Coronavirus: Diese Regeln gelten in der Fahrschule

Fahrschüler haben wegen Corona in einigen Bundesländern mehr Zeit für das Ablegen der praktischen Fahrprüfung
Fahrschüler haben wegen Corona in einigen Bundesländern mehr Zeit für das Ablegen der praktischen Fahrprüfung© iStock.com/Sladic

Die Ausnahmesituation durch die Corona-Pandemie wirkt sich weiter auf alle Fahrschüler aus, die gerade in der theoretischen und praktischen Ausbildung stecken oder schon lange auf ihren Termin zur Fahrprüfung warten. Die wichtigsten Infos.

  • Fahrschulen mit 3G-Regel und Maskenpflicht geöffnet

  • Immer noch lange Wartezeiten bei Prüfungen

  • Theoretischer Online-Unterricht geht teilweise weiter

Was gilt in Fahrschulen?

Für alle von der Fahrschule durchgeführten Veranstaltungen, also theoretischer und praktischer Fahrschulunterricht, theoretische und praktische Prüfung, sowie sonstige Kurse gilt die 3G-Regel: Zugang bekommt daher nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist.

In den meisten Fahrschulen muss außerdem ein Termin vereinbart werden, um sich beispielsweise zum Fahrschulunterricht, einem Eignungsseminar oder Nachschulungen anzumelden. In den Räumen der Fahrschule und im Auto muss eine Maske getragen werden. Welche Regeln darüber hinaus gelten, ob z.B. eine FFP2-Maske Pflicht ist oder eine medizinische Maske ausreicht, kann Ihnen Ihre örtliche Fahrschule beantworten.

Theoretischer Unterricht – online oder in Präsenz?

Fahrschulen bieten teilweise den Theorieunterricht weiterhin auch digital an. Andere steigen auf Präsenzunterricht um. Hintergrund ist, dass die pandemiebedingte Ausnahme von der Präsenzpflicht im theoretischen Fahrschulunterricht Ende März ausläuft. Zum 1.Juni 2022 wird es in allen Bundesländern einheitliche Rahmenbedingungen zum Online-Unterricht geben.

Bis zum In-Kraft-Treten der neuen Verordnung können die einzelnen Bundesländer Übergangsregelungen zur Verlängerung der Ausnahme über den 31.März hinaus treffen. Fahrschulen, denen eine entsprechende Genehmigung für die Erteilung von Online-Unterricht erteilt wurde, können von dieser weiterhin Gebrauch machen, soweit dies in ihrem Bundesland zugelassen wurde. Details dazu erfahren Sie bei Ihrer Fahrschule vor Ort.

Was gilt bei der Führerscheinprüfung?

Die theoretische und praktische Prüfung werden, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, durchgeführt. Bitte beachten Sie zusätzlich immer die Vorgaben der aktuell gültigen Corona-Regelungen vor Ort, um sich über die zum Zeitpunkt der Prüfung geltenden Zugangsbeschränkungen zu informieren.

Wartezeiten bei Prüfungen

Da die praktische Ausbildung zeitweise eingestellt war, hat sich ein Rückstau bei der praktischen Ausbildung und in der Konsequenz auch bei den Prüfungen gebildet. Teilweise ungewöhnlich lange Wartezeiten bei den Führerscheinprüfungen sind die Folge.

Wurden Fristen verlängert?

Angesichts der langen Wartezeiten stellt sich manchen Fahrschülern die Frage, wie lange sie auf die praktische Prüfung warten können, ohne dass die bereits bestandene Theorieprüfung ihre Gültigkeit verliert oder ob der Abschluss der Ausbildung auch mehr als zwei Jahre zurückliegen darf.

Coronabedingt wurden in vielen Bundesländern die Verfallsfristen für Fahrschulausbildung, abgeschlossene Prüfungen und Prüfaufträge für den Erwerb von Fahrerlaubnissen verlängert. Betroffene sollten so vor den nachteiligen Folgen des unverschuldeten Fristablaufs bewahrt werden. Viele dieser Fristverlängerungen sind mittlerweile ausgelaufen, so dass nun wieder die normalen gesetzlichen Fristen rund um den Fahrerlaubniserwerb gelten, das heißt konkret:

  • Der Abschluss der Ausbildung darf bei Ablegen der theoretischen Prüfung nicht länger als 2 Jahre zurückliegen, § 16 Absatz 3 Satz 7 Fahrerlaubnisverordnung (FeV)

  • Die praktische Prüfung muss innerhalb von zwölf Monaten nach Bestehen der theoretischen Prüfung abgelegt werden, § 18 Absatz 2 Satz 1, FeV

  • Zwischen Prüfauftrag und theoretischer Prüfungen sowie dem Bestehen der theoretischen und praktischen Prüfung dürfen nicht mehr als 12 Monate liegen, § 22 Absatz 5 FeV

Wenn vor Ort keine Fristverlängerungen mehr bestehen und die gesetzlichen Fristen nicht eingehalten werden können, besteht im Einzelfall nur die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Dann werden die Umstände des besonderen Falles geprüft. Ein Rechtsanspruch auf eine Ausnahmegenehmigung besteht jedoch nicht.