Heuschnupfen im Auto: Das hilft bei Allergie

Junge Frau sitzt im Auto und niest.
Hatschi-Hochsaison: Allergien sind nicht nur beim Autofahren unangenehm ∙ © Shutterstock/Estrada Anton

Ob Frühblüher oder Gräser: Wer auf Pollen allergisch reagiert, kämpft mit Niesanfällen, triefender Nase und tränenden Augen. Was man beim Autofahren mit Heuschnupfen beachten sollte.

  • Niesattacken verringern die Aufmerksamkeit

  • Medikamente mindern das Reaktionsvermögen

  • Diese Tipps helfen bei Heuschnupfen-Alarm

Heuschnupfen: Wer niest, fährt im totalen Blindflug

Wer sich mit einer Pollenallergie ans Steuer setzt, kann dadurch seine Aufmerksamkeit und damit auch die Sicherheit im Straßenverkehr herabsetzen. So können etwa körperliche Auswirkungen wie Niesattacken zum Verreißen des Steuers führen.

Wer beim "Hatschi" nur eine Sekunde lang die Augen schließt, fährt bei Tempo 50 schon 14 Meter im totalen Blindflug. Bei schnellerem Tempo auf der Autobahn verlängert sich die Strecke. Auch wer nach Taschentüchern im Handschuhfach oder in der Handtasche kramt, ist für einen Augenblick abgelenkt.

Allergie: Medikamente können Reaktion verzögern

Darüber hinaus nehmen viele Betroffene Medikamente ein, um die Symptome zu lindern. Darunter können manche allerdings Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder ein eingeschränktes Reaktionsvermögen verursachen und somit die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Daher ist die Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker ratsam, um nicht nur die eigene Sicherheit und Gesundheit, sondern die aller Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Medikamente im Straßenverkehr: Das sollten Sie wissen

Klimaanlage: Pollenfilter regelmäßig wechseln

Allergiker lassen die Klimaanlage am besten eingeschaltet und die Fenster möglichst geschlossen. Pollenfilter sind heute Standard, teilweise lassen sich Allergen-Filter einbauen. Der ADAC rät, diese Filter regelmäßig gemäß Herstellervorschrift austauschen zu lassen. Wer unter einer Allergie leidet, sollte den Filter doppelt so häufig auswechseln wie es in der Betriebsanleitung als Standardintervall angegeben ist – das heißt für viele Automodelle: halbjährlich.

Ein sauberer Filter kann mehr Pollen aufnehmen und die Insassen des Fahrzeugs besser schützen. Ein voller Filter dagegen kann ganze Ladungen an Allergenen in den Innenraum strömen lassen.

Fenster geschlossen, Taschentücher griffbereit halten

Um die Augen nicht zusätzlich durch blendende Sonneneinstrahlung zu belasten, kann eine Sonnenbrille schützen. Zusätzlich sollten Jacken oder Mäntel im Kofferraum verstaut werden, damit sich die anhaftenden Pollen nicht auf der Rücksitzbank verteilen. Taschentücher liegen am besten griffbereit. Ansonsten empfiehlt es sich, Fenster und gegebenenfalls Schiebedach geschlossen zu halten und nicht unter Bäumen zu parken, wo es besonders viele Pollen schneit. Auch sollte der Innenraum des Autos regelmäßig gesaugt und gewischt werden.

Hier informiert der Deutsche Wetterdienst über den aktuellen Pollenflug*.

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalte der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.

Katja Fastrich
Redakteurin
Kontakt

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?