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125er-Motorräder: Die große Marktübersicht

Kawasaki Z 125
Viel Fahrspaß für wenig Geld: Kawasaki Z 125 ∙ © Kawasaki

Autofahrer können jetzt für kleines Geld den vereinfachten Führerschein Klasse B196 für Leichtkrafträder machen. Doch welche Modelle eignen sich für die Neu-Biker? Hier finden Sie die beliebtesten Motorräder mit 125 cm³ Hubraum

  • Fahrerlaubnis für Krafträder der Klasse A1 vereinfacht

  • Moderne 125er sind so sicher wie "große Motorräder"

  • Die Preise liegen zwischen 3700 und 5000 Euro

Um ein 125er-Bike mit dem Autoführerschein zu fahren, bedarf es nur noch einer Fahrerschulung. Die sonst vorgeschriebene vollständige Ausbildung muss für diese Fahrerlaubnis nicht mehr durchlaufen werden. Auf die theoretische und praktische Fahrprüfung wird ebenfalls verzichtet. Voraussetzung ist lediglich, dass die Autofahrer zum Zeitpunkt der Schulung älter als 25 Jahre sind und seit über fünf Jahren den Pkw-Führerschein Klasse B besitzen.

Dass moderne 125er-Motorräder keine Knatterkisten für Halbstarke mehr sind, zeigen die derzeit in Deutschland erhältlichen Vertreter der Achtelliter-Klasse. Im Focus stehen starke und gefragte Bikes, die den nicht gedrosselten Motorrädern in vielen Punkten sehr nahekommen und gehobenen Fahrspaß für überschaubares Geld bieten.

In Hinblick auf Abgasnormen und Sicherheitstechnik sind die Auflagen für 125er nicht ganz so streng wie für die "großen" Motorräder. Teilweise sind sie dennoch schnell unterwegs und dank aufwendig gestrickter Fahrwerke auch bestens für den flotten Kurvenstrich gerüstet. Wer ambitioniert unterwegs sein will, sollte deshalb ein Modell mit ABS wählen, denn besonders Fahranfängern bereiten Notbremsungen auf zwei Rädern oft Probleme.

Aprilia RS 125, Kawasaki Ninja 125

Die in Deutschland besonders gefragten Modelle in Supersportler-Aufmachung werden durch die Bank mit ABS angeboten. Zudem gehen sie durchweg ans Leistungslimit von 11 kW/15 PS. Wie die rund 4300 Euro teure RS 125 von Aprilia, die mit Aluminium-Brückenrahmen, Upside-down-Gabel, großzügig dimensionierten Bremsen, Vorderrad-ABS und 144 Kilogramm besonders als Replika richtiges Rennsport-Feeling vermittelt. Immerhin: 120 km/h Höchstgeschwindigkeit sind drin.

Preislich auf gleichem Niveau bewegt sich Kawasakis Ninja 125, die mit mächtigem Endschalldämpfer, großem Ninja-Schriftzug und Wave-Scheibenbremsen einen aggressiven Eindruck hinterlässt, obgleich sie mit 114 km/h etwas hinterherfährt.

KTM RC 125, Suzuki GSX-R 125

Ähnlich gestrickt wie Ninja und RS ist die KTM RC 125 mit Gitterrohrrahmen, 120 km/h Top Speed und dickem 150er-Reifen an der Hinterhand. Mit 134 Kilogramm am leichtesten und mit 2,3 Liter Verbrauch vergleichsweise sparsam ist die Suzuki GSX-R 125, die mit 112 km/h allerdings nicht ganz mit den anderen Achtelliter-Athleten mithalten kann. Als Besonderheiten bietet sie Wave-Bremsscheiben und ein digitales Cockpit, was interessierten Käufern rund 4700 Euro Wert sein muss.

