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Verkehrstote 2019: Weniger Menschen bei Unfällen gestorben

Gedenkstelle am Strassenrand
Trotz weniger Toten: Im Verkehr sterben zu viele Menschen ∙ © Shutterstock/Mario Hoesel

2019 sank die Zahl der Verkehrstoten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Das ergeben die jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist 2019 gegenüber dem Vorjahr um 216 Personen beziehungsweise 6,6 Prozent auf 3059 zurückgegangen. Dies ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1953. Der bisherige Tiefststand wurde mit 3180 Verkehrstoten 2017 registriert.

Am stärksten ging die Zahl der getöteten Nutzern von Krafträdern, also Motorrädern, Mopeds und Motorrollern, zurück (minus 15,1 Prozent), gefolgt von den Insassen von Lkw (minus 14,2 Prozent). Ebenfalls weniger Tote (minus 6,9 Prozent) gab es bei Fußgängern. Dagegen kamen 32,6 Prozent mehr Menschen, die mit einem Pedelec unterwegs waren, ums Leben. Aufgrund dessen hat auch die Gesamtzahl der getöteten Radfahrer zugenommen (plus 1,2 Prozent).

Weniger Unfälle mit Personenschaden

Erfreulich auch die Entwicklung bei den Unfällen mit Personenschaden (gezählt wurden 300.200): Diese gingen gegenüber 2018 um 2,8 Prozent zurück. Die Zahl der Verletzten reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent auf rund 384.000 Personen.

Leicht zugenommen haben hingegen die polizeilich erfassten Verkehrsunfälle. 2019 stieg die Anzahl dieser im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent auf rund 2,7 Millionen an. Bei 2,4 Millionen Unfällen blieb es dabei beim Sachschaden.

Nachholbedarf beim Radverkehr

Obwohl der deutliche Rückgang der Verkehrstotenzahl ein positives Signal ist, besteht unverändert großer Handlungsbedarf zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Sorgen bereiten vor allem die steigenden Zahlen von getöteten Radfahrern. So steigen immer mehr ältere Menschen aufs Fahrrad oder Pedelec. Aufgrund des Alters steigt jedoch das Risiko für schwere Verletzungen.

Auch die Zunahme des Radverkehrs selbst sorgt für Handlungsdruck und zeigt, dass dringend ein Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur erfolgen muss. Die fahrradfreundliche StVO-Novelle kann einen Beitrag dazu leisten, die Sicherheit für Radfahrende zu verbessern.

Hoffnungen auf eine bessere Verkehrssicherheit durch die zunehmende Automatisierung bei Pkw werden in den nächsten Jahren noch nicht erfüllt werden können, da der Anteil dieser Fahrzeuge noch zu gering ist.

Quelle: Statistisches Bundesamt