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- Nur beim qualifizierten Spezialisten erlaubt -

Reparaturen von Pkw- und Motorradreifen

In vielen Fällen können Pkw- und Motorradreifen mit Stichverletzungen repariert werden. Wurden eine Schraube oder ein Nagel in die Lauffläche eingefahren, sollte dieser Gegenstand nicht entfernt werden. Außerdem sollte bis zur möglichst baldigen Reparatur des Reifens der Fülldruck immer wieder geprüft und korrekt eingestellt werden, um irreparable Plattrollschäden am Reifen zu vermeiden. Die Schadensbeurteilung und die Reparatur der Reifen darf nur vom qualifizierten Fachbetrieb durchgeführt werden. Es muss dabei sichergestellt sein, dass der reparierte Reifen voll einsetzbar ist und der Spezifikation des Reifens vor der Beschädigung entspricht.
  • Wann ist eine Instandsetzung von Reifen sinnvoll?

    Grundsätzlich sind die häufigsten Reifenbeschädigungen reparierbar. Eine Instandsetzung von Reifen macht besonders dann Sinn, wenn

    • der Reifen noch nicht lange im Einsatz war und deswegen über ausreichende Restprofiltiefe verfügt

    • aus technischen Gründen der zweite Reifen der betroffenen Achse auch ersetzt werden müsste, um z. B. die Funktion eines indirekt messendes RDKS sicherzustellen

    • der Reifenschaden bereits kurz nach seiner Entstehung entdeckt wurde, der Reifen nicht lange mit zu geringem Luftdruck gefahren wurde und möglichst zeitnah repariert wird. Bei der frühzeitigen Erkennung eines Reifenschadens hilft ein RDKS

    • an dem Reifen noch keine provisorische Notreparatur (z.B. Pannenspray) vorgenommen wurde

    • ein geeigneter Ersatzreifen nicht verfügbar oder nicht zu beschaffen ist (z.B. im Ausland)

    • nur bestimmte Bereiche des Reifen betroffen sind und die Beschädigungen ein bestimmtes Ausmaß nicht überschreiten


  • Vorschriften zu Reifenreparaturen

    In der Richtlinie 6 des § 36 der StVZO sind unter den Punkten „Die Beurteilung von Reifenschäden an Luftreifen“ und „Die Instandsetzung von Luftreifen“ die Details zu Reifenreparaturen festgelegt. Seitens der Verordnung werden keine Arten Pkw- oder Motorradreifen grundsätzlich von möglichen Reparaturen ausgeschlossen. Letztendlich ist es dem jeweiligen Reifenhersteller überlassen, ob er einzelne seiner Produktgruppen von der Reparaturmöglichkeit ausschließt oder besondere Reparaturvorgaben macht. Mehrheitlich können Stichverletzungen im Laufflächenbereich mit einer Ausdehnung bis 6 mm repariert werden. Bei Motorradreifen gilt dies nur für den mittleren Bereich der Lauffläche. Für die Schadensbeurteilung und für die Reparatur muss der Reifen demontiert werden, wenn es sich nicht nur um äußerliche Schäden handelt. Die Reparatur erfolgt meist mittels Warm- oder Heißvulkanisation und dauert ca. zwei Stunden. Die Reparatur eines einfachen Nagelloches kostet ca. 20 bis 25 €.

    Die aktuell gültigen Vorschriften zu den verschiedenen Reparaturmöglichkeiten, den angemessenen Reparaturmethoden und der Wirtschaftlichkeit einer Reparatur unter Berücksichtigung des Gesamtzustandes des Reifens kennt der auf diese Tätigkeiten spezialisierte und zertifizierte Vulkaniseur.
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