Yamaha YZF-R 125, Aprilia SX 125


Mit knapp 5000 Euro markiert die Yamaha YZF-R 125 das obere Limit in der Leichtkraftrad-Klasse. Sie legt mit Anti-Hopping-Kupplung, variabler Ventilsteuerung, LED-Doppelscheinwerfer, LED-Multifunktionsdisplay und ABS die Messlatte in Sachen Technik besonders hoch. Zu den gefragtesten Vertretern der 125er-Szene gehören nicht nur Supersportler, alternativ finden sich auf den vorderen Plätzen der Zulassungsstatistiken auch Typen im Naked-Bike-, Supermoto-, Enduro- oder Streetfighter-Stil. Federführend sind hier ebenfalls bekanntere Markennamen wie etwa Aprilia mit der SX 125, die Enduro-Optik mit glatter Straßenbereifung und maximaler Leistung vereint.

Zudem bietet sie ein digitales Cockpit und ABS. Trotz 11 kW/15 PS ist nur eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h drin. Im Gegenzug genießt man auf der SX lange Federwege und eine hohe Sitzposition. Mit 3700 Euro fällt zudem der Preis erfreulich niedrig aus.

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KTM 125 Duke , Yamaha MT 125

Über 1100 Euro mehr werden für die deutlich aggressiver gezeichnete KTM 125 Duke aufgerufen, die mit ihrer unverkleideten Supersportler-Optik und Supermoto-Anmutung schon seit vielen Jahren ganz vorne in der Gunst der 125er-Käufer liegt. Zur Ausstattung des Bestsellers gehören ein großes Farbdisplay-Cockpit, elektronische Kraftstoffeinspritzung, LED-Scheinwerfer und Anti-Blockier-Bremsen. Preislich auf gleichem Niveau bewegt sich die Yamaha MT-125, die technisch eng verwandt und damit ähnlich richtungsweisend wie das Schwestermodell YZF-R 125 ausgestattet ist.

Kawasaki Z 125

Ebenfalls ein im Kern identisches Naked-Pendant bietet Kawasaki mit der Z 125, die sich dank markanter Scheinwerfermaske durch eine Streetfighter-Anmutung hervortut. 4000 Euro muss man für die 11 kW/15 PS starke Kawa hinblättern.

Honda CB125R

Neo-Sports- und Café-Racer-Stil vermischen sich bei Hondas CB125R, die technisch ebenfalls weit vorne mitfährt. Sie bietet einen wassergekühlten Einzylinder mit Benzineinspritzung, der mit 9,8 kW/13,3 PS und 101 km/h zwar nicht ans längsdynamische Limit führt, mit 2,1 Liter auf 100 Kilometer aber besonders genügsam ist. Zudem bietet die Honda eine bemerkenswerte Technikausstattung mit Wave-ABS-Bremsen und LED-Leuchten vorne wie hinten, Upside-down-Vordergabel und LCD-Display. Darüber hinaus gibt es modernes Styling mit einem unterm Motor verlaufenden Stummel-Endschalldämpfer.

Im Video: Tipps der ADAC Juristen zum Thema

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC/PR

Honda MSX 125

Vor allem auf Fahrspaß in der City ist die Honda MSX 125 ausgelegt, die mit ihren kleinen Rädern in moderner Aufmachung dem Kult Bike Honda Monkey nacheifert. Zum Fahrspaß-Anspruch passen auch Upside-down-Gabel und ABS, weshalb die nur 7,2 kW/9,8 PS starke MSX auch rund 3700 Euro kostet. Sie ist aufgrund ihrer kompakten Abmessungen und knapp 100 Kilogramm Gewicht unter anderem bei Wohnmobilnutzern gefragt.

Honda CB125F

Noch zu teuer? Honda bietet mit der CB125F alternativ noch ein in Deutschland gefragtes Basismodell mit knapp über 10 PS und CBS-Bremssystem an. Optisch und technisch kommt sie brav daher, weshalb sie sich eher als einfaches Alltags-Bike für den Weg zur Arbeit empfiehlt. Wer ein vor allem gutes und zugleich günstiges Einstiegsmodell sucht, ist mit der F gut bedient. Das über jeden Zweifel erhabene ABS kann die CBS-Bremsanlage der F allerdings nicht ersetzen.

Text: Mario Hommen / SP-X