Ford Kuga: Erste Bilder, Infos, Daten 

2.4.2019

Der neue Ford Kuga ist der erste Ford, der mit drei verschiedenen Hybrid-Alternativen auf den Markt kommt. Die wichtigsten Infos zur neuen Generation des Kompakt-SUV. Plus: Technische Daten, Bilder und Händlerstart

Neuer Ford Kuga 2020
90 Kilo leichter als der Vorgänger: Der neue Ford Kuga
  • Mit Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid-Antrieben 
  • Weniger Gewicht, aber deutlich mehr Platz
  • Geplanter Verkaufsstart: Frühjahr 2020

Der Kuga von Ford ist ein europäischer Verkaufsschlager. Sein Marktdebüt feierte der SUV 2008 – und seitdem hat Ford in Europa bereits mehr als eine Million Stück abgesetzt. Inzwischen zählt der Kuga zusammen mit dem Ford Fiesta und dem Ford Focus zu den drei bestverkauften Baureihen der Marke auf dem hiesigen Kontinent.

Mehr Platz dank neuer Plattform

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Ford Kuga Static von hinten
Mehr Platz dank größerer Breite und Länge: Heckansicht des Ford Kuga

Der neue Kuga ist das erste SUV-Modell von Ford, das auf der für den weltweiten Einsatz konzipierten C2-Fahrzeugarchitektur basiert – auf der auch die aktuelle Ford Focus-Generation aufbaut. Sie ermöglicht eine Gewichtseinsparung von bis zu 90 Kilogramm.

Das aktuelle Modell ist um 44 Millimeter auf knapp zwei Meter Breite und um 89 Millimeter auf gut 4,61 Meter Länger gewachsen. Der Radstand wuchs um 20 Millimeter – und das wirkt sich auch auf das Interieur positiv aus: Die hinten Sitzenden profitieren von 20 Millimeter mehr Schulterfreiheit und 36 Millimeter im Beckenbereich. Und obwohl die Gesamthöhe des neuen Kuga 20 Millimeter flacher ausfällt, dürfen sich die vorne Mitfahrenden um 13 Millimeter mehr Kopffreiheit freuen, die hinten Sitzenden sogar um 35.

Vom längeren Radstand profitiert ebenfalls das Design des neuen Kuga. Mit seiner tiefer positionierten Motorhaube, der flacher geneigten Windschutzscheibe und der niedrigeren Dachlinie wirkt er dynamischer als früher und trotzdem recht leichtfüßig. 

Drei verschiedene Hybrid-Antriebe

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Neuer Ford Kuga 2020
Eines von drei elektrifizierten Modellen: Ford Kuga Plug-in-Hybrid

Ford Europa hat angekündigt, dass – beginnend mit dem Focus – jede Pkw- und Nutzfahrzeug-Modellreihe künftig um mindestens eine elektrifizierte Variante erweitert wird oder auch ganz neue Baureihen mit elektrifizierten Antrieben auf den Markt kommen. 

Der neue Kuga gehört zur ersten Ford-Baureihe, die gleich in drei verschiedenen Hybrid-Optionen lieferbar ist: als Plug-in-Hybrid-Version, als Mild-Hybrid-Modell und als Voll-Hybrid-Alternative.

Den Anfang macht bereits zur Markteinführung der Kuga mit Plug-in-Hybrid-Technologie. Sein System umfasst einen 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner sowie einen elektrischen Generatormotor und eine Lithium-Ionen-Batterie mit 14,4 Kilowattstunden (kWh) Ladekapazität. Gemeinsam entwickeln sie eine Systemleistung von 225 PS (166 kW). Rein elektrisch kann der Kuga Plug-in-Hybrid rund 50 Kilometer zurücklegen. Ford rechnet mit einem Kraftstoffverbrauch von 1,2 Liter/100 km und CO2-Emissionen von 29 g/km.

Die Mild-Hybrid-Version des Kuga nutzt mit einem 48-Volt-System das Zusammenspiel des 150 PS (110 kW) starken EcoBlue-Hybrid-Turbodiesels mit einem integrierten  Starter-Generator. Und der Ford Kuga Hybrid mit Front- oder Allradantrieb wird Ende 2020 das Angebot an elektrifizierten Antrieben für diese Baureihe abrunden. Er setzt auf einen selbstladenden Voll-Hybrid-Antrieb mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,6 l/100 km.

    

Neue EcoBoost-Benziner und EcoBlue-Diesel

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Ford Kuga Static von schräg vorne
Unter der Motorhaube werkeln nur noch Motoren, die Euro 6d-TEMP erfüllen

Außer den drei Hybrid-Versionen wird der Kuga auch mit Ford EcoBoost-Benzinern und mit Ford EcoBlue-Turbodieselmotoren lieferbar sein. Sie erfüllen durchgängig die Abgasnorm Euro 6d-TEMP und sind ab Werk an ein automatisches Start-Stopp-System gekoppelt. Außer dem sportlichen 6-Gang-Schaltgetriebe steht auch eine 8-Gang-Automatik zur Wahl, die das Fahren nochmals entspannter gestaltet.

Die Ford EcoBlue-Diesel treten mit vier Zylindern, 1,5 oder 2,0 Liter Hubraum und einer Leistung von 120 PS (88 kW) oder 190 PS (140 kW) an. Der EcoBoost-Turbobenziner mit 1,5 Liter Hubraum leistet wahlweise 120 PS (88 kW)) oder 150 PS (110 PS) – mit intelligenter Zylinder-Steuerung: Im Teillastbetrieb, wenn das volle Drehmoment nicht abgerufen wird, legt die Elektronik einen Zylinder still.

Erstmals an Bord des Ford Kuga ist der selektive Fahrmodus-Schalter. Mit ihm kann der man unter anderem das Ansprechverhalten des Gaspedals, der Servolenkung und der Traktionskontrolle sowie – bei den Modellen mit Automatikgetriebe – die Schaltstrategie den eigenen Wünschen und der Fahrsituation anpassen.

Eine Nummer kleiner: Ford EcoSport im ADAC Test

Der kleine Bruder des Ford Kuga hört auf den Namen EcoSport. Mit 4,10 Metern Länge ist er deutlich kompakter geraten – bei der Parkplatzsuche in der Stadt durchaus von Vorteil. Den EcoSport gibt es auch mit Allradantrieb.

Der Ford EcoSport im ADAC Test

Volle Konnektivität im Ford Kuga

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Cockpit vom Ford Kuga Static
Kuga-Cockpit: True-Colour-Display ist Serie, Head-up-Display kostet Aufpreis

in puncto Konnektivität setzt der neue Kuga Maßstäbe mit dem modernen FordPass Connect-Modem, das nun auch Einzug in diese Baureihe hält. Das Modem verwandelt das Fahrzeug in einen mobilen WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte gleichzeitig. Mit Echtzeit-Verkehrsdaten ("Live Traffic") erleichtert es die Routenplanung.

Optisches Highlight im Innenraum ist das optionale 12,3 Zoll große "True Color"-Display. Erstmals setzt es auf die sogenannte "Freiform"-Technologie, die das typische Rechteckformat verlässt und so eine besonders harmonische Integration in das Interieur-Design ermöglicht.

Als erstes SUV-Modell von Ford in Europa kann der neue Kuga auf Wunsch auch mit einem Head-up-Display (HuD) bestellt werden. Es projiziert wichtige Informationen auf ein transparentes Kunststoff-Rechteck direkt ins Sichtfeld des Fahrers. Das Bündel an optional verfügbaren Fahrer-Assistenzsystemen wird jetzt unter dem Namen "Ford Co-Pilot360" angeboten.

Die Markteinführung der neuen Kuga-Generation mit den Ford-üblichen Ausstattungsvarianten ST-Line, Titanium und Vignale ist für das Frühjahr 2020 geplant. Ford geht davon aus, dass 40 Prozent der europäischen Kuga-Verkäufe im Jahre 2020 auf die elektrifizierten Versionen entfallen werden. Und für das Unternehmen wäre eine erfolgreiche Elektrifizierung tatsächlich eine komplette Neuausrichtung. Anfang 2020 geht mit dem neuen Puma noch ein weiterer SUV von Ford an den Start.

 

Text: Thomas Kroher. Fotos: Ford AG.

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