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Suzuki Swift im ADAC Test: Kleinwagen mit Hybridantrieb

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC

Klein und knuffig war der Suzuki Swift schon immer. Doch die aktuelle Generation hat eine technische Besonderheit: Es gibt sie auch mit Hybridantrieb. Der Swift 1.0 Boosterjet im ADAC Test mit technischen Daten, Verbrauch und Preisen.

  • Basisversion für 13.790 Euro, der Hybrid kostet 19.520 Euro

  • Hybridantrieb unterstützt beim Beschleunigen, rein elektrisch fahren geht nicht

  • Verbrauchsvorteil vor allem in der Stadt. Testverbrauch: 5,6 l Super/100 km

Kleinwagen sind längst zu vollwertigen Erstfahrzeugen herangereift. Wer nicht den Platz größerer Fahrzeuge braucht, kann damit in der Regel gut leben. Der Suzuki Swift ist da ein gutes Beispiel. Er steht mittlerweile in der sechsten Generation beim Händler und bietet auf parkfreundlichen 3,84 Metern Länge alles, was man heute so braucht. Angefangen von der Klimaautomatik über Sitzheizung bis hin zum Notbremsassistenten und Abstandsregeltempomat ist – zumindest bei der getesteten Topversion Comfort+ – alles an Bord. 

Beim Design ihres Kleinen haben die Japaner eine Menge richtig gemacht. Der Swift hat durch ein paar optische Retro-Zitate eindeutig gewonnen, er sieht dank der etwas breiteren und klareren Front, der kräftigeren Schulterlinie und seiner kürzeren Überhänge erwachsener und muskulöser aus als früher.

Bei nur 3,84 Metern Länge gutes Platzangebot

Auf den vorderen Plätzen finden Personen bis gut 1,90 Meter genug Platz, die Kopffreiheit würde sogar für fast 2,10 m Körpergröße ausreichen. Die Innenbreite fällt kleinwagentypisch nicht so üppig aus. Das Raumempfinden im Swift ist aufgrund der vergleichsweise üppigen Kopffreiheit und der steilen Fensterflächen insgesamt gut, der Kofferraum fällt durchschnittlich groß aus.

Hinten geht es nicht so großzügig zu, als Kleinwagen kann sich der Swift aber sehen lassen; die Beinfrei-heit reicht für knapp 1,80 m große Menschen, wenn die Vordersitze für 1,85 m Personengröße eingestellt sind. Kopffreiheit ist auch hinten reichlich vorhanden.

Selten: Ein Mildhybrid im Kleinwagen

So weit, so normal. Das Besondere an unserem Testwagen verbirgt sich hinter der Zusatzbezeichnung Boosterjet SHVS. Mit "Boosterjet" ist der kleine Dreizylindermotor mit 1,0 Liter Hubraum gemeint, der per Turbolader auf über 100 PS kommt. "SVHS" heißt das Mild-Hybridsystem des Swift. Die beim Bremsen gewonnene Energie wird in einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert und dann beim Beschleunigen wieder abgerufen. Der Benziner wird so via Startergenerator elektrisch unterstützt und das Turboloch überbrückt. Rein elektrisch fahren kann der Swift aber nicht – Batterie und E-Antrieb sind dafür nicht ausgelegt.

Die Technik macht sich vor allem im unteren Drehzahlbereich und beim Anfahren positiv bemerkbar und spart dadurch Benzin, vor allem in der Stadt: Wo normale Benziner besonders viel verbrauchen, begnügt sich der Swift innerstädtisch mit 5,0 Litern Super auf 100 Kilometer. Überland und auf der Autobahn profitiert der Kleinwagen aber kaum vom Hybridsystem, woraus ein Gesamtverbrauch im ADAC Ecotest von 5,6 Litern Super resultiert. Akzeptabel, aber kein Wunderwert.

Mit einer Leistung von 111 PS ist der Dreizylinder aber ein munterer Geselle, der sich schaltfaul fahren lässt und den für Fahrspaß sorgt: 10,6 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h sind gute Werte für einen Kleinwagen – allerdings wird der Motor dann auch unangenehm laut. 

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Mäßig: 37,4 Meter Bremsweg

Das Fahrwerk ist im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich komfortabler abgestimmt: Unebenheiten der Straße werden prima abgefedert, Fahrbahnabsätze oder Kanten von Gullideckeln sind nur gedämpft zu spüren. Beim ADAC Ausweichtest durchfährt der Swift die Pylonengassen sicher und kontrollierbar. Leider ist die Lenkung etwas gefühllos und lässt es an Rückstellmoment mangeln. Und: Beim Bremsen von 100 km/h bis zum Stillstand benötigt der Swift 37,4 Meter – ein mäßiger Wert.

Dass Suzuki die Vordersitze gegenüber dem Vorgänger etwas tiefer montiert hat, sorgt für eine entspannt-sportliche Sitzposition, die das sichere Gefühl auch bei munteren Kurvenpassagen noch unterstützt. Alle Schalter sitzen da, wo man sie vermutet. Dazu passt gut auch die Bedienung der Menüpunkte Hören, Anrufen, Fahren und Verbinden mittels Touchscreen – wie das funktioniert, hat man schnell raus. Getrübt wird das Fahrvergnügen leider etwas durch die billig wirkenden Materialien im Cockpit. 

Für ein gutes und sicheres Gefühl sorgen die teils serienmäßigen, teils optionalen Helfer wie Fernlicht-Assistent, kamera- und radarbasierter Notbremsassistent, Spurverlassenswarner oder adaptiver Tempomat mit regelbarem Abstand zum Vordermann. Schon die mittlere Ausstattungsstufe Comfort hält Nettigkeiten wie eine Sitzheizung vorn, ein Digitalradio samt Smartphone-Anbindung, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Lenkrad-Bedienung, 16-Zoll-Alufelgen, Nebelscheinwerfer und eine Rückfahrkamera parat. 

Mit dieser Ausstattung schneidet der Suzuki Swift im Kostenkapitel sehr gut ab: Die Haftpflichtversicherung ist günstig, die Kfz-Steuer niedrig, der Wertverlust schätzungsweise moderat. Lohn ist die Note 1,4 in der Kostenbewertung.

Testfazit

Alles in allem kommt der Suzuki Swift auf eine Testnote von 2,8 im ADAC Autotest. Damit schneidet der Kleinwagen zwar nur durchschnittlich ab, ist aber insgesamt eine sehr interessante Alternative zu VW PoloFord Fiesta und Škoda Fabia. Mit Hybridantrieb gibt es aber nur einen Konkurrenten: den Toyota Yaris. 

Lesen Sie hier den ausführlichen Testbericht zum Suzuki Swift 1.0 Boosterjet SHVS und den Testbericht zur Allradversion Suzuki Swift 1.2 Dualjet Allgrip.

Testbericht zum Suzuki Swift 1.0 Boosterjet SHVS 
PDF, 769 KB
PDF ansehen
Testbericht zur Allradversion Suzuki Swift 1.2 Dualjet Allgrip
PDF, 631 KB
PDF ansehen
Technische Daten (Herstellerangaben)Suzuki Swift 1.0 Boosterjet SHVS

Motor

Dreizylinder-Turbo-Hybrid-Benziner, 998 cm³, 82 kW/111 PS, 170 Nm bei 2000 U/min

Fahrleistungen

10,6 s auf 100 km/h, 195 km/h Spitze

Verbrauch (NEFZ)

4,3 l Super/100 km, 97 g CO₂/km

Maße

L 3,84 / B 1,74 / H 1,48 m

Kofferraum

265 – 947 l

Leergewicht

950 kg

Preis

19.520 €, Baureihe ab 13.790 €

ADAC Messwerte (Auszug)

Überholvorgang 60-100 km/h

5,9 s

Bremsweg aus 100 km/h

37,4 m

Wendekreis

10,6 m

Verbrauch / CO₂-Ausstoß ADAC EcoTest

5,6 l Super/100 km , 151 g CO₂/km (well-to-wheel)

Reichweite

660 km

Innengeräusch bei 130 km/h

71,2 dB (A)

Leergewicht / Zuladung

930 / 450 kg

Kofferraumvolumen normal / geklappt / dachhoch

250 / 585 / 955 l

ADAC TestergebnisGesamtnote: 2,8

Karosserie/Kofferraum

3,2

Innenraum

3,0

Komfort

3,2

Motor/Antrieb

2,5

Fahreigenschaften

2,8

Sicherheit

2,7

Umwelt/EcoTest

2,7

Das hat uns gefallen: Lebhafter Motor mit Sparpotential besonders in der Stadt. Sicheres und komfortables Fahrwerk. Umfangreiche Komfort- und Sicherheitsausstattung.

Das hat uns nicht gefallen: Einfache Materialien im Innenraum. Lenkung mit wenig Rückstellmoment. Relativ hoher Preis.

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