Ducati Scrambler 2022: Neue 1100 Tribute Pro und Urban Motard

Neues Scrambler-Modell für die Stadt: Die Ducati Scrambler Urban Motard
Neues Scrambler-Modell für die Stadt: Die Ducati Scrambler Urban Motard© Ducati

Bis 2020 war die 1100 das Maß der Dinge bei Ducatis Scramblern. 2021 kamen als Nachfolger die 1100 Pro und Sport Pro. Aktuell ergänzen die 1100 Tribute Pro und die brandneue Scrambler Urban Motard die Modellpalette. Infos, Bilder, Preise.

  • Neu in 2022: Scrambler 1100 Tribute Pro und Urban Motard

  • Weiter erhältlich: Scrambler 1100 Pro, Sport Pro und Dark Pro

  • Top-Motor: V2-L-Twin mit 1079 cm³ und 63 kW/86 PS

Ducati stellt mit der Scrambler 1100 Tribute Pro und der Scrambler Urban Motard zwei neue Modelle der erfolgreichen Scrambler-Familie für die Saison 2022 vor.

Ducati Scrambler 1100 Tribute Pro

Farbe und Schriftzug der "Scrambler 1100 Tribute Pro" erinnern an die 70er-Jahre © Ducati

Die Elfhunderter wird vom luftgekühlten V2 mit 1079 Kubikzentimetern Hubraum und 63 kW/86 PS angetrieben und orientiert sich stilistisch an den 1970er-Jahren. Der Hersteller sieht die Tribute Pro als Hommage an den luftgekühlten Zweizylinder und feiert damit dessen 50-jähriges Jubiläum bei Ducati. Die spezielle Lackierung "Giallo Ocra" mit dem einst von Giugiaro entworfenen Logo auf dem Tank sowie die schwarzen Speichenräder zeichnen dieses Modell aus.

Technisch entspricht es den anderen Modellen der Scrambler 1100 Pro-Familie: Es gibt drei Riding-Modes, die mit der Traktionskontrolle kombiniert sind. Die Scrambler 1100 Tribute Pro ist für 14.090 Euro bei den Händlern verfügbar.

Ducati Scrambler Urban Motard

Die Scrambler Urban Motard ist mit dem "kleinen" Twin ausgerüstet © Ducati

Ebenfalls neu ist die Scrambler Urban Motard. Wie die Modellbezeichnung bereits anklingen lässt, ist sie weniger für große Reisen als vielmehr für das städtische Umfeld konzipiert worden. Stil, Sportlichkeit und Fahrspaß sieht man bei Ducati im Vordergrund. In diesem Zusammenhang spricht der Hersteller von "energiegeladenen Grafiken", welche die Farben Stark White Silk und Ducati GP 19 Red kombinieren.

In der Urban Motard arbeitet der 803 Kubikzentimeter große "kleine" Twin mit einer Leistung von 53,7 kW/73 PS. Beim Drehmoment (66,2 Nm zu 90,5 Nm) ist der Abstand zum Elfhunderter-Motor wesentlich größer. Die Urban Motard rollt auf 17 Zoll Speichenrädern und trägt einen hohen vorderen Kotflügel. Die seitlichen Nummerntafeln greifen den Supermoto-Stil auf. Der Preis der Neuen: 11.590 Euro.

Ducati Scrambler 1100 Dark Pro und Sport Pro

Zwei Modelle der Scrambler-Familie: 1100 Dark Pro und 1100 Sport Pro © Ducati

Weiter erhältlich sind in der Scrambler-Familie die beiden 1100er-Varianten Dark Pro (12.990 Euro) und Sport Pro (15.990 Euro). Im Vergleich zu den davor verfügbaren 1100er-Scramblern zeichnen sich die Pro-Versionen durch einen hochgelegten, doppelläufigen Endschalldämpfer sowie ein Stummelheck mit geänderter Sitzbank aus. Dafür wird das Nummernschild bei den Pros nicht mehr vom Heckbürzel, sondern von einem an der Hinterradachse montierten Ausleger getragen.

Die Sport Pro bietet als Besonderheiten ein Öhlins-Fahrwerk, Brembo-Bremsen mit radial montierten Vierkolben-Monoblock-Bremssätteln sowie einen tieferen Lenker mit Rückspiegeln im Café-Racer-Stil. Auch die Pro-Varianten werden von einem 63 kW/86 PS starken Euro-5-V2 angetrieben und bringen fahrfertig knapp über 200 Kilogramm auf die Waage.

Schräglagen-ABS und Connectivity

Alle Scrambler sind mit einem schräglagenfähigen ABS ausgerüstet. Sie sind für das Ducati Multimedia-System vorbereitet, so dass ein Smartphone über Bluetooth mit dem Motorrad verbunden werden kann, ein USB–Anschluss unter der Sitzbank gehört zur Serienausstattung.

Nur noch gebraucht zu haben: Ducati Scrambler 1100

Die "große" Scrambler 1100 ging 2018 als klassisches Retrobike an den Start und musste es mit Großkalibern wie BMW R nineT (109 PS) oder Triumph Thruxton R (97 PS) aufnehmen. Die von uns damals getestete 1100 Special zeichnete sich aus durch schwarze Speichenräder, Chrom-Auspuff, Aluminium-Schutzbleche, gebürstete Schwingen, goldene Gabelrohre, einen etwas niedrigeren Lenker und eine braune Sitzbank, die mit ihren Dimensionen und angenehmer Härte guten Komfort sowohl auf Kurzstrecke als auch bei stundenlangem Cruisen bot.

Bildergalerie: Ducati Scrambler 1100 (2018)

Das Urteil der Testfahrt von 2018: "So erwachsen und muskulös, wie die 1100 aussieht, so fühlt sie sich insgesamt an. Der 1,1-Liter-V2 meldet sich sofort kräftig zum Dienst. Druckvoll genug und doch angenehm weich geht der Motor stets zu Werke. Dank Elektronik (Kurven-ABS, Traktionskontrolle) kommt die Kraft jederzeit berechenbar auf die Straße. Das Zusammenspiel mit dem klaglos agierenden Getriebe funktioniert vorbildlich.

Die Standardeinstellung des Fahrwerks fühlt sich zumindest für leichtere Menschen sehr straff an: Kurze Wellen in Kurven sind da ziemlich unangenehm. Doch die Upside-Down-Gabel ist voll, das hintere Federbein in Vorspannung und Zugstufen-Dämpfung einstellbar. Die Brembo-Bremsen der Ducati packen beherzt zu. Und der breite Lenker: Er fühlt sich an wie ein Präzisionswerkzeug, mit dem man Feinarbeit leisten kann."

Technische Daten Ducati Scrambler 1100 Tribute Pro / Urban Motard

Herstellerangaben

Urban Motard

1100 Tribute Pro

Motor/Getriebe

Luftgekühlter Zweizylinder in L-Form, 2 Ventile pro Zylinder, Leistung 53 kW/73 PS bei 8250 U/min, max. Drehmoment 66,2 Nm bei 5750 U/min, Sechsganggetriebe, Kette

Luftgekühlter Viertakt-V2-Motor im 90 Grad-Winkel, Leistung 63 kW/86 PS bei 7500 U/min, max. Drehmoment 88 Nm bei 4750 U/min, Sechsganggetriebe, Kette

Fahrwerk

Stahl-Gitterrohrrahmen, vorn voll einstellbare Upside-Down-Telegabel von Kayaba mit 41 mm Tauchrohrdurchmesser, hinten Kayaba-Zentralfederbein verstellbar in Vorspannung

Stahl-Gitterrohrrahmen, vorn voll einstellbare Upside-Down-Telegabel von Marzocchi mit 45 mm Tauchrohrdurchmesser, hinten Kayaba-Zentralfederbein verstellbar in Vorspannung und Zugstufendämpfung

Maße und Gewichte

Radstand 1436 mm, Tankinhalt 13,5 Liter, Gewicht fahrfertig 196 kg

Radstand 1514 mm, Tankinhalt 15 Liter, Gewicht fahrfertig 211 kg

Bremsen

Vorn Scheibenbremse 330 mm mit radial montierten Vierkolben-Bremszange, hinten eine Scheibenbremse gelocht 245 mm, Bosch Kurven-ABS, Reifen vorn 120/70 ZR17, hinten 180/55 ZR17 (Pirelli Diablo Rosso III)

Vorn Doppel-Scheibenbremse 320 mm mit radial montierten Vierkolben-Bremssätteln, hinten eine Scheibenbremse gelocht 245 mm, Bosch Kurven-ABS, Reifen vorn 120/70 ZR18, hinten 180/55 ZR17 (Pirelli MT 60 RS)

Verbrauch

Normverbrauch kombiniert: 5,2 l/100 km

Normverbrauch kombiniert: 5,2 l/100 km

Preis

11.590 Euro

14.090 Euro

Alle technischen Daten zu diesem und vielen weiteren Motorradmodellen finden Sie im ADAC Motorradkatalog.

Text: Ulf Böhringer, Mario Hommen / SP-X, Ralf Schütze (Testfahrt 2018)

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