Yamaha MT-125: Naked Bike für Einsteiger

Die Yamaha MT-125 ist das kleinste Modell der MT-Baureihe
Die Yamaha MT-125 ist das kleinste Modell der MT-Baureihe© Yamaha

Die Yamaha MT-125 ist ein Einsteiger-Bike in der auch bei Autoführerschein-Inhabern beliebten Leichtkraftrad-Klasse. Das Naked Bike hat einen Hightech-Motor und eine erwachsene Optik. Infos, Daten, Preis.

  • Geeignet für A2-Führerschein

  • Stimmiges Gesamtkonzept, gutes Handling

  • Ab Mai 2023 neues TFT-Display und Antischlupfkontrolle

Seit ihrer Einführung ist die MT-Reihe von Yamaha eine Erfolgsgeschichte. Das Modellkürzel MT steht für "Master of Torque", was so viel wie Drehmoment-Meister bedeutet. Waren die ersten MT-Modelle äußerlich noch brav gezeichnet, wurde ab der Lancierung der MT-10 im Jahr 2016 der optische Auftritt zunehmend aggressiver und düsterer.

Markantes, aggressives Design

Die Yamaha MT-125 schaut aus zwei schmalen LED-Scheinwerfern auf die Straße © Yamaha

Mittlerweile wirkt die Front der MT-Modellfamilie, als hätten die Maschinen wütend zugekniffene Augen. Auch das kleinste MT-Modell, die MT-125, schaut aus schmalen LED-Leuchten auf die Straße. Neben dem erwachseneren, an den größeren MT-Modellen angelehnten Design gab es zahlreiche Änderungen bei Technik, Ausstattung und Ergonomie. Tatsächlich ist die 2020 auf den Markt gekommene Yamaha MT-125 ein runderneuertes Motorrad: Der aktuelle 125-Kubik-Einzylinder wartet mit einer variablen Ventilsteuerung auf, einem stählernen Deltabox-Rahmen, Aluminium-Zweiarmschwinge, breiten Hinterreifen und starken Bremsen. Und im Modelljahr 2023 kommen ein farbiges TFT-Display und eine Antischlupfkontrolle dazu.

Die anvisierte Käufer-Zielgruppe, leistungsorientierte junge Fahrer ab 16 Jahren und Auto-Führerscheininhaber, die jetzt 125er fahren können, dürfte vor allem der leistungsfähige Motor ansprechen: Das VVA-System (Variable Valve Actuation) steigert besonders im wichtigen mittleren Drehzahlbereich bis 7400 Touren die Leistung.

Offizieller Slogan: The dark Side of Japan

Der kleinere Tank der Yamaha MT-125 sorgt für eine aufrechtere Sitzhaltung © Yamaha

Die Leistungssteigerung wird erreicht durch zwei Einlassnocken, die mit jeweils einem eigenen Kipphebel gekoppelt sind. Das Profil und die Steuerung des für die unteren Drehzahlen zuständigen Nockens garantiert ein breites, geschmeidiges Drehmomentband. Der obere, schärfer profilierte und gesteuerte ist für den Bereich von 7400 bis 10.000 U/min zuständig und sorgt dort für beste Brennraumfüllung sowie besonders gute und schnelle Verbrennung.

Das Triebwerk leistet 11 kW/15 PS und erfüllt die Euro5-Norm. Zwischen dem Motor und dem Sechsganggetriebe ist eine neu entwickelte Antihopping-Kupplung installiert. Sie soll sich besonders leicht bedienen lassen.

Der Deltabox-Rahmen weist einen drei Zentimeter kürzeren Radstand von nunmehr 1,325 Metern auf. Zusammen mit der Aluminiumschwinge und der überarbeiteten Lenkgeometrie wird der Massenschwerpunkt des Motorrads weiter zentralisiert, was ein agileres Fahrverhalten zur Folge haben soll.

Die Schwinge mit 14 Zentimeter breitem Hinterrad wird durch eine sehr füllig dimensionierte 4,1-Zentimeter-USD-Gabel mit 13 Zentimetern Federweg ergänzt, in deren Aluguss-Vorderrad eine 29,2-Zentimeter-Scheibenbremse mitsamt eines neuen Radial-Bremssattels für die Verzögerung zuständig ist.

Neu 2023: TFT-Display mit Konnektivität

Wertig: Das neue fünf Zoll große, vollfarbige TFT im Cockpit © Yamaha

Auch bei der Ergonomie der MT-125 tut sich einiges: Der etwas kleinere, nun zehn Liter fassende Kraftstofftank trägt zu einer aufrechteren Sitzposition bei, dazu sind die Fußrasten weiter nach vorne gerückt, und der Lenker wird in einer höheren Position montiert. Die Sitzposition ist laut Yamaha dadurch komfortabler und fahraktiver. Das bisherige LCD-Cockpit wird ab Frühjahr 2023 durch ein von der MT-07 stammendes TFT-Farbdisplay ersetzt. Es bietet nicht nur zwei Layouts, die in Abhängigkeit von den beiden Fahrmodi „Street“ und „Tour“ geschaltet sind, sondern auch eine Konnektivitäts-Möglichkeit. Voraussetzung dafür ist die Installation der „Yamaha MyRide“-App auf dem Smartphone.

Yamaha MT-125: Technische Daten

Text: Ulf Böhringer/SP-X

Motorrad & Roller: Neuheiten, Tests, Fahrberichte