Verkehrstote 2025: Mehr tödliche Unfälle
Von Katharina Dümmer

Mehr Verkehrstote in Deutschland: Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen im Jahr 2025 ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwas höher als 2024. Viele schwere Unfälle würden sich vermeiden lassen.
Zahl der Verkehrstoten steigt auf 2832
Weniger Schwerverletzte, mehr Leichtverletzte
Mehr Verkehrssicherheit durch Fahrassistenzsysteme
Verkehrstote 2025: Anstieg gegenüber 2024
Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen ist nach Informationen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im Jahr 2025 wieder leicht gestiegen. Während 2024 noch 2770 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen, waren es im vergangenen Jahr 2832. Acht Menschen starben im Schnitt pro Tag im Straßenverkehr!
Die Zahl der Verletzten stieg auf 371.000 – und damit 1,7 Prozent über dem Vorjahrsniveau. Während die Zahl der Leichtverletzten auf 322.000 stieg (ein Plus von 2,4 Prozent), ging die Zahl der Schwerverletzten um 2,9 Prozent auf 49.200 zurück.
Verkehrstote seit 1953: Im Trend sinken die Zahlen
Mit dem leichten Anstieg der Verkehrstoten 2025 wurde der Abwärtstrend aus dem Vorjahr unterbrochen. Im langfristigen Trend allerdings ist die Zahl der Verkehrstoten seit Beginn der 70er-Jahre deutlich gesunken. In den vergangenen 50 Jahren gab es in Deutschland viele technische und rechtliche Neuerungen, um die Zahl der tödlichen Unfälle zu reduzieren (siehe Grafik).
E-Scooter-Unfälle 2025: 33 Menschen gestorben
Die Zahl der bei Unfällen mit E-Scootern Getöteten steigt seit Jahren an. Im Jahr 2025 kamen in Deutschland 33 Menschen bei Unfällen mit E-Scootern ums Leben. Der Großteil dieser tödlichen Unfälle (26 Personen) ereignete sich innerorts. 2024 starben 27 Menschen bei E-Scooter-Unfällen. 2023 waren es 21 Tote.
2,5 Millionen Verkehrsunfälle in Deutschland
Insgesamt registrierte die Polizei im Jahr 2025 gut 2,52 Millionen Unfälle und damit in etwa so viele wie ein Jahr zuvor (+ 0,4 Prozent). Bei 2,2 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden, was ebenfalls in etwa der Zahl aus dem Vorjahr entspricht (+ 0,1 Prozent). Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, stieg um 2,3 Prozent auf gut 297.000.
Statistik 2025: Alle 18 Minuten wird ein Kind verletzt
2025 starben 74 Kinder unter 15 Jahren infolge eines Verkehrsunfalls, im Jahr 2024 waren es 53. Die Zahl der verletzten Kinder lag 2025 bei rund 29.200 (+7,3 Prozent). Das bedeutet, dass 2025 im Schnitt alle 18 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde. 31 Kinder kamen als Insassen eines Pkw ums Leben, 22 waren zu Fuß und 13 mit dem Fahrrad unterwegs.
Weitere Ergebnisse der Statistik-Auswertung:
63 Prozent der Verkehrstoten innerorts waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs
66 Prozent der Verletzten gab es innerhalb von Ortschaften
56 Prozent der Toten entfallen auf Landstraßen
Zahl der Alkoholunfälle liegt leicht unter dem Vorjahresniveau
ADAC: Verbesserung der Verkehrssicherheit
Laut ADAC zeichnet sich ab, dass das Ziel der Bundesregierung, die Zahl der Verkehrstoten zwischen 2021 und 2030 um 40 Prozent zu reduzieren, verfehlt wird. Die Zahlen stiegen nach dem pandemiebedingten Rückgang 2020 und 2021 wieder spürbar an.
Der Anteil der Getöteten im Straßenverkehr, die ohne einen Konflikt mit anderen Verkehrsteilnehmenden bei Alleinunfällen ums Leben gekommen sind, liegt inzwischen bei mehr als einem Drittel. Dies zeigt, dass Unfälle sehr häufig mit der eigenen Verantwortung in Zusammenhang stehen.
Der ADAC setzt bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit auf ein Zusammenspiel aus Fahrausbildung und Fahreignung, Fahrzeugsicherheit und Verkehrsinfrastruktur sowie Kontrollen und Sanktionen. Auch die Ausweitung des Lernzeitraums bei der Fahrausbildung wie im Zuge des begleiteten Fahrens ab 17 ist ein wichtiges Instrument, um die Unfälle mit Beteiligung junger Fahrer zu reduzieren.
Die Möglichkeit, mit Begleitung mehr Routine im motorisierten Straßenverkehr aufzubauen und Fahrpraxis zu sammeln, wirkt dem Anfängerrisiko nachweislich entgegen.
Generell wichtig ist ein verkehrsmittelübergreifend rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr. Der ADAC unterstützt deshalb die Aktion #mehrAchtung des Bundesministeriums für Verkehr.