Motorrad-HU: Alle Infos zu Vorbereitung, Fristen und Kosten

TÜV-Termin wird im Kalender eingetragen
Alle zwei Jahre steht für Motorräder und Motorroller die Hauptuntersuchung an© stock.adobe.com/ghazii

Gut jedes zehnte Motorrad fällt bei der Hauptuntersuchung durch. Wer sein Fahrzeug vorher selbst checkt und die Anforderungen der Prüfdienste beachtet, kann Zeit und Geld sparen.

  • Fristen beachten, Kosten vergleichen

  • TÜV überziehen kann teuer werden

  • Mit Checkliste auf HU vorbereiten

Ist Ihr Motorrad noch verkehrssicher, in einem vorschriftsmäßigen Zustand und umweltverträglich unterwegs? Im Detail zeigt das meist erst eine Hauptuntersuchung (HU) inklusive Abgasuntersuchung bei einer der anerkannten Prüforganisationen. Doch einige Punkte können Sie vor dem Besuch bei TÜV, Dekra, GTÜ oder KÜS selbst überprüfen.

Diese Termine gelten für Halter

Wann der nächste Termin für die HU ansteht, erfahren Sie beim Blick in die Fahrzeugpapiere oder auf die Prüfplakette am Kennzeichen – das Jahr steht in der Mitte, der Monat oben. Bei Motorrädern ist dieser Check alle zwei Jahre Pflicht. Es kommt regelmäßig vor, dass die Fachleute der Prüfstelle etwas beanstanden. Wer aus diesem Grund zunächst keine Plakette erhält, hat danach einen Monat Zeit, die festgestellten Mängel zu beseitigen.

Wenn das Bike nicht innerhalb dieser Frist mit dem Prüfbericht bei der Nachuntersuchung gewesen ist, muss es erneut die komplette Hauptuntersuchung absolvieren und Sie müssen noch einmal die vollen Kosten dafür zahlen.

So hoch sind Gebühren und Strafen

Die Kosten für die Hauptuntersuchung eines Motorrads inklusive Abgasuntersuchung liegen je nach Prüfstelle und Bundesland zwischen 65 und 75 Euro. Ein Vergleich lohnt sich also. Wer noch einmal zum TÜV-Termin muss, um die Plakette im zweiten Anlauf abzuholen, sollte je nach Anbieter und Ort weitere 13 bis 30 Euro für die Nachuntersuchung einkalkulieren.

Wer mit abgelaufenem TÜV auf der Straße unterwegs ist, muss damit rechnen, dass es teurer wird: Ist die HU mehr als zwei Monate überfällig, darf die Prüforganisation rund 20 Prozent mehr für einen vertieften Check verlangen, und die Polizei kann bei einer Verkehrskontrolle ein Verwarngeld von 15 Euro verhängen. Beim Überziehen um mehr als vier Monate drohen 25 Euro und ab acht Monaten ohne gültige Plakette sieht der Bußgeldkatalog für Motoradfahrende sogar 60 Euro und einen Punkt in Flensburg vor.

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Das sind häufige Motorrad-Mängel

Ein junger Mann prüft ein Motorrad
Bevor ein Prüfer ein Auge auf die Maschine wirft, sollten Halter selbst genau hinschauen© istock.com/Ivan-balvan

Bei Motorrädern achten die Prüfprofis von TÜV und Co. neben verschleißbedingten Mängeln auf solche, die durch Unwissenheit bei der Wartung und bei Umbauten entstanden sind. Am häufigsten treten Mängel an der Beleuchtung, am Fahrgestell und Rahmen oder an Achsen, Rädern und Reifen auf. In vielen Fällen werden defekte Glühlampen, nicht zugelassene Leuchten, falsche oder abgefahrene Reifen und ausgeschlagene Lager an Gabel, Schwinge oder Rädern beanstandet.

Fehlfunktionen an Scheinwerfern und Kontrolllämpchen sowie nicht intakte Leuchtengehäuse oder erblindete Reflektoren sollte nicht erst ein Prüfingenieur feststellen. Auch darüber hinaus kann es für Motorradfahrende vor dem HU-Termin sinnvoll sein, genau hinzuschauen. Manche Mängel sind mit bloßem Auge erkennbar und lassen sich in einer Fachwerkstatt einfach beheben.

Checkliste zur Vorbereitung der HU

Hierauf schauen Prüforganisation wie TÜV und GTÜ nach eigenen Angaben bei Motorrädern: