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- Leben retten -

Die ADAC Unfallforschung

Eine Erfolgsgeschichte: Seit 2005 arbeitet die ADAC Unfallforschung unter dem Motto "Forschen, Fordern, Leben retten".

  • Heckaufprall im Van

    In Deutschland ist fast jeder fünfte Unfall ein Auffahrunfall. Meist spielt zu geringer Sicherheitsabstand, Unaufmerksamkeit oder Ablenkung eine Rolle. Die Sicherheit der Insassen im aufprallenden Auto wird durch Frontcrashtests hinreichend untersucht. Wie sieht es aber für im vorderen Fahrzeug sitzende Insassen aus? 

    Für die Personen auf den vorderen Sitzplätzen ist der Abstand zum Aufprallpunkt in der Regel groß genug und damit ausreichend Sicherheit gegeben. Wie es jedoch mit Insassen auf der Rückbank aussieht, damit hat sich die ADAC Unfallforschung beschäftigt. Es wurden die Datenbanken ausgewertet und in einem Crashtest die Unfallsituation rekonstruiert, um die genauen Belastungen für die Insassen zu ermitteln. 

    Die Ergebnisse im Falle des Fiat 500L Living zeigen, dass die Passagiere auch in der dritten Sitzreihe, also ganz hinten, noch ausreichend sicher sitzen. Der Aufprall des hinteren Fahrzeugs erfolgte mit 60 km/h und voller Überdeckung. Die Köpfe der hinten Sitzenden kommen dem Kollisionsbereich zwar gefährlich nahe, bleiben aber noch unverletzt. Genaue Details sowie alle Hintergründe aus der Unfallforschung gibt der nachfolgende Bericht.


    Bericht Heckcrash dritte Sitzreihe 2015 PDF 79 KB


  • Motorradunfälle

    Wenn ein Motorradfahrer verunglückt, dann ist das Risiko für ihn vier mal so hoch wie in einem Pkw, schwere oder gar tödliche Verletzungen zu erleiden. Wenn ein Motorradfahrer einen Zusammenstoß erleidet, passiert das meistens mit einem Pkw (80 Prozent). Und auch wenn nur in 30 Prozent der Fälle der Motorradfahrer der Schuldige ist, gehören zu den Unfallopfern fast immer die Zweiradfahrer (90 Prozent).

    Deshalb hat sich der ADAC in seiner Untersuchung darauf konzentriert, Schutzmaßnahmen für Motorräder zu eruieren und Vorschläge daraus auszuarbeiten. Grundlagen hierfür sind die Daten aus der ADAC Unfallforschung.

    Wichtig ist die Sensibilisierung der Zielgruppe wie auch weitergehende Informationen für die Autofahrer, um gefährliche Situationen zu entschärfen und aktiv Unfälle zu vermeiden. Es geht darum, "Übersehen"-Unfälle zu verhindern, ebenso Fehleinschätzungen. Aber auch Aufklärung zu ungeeigneter Schutzbekleidung und nicht ausreichenden oder gar nicht vorhandenen passiven Schutzsystemen im Verkehrsumfeld (z.B. geeignete Leitplanken) ist wichtig. Es kommt überdies auch auf geeignete Sicherheitsausstattung der Motorräder an (z.B. ABS, LED-Tagfahrlicht).

    Der ausführliche Bericht zur Untersuchung beschreibt alle Details.

    Motorradunfälle 2015 PDF 807 KB


  • Rettung aus Fahrzeug mit Carbonkarosse

    Auf der Suche nach mehr Effizienz durch weniger Fahrzeuggewicht gehen die Hersteller neue Wege. So hat beispielsweise BMW bei seinem neuen Elektroauto i3 auf Carbon für die Karosseriestruktur gesetzt. Im Crashtest konnte der i3 zeigen, dass er eine sehr stabile Struktur besitzt und gute Sicherheit bietet. Wie sieht es aber nach einem Unfall mit den Rettungsmöglichkeiten für eingeklemmte Insassen aus? 

    Für die Feuerwehren und Retter vor Ort ist die Rettungskarte ein wichtiges Hilfsmittel, denn sie gibt Aufschluss über die Möglichkeiten und Stellen, an denen eine verunfallte Karosse am Besten zugänglich gemacht wird. 

    Bei Schneidversuchen an einem gecrashten BMW i3 konnten die Feuerwehren zusammen mit dem ADAC zeigen, dass sich auch die neuen Karosserie-Materialien gut beherrschen lassen, dass man aber umso genauer wissen sollte, wo man ansetzen muss, um die eingedrückte Karosserie erfolgreich öffnen zu können. 


    Schneidversuche beim BMW i3 PDF 807 KB

    Rettungskarte BMW i3



  • Unfallrisiken Junge Fahrer

    Die ADAC Unfallforschung hat die Gruppe der jungen Verkehrsteilnehmer (18-25) näher beleuchtet. Das Ergebnis: Das Risiko, verletzt oder getötet zu werden, ist mindestens doppelt so hoch wie im Gesamtunfallgeschehen. 

    Viele Unfälle passieren in den Nachtstunden an den Wochenenden – diese typischen „Disco-Unfälle“ enden leider häufig mit dramatischen Folgen. Typisch für die Fahranfänger sind Alleinunfälle (ohne andere Verkehrsteilnehmer), welche vor allem in Kurven vorkommen. In den meisten Fällen kommen sie ins Schleudern. Die gefährlichen Unfälle mit Abkommen auf den Seitenstreifen durch Ablenkung wurden oft in der betrachteten Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren dokumentiert. 

    Die häufigsten Unfallursachen sind:

    • Mangelnde Fahrpraxis / Fehlende Routine in Grenzsituationen
    • Fehleinschätzung der Verkehrssituation
    • nicht angepasste Geschwindigkeit

    Schwere Verletzungen ergeben sich, weil häufig ein Aufprall gegen einen Baum passiert. Hinzu kommt das hohe Fahrzeugalter, im Schnitt sind die Autos der jungen Autofahrer schon 9,5 Jahre alt – aufgrund der geringeren aktiven und passiven Sicherheit sind die Insassen weniger geschützt. Oft fehlt das elektronische Stabilitätsprogramm ESP und sogar Airbags.


    Empfehlungen des ADAC
      
    Durch eine Sensibilisierung der Zielgruppe und das Angebot von günstigen und zugeschnittenen Fahrerschulungen und Fahrausbildungen (Fahrsicherheitstrainings) können viele Situationen entschärft und so aktiv Unfälle vermieden werden. Die Wirksamkeit solcher Maßnahmen wurde bereits in einer Studie der Universität Regensburg eindeutig bestätigt. 

    Die gezielte Auswahl von Gebraucht-Pkw mit ESP kann einen großen Teil der Unfälle verhindern oder stark abschwächen. Weiterhin sollten Front-, Seiten- und Kopfairbags in den Fahrzeugen vorhanden sein, um die Folgen eines Unfalls so gering wie möglich zu halten. Eine Liste mit geeigneten Gebrauchtfahrzeugen für Fahranfänger haben wir zusammengestellt.

    Eine Verbesserung der Infrastrukturen mit überschaubaren Kosten kann einen wesentlichen Beitrag leisten, Alleinunfälle zu vermeiden (z.B. Seitenstreifen tragfähig gestalten, Seitenmarkierungen auch auf Nebenstraßen anbringen, strukturierte Markierungen (Rumpelstreifen) an Unfallschwerpunkten einsetzen). 

    Die Detailergebnisse aus dieser ADAC Unfallforschungsreihe können dem Fachbericht entnommen werden.


  • Die ADAC Rettungskarte
    Eine wichtige Errungenschaft der letzten Jahre ist neben der deutlich gestiegenen Insassensicherheit die ADAC Rettungskarte. Gemäß Unfallforschung kommt es bei jeder fünften Rettung zu Problemen mit eingeklemmten Personen. Auf der Rettungskarte, die hinter der Fahrersonnenblende hinterlegt wird, finden Einsatzkräfte alle Informationen, um nach einem schweren Autounfall das Fahrzeugwrack an der richtigen Stelle aufzuschneiden und die Insassen schnellstmöglich zu retten. Inzwischen bieten alle Autohersteller für ihre Modelle die Karte an. 2011 wurde die vom ADAC entwickelte Rettungskarte von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet.


  • Assistenzsysteme in Fahrzeugen

    Auch die Forderung nach einem Notbremsassistenten für Lkw ist eine Folge der Tests der Spezialisten vom ADAC: Knallt ein Lkw mit 70 km/h auf ein Stauende, haben die Pkw-Insassen vor ihm so gut wie keine Chance. In Sekundenbruchteilen werden vor dem Lkw stehende Autos zermalmt. Mit einem automatischen Notbremsassistenzsystem im Lkw würde die Überlebensrate der Menschen in den Autos deutlich steigen. 
    Weiterer Schwerpunkt von Untersuchungen in den vergangenen Jahren war das Zusammenwirken von Pkw verschiedener Masse und Größe, die bei einem Unfall aufeinandertreffen (Kompatibilität). Die Unfallforscher haben dazu ein neues Crashtestverfahren entwickelt. Es lässt bei derartigen Versuchen bessere Messungen zu. Die Experten fanden auch heraus, dass Antiblockiersysteme bei Motorrädern jährlich 160 Leben in Deutschland retten können.



Die ADAC Unfallforschung - Film


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