bis 19. April
Hamburg: Speedweek vom 13. bis 19. April, ein Schwerpunkttag (Datum steht noch nicht fest)
Hessen: Speedweek vom 13. bis 19. April inklusive Blitzermarathon am 15. April
Mecklenburg-Vorpommern: Speedweek vom 13. bis 19. April inklusive Blitzermarathon am 15. April Tempokontrollen im gesamten April
Niedersachsen: Speedweek vom 13. bis 19. April, kein Höhepunkttag
Nordrhein-Westfalen: Speedweek vom 13. bis 19. April, kein Höhepunkttag
Rheinland-Pfalz: Speedweek vom 13. bis 19. April inklusive Blitzermarathon am 15. April
Sachsen: Speedweek vom 13. bis 19. April
Sachsen-Anhalt: Speedweek vom 13. bis 19. April
Schleswig-Holstein: Speedweek vom 13. bis 19. April, kein spez. Aktionstag
Thüringen: Speedweek vom 13. bis 19. April
Und so wars in früheren Jahren: Einige Bundesländer wie Brandenburg setzten den Schwerpunkt auf Motorradfahrer. In Baden-Württemberg ließen Städte wie Heilbronn per Bürgerbefragung Standorte für Blitzer festlegen. In Hamburg gab es einen Mix aus stationären und mobilen Blitzern.
Die meisten Bundesländer informierten nicht vorab.
Speedweek auch in anderen Ländern
Übrigens: Autourlauber und- urlauberinnen, die in anderen europäischen Ländern unterwegs sind, sollten sich ebenfalls an die Tempolimits halten. Denn an der Speedweek beteiligen sich mehrere europäische Länder. Die Kontrollen werden vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk Roadpool koordiniert.
Speedweek im August
Im Gegensatz zur Frühjahrs-Aktion gibt es im August keinen speziellen Blitzer-Tag. Die Kontrollen sind bei der Aktion mit relativ gleichförmiger Intensität über die gesamte Woche verteilt. Die Beteiligung ist niedriger als bei der April-Aktion.
Zu schnell gefahren: Das droht Autofahrern
Für Autofahrer und Autofahrerinnen, die während der Aktion in die Radarfalle geraten, fallen die üblichen Sanktionen (Bußgelder, Punkte in Flensburg, Fahrverbot) für Geschwindigkeitsverstöße an.
Zu schnell gefahren – Strafen bei Geschwindigkeitsüberschreitung
Blitzermarathon: Das sagt der ADAC dazu
Die Blitzer-Aktionswochen leisten nach Ansicht des ADAC einen Beitrag zur Verkehrssicherheit, da sie den Verkehrsteilnehmenden die Gefahren schnellen Fahrens bewusst machen und diese entsprechend sensibilisieren können.
Dies geschieht durch eine intensive Berichterstattung in den Medien und wirkt somit nicht nur auf die Personen, die an diesem Tag geblitzt wurden. Allerdings können mit einer Aktion nicht alle Risiken im Straßenverkehr dauerhaft aus der Welt geschafft werden.
Ulrich Chiellino, Verkehrspsychologe beim ADAC, ist der Ansicht, dass erwachsene Verkehrsteilnehmende bei der Regelbefolgung Vorbilder für Kinder sein können.
„Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen. Jeder Verkehrsteilnehmende sollte sein Verhalten immer wieder hinterfragen und falls nötig verändern. Wir alle sind aufgefordert, mehr Achtung zu zeigen.“
Ulrich Chiellino, Leiter ADAC Verkehrspolitik
Häufige Unfallursache: Zu schnelles Fahren
Mit Material von dpa.