Die aktuelle Zafira-Electric-Generation ist ein praktischer Kleinbus im Stil des VW Bus – und fährt sich problemlos wie ein normaler Pkw. Opel bietet ihn nur noch mit E-Antrieb an. Fahrbericht plus Bilder, technische Daten und Preise. Zafira Electric mit 4,98 und 5,33 Meter Länge Der Elektromotor leistet 136 PS. Preis: Ab 47.550 Euro Auf gleicher Basis auch als Kastenwagen Vivaro zu haben Die aktuelle Generation des Opel Zafira ist kein Kompakt-Van mehr. Die 2024 kräftig überarbeitete vierte Auflage des Familienautos tritt als ausgewachsener Kleinbus für bis zu neun Passagiere auf – und macht somit dem teureren VW Bulli Konkurrenz. Inzwischen gibt es den Zafira nur noch mit dem Beinamen Electric, also mit Elektroantrieb. Seit 2024 gibt es zudem das aktuelle Opel-Markengesicht und etwas mehr Reichweite. Der Opel Zafira Electric ist ein Kleinbus Als der erste Zafira 1999 auf die Straße rollte, war der variable und praktische Rüsselsheimer sofort der Maßstab für geräumige