Verkehrstote 2023: Weniger Menschen sterben auf Deutschlands Straßen

Ein Kreuz an der Landstrasse erinnert an einen tödlichen Unfall
Verkehrstote in Deutschland: Bei Verkehrsunfällen kamen 2023 etwas weniger Menschen ums Leben als 2022© Shutterstock/Ronald Rampsch

Nach einer vorläufigen ADAC Bilanz ist die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen in Deutschland im Jahr 2023 etwas niedriger als im Vorjahr. Das sind die Gründe.

  • Zwei Prozent weniger Verkehrstote als 2022

  • Drei Prozent mehr Verkehrsunfälle, 362.000 Verunglückte

  • Mehr Verkehrssicherheit durch Fahrassistenz- und Notbremssysteme

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen dürfte laut aktueller ADAC Prognose 2023 lediglich um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken.

Weniger Verkehrstote, kein Pandemie-Effekt mehr

Nach einer aktuellen Prognose des Clubs werden 2730 Menschen in diesem Jahr bei einem Verkehrsunfall sterben. Im Vorjahr waren 2788 Menschen ums Leben gekommen. Die bisher niedrigste Anzahl war 2021 (2562 Getötete) zu verzeichnen. Der im vergangenen Jahr registrierte Anstieg war laut ADAC vor allem auf das nach der Corona-Pandemie weitgehend normalisierte Verkehrsaufkommen zurückzuführen. Auch in diesem Jahr lief der Verkehr fast wieder auf dem Niveau wie vor der Pandemie.

Verkehrstote seit 1953: Zahlen sinken

In den vergangenen 50 Jahren hat es in Deutschland viele technische und rechtliche Neuerungen gegeben, um die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren (siehe Grafik). Ziel der Bundesregierung ist es, die Zahl der Verkehrstoten im Zeitraum von 2021 bis 2030 um 40 Prozent zu senken.

Zahl der Verkehrsunfälle steigt

Die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle steigt 2023 laut ADAC im Vergleich zum Vorjahr aller Voraussicht nach um 3,1 Prozent auf 2.480.000.

Ein Minus von 0,6 Prozent auf 288.000 ist hingegen bei den Unfällen mit Personenschäden zu verzeichnen. Die Zahl der bei Unfällen im Straßenverkehr verunglückten Personen ist auf einem ähnlichen Niveau wie 2022: Der ADAC geht von einem Rückgang um lediglich 0,5 Prozent auf 362.000 Verunglückte aus.

Neue Verkehrsregeln, Spritpreise und Verbraucher-Tipps

ADAC: Fahrerassistenz- und Notbremssysteme wichtig

Die Anstrengungen, im Zeitraum von 2021 bis 2030 die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr um 40 Prozent zu verringern, müssen nach Ansicht des ADAC verstärkt werden, denn der angestrebte deutliche Rückgang der Verkehrstotenzahl wird laut ADAC auch 2023 ausbleiben. Auf diese Reduzierung hatten sich Bund, Länder und Kommunen im "Pakt für Verkehrssicherheit" verständigt.

Der ADAC setzt vor allem auf den weiteren Ausbau von Fahrerassistenz- und Notbremssystemen – sie haben großes Potenzial für mehr Verkehrssicherheit. Auch die Ausweitung des Lernzeitraums bei der Fahrausbildung (Führerschein mit 16) ist ein wichtiges Instrument, um die Unfälle mit Beteiligung junger Fahrer zu reduzieren. Generell wichtig ist rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr, was der ADAC als Partner der Kampagne #mehrAchtung für ein besseres Miteinander auf den Straßen unterstreicht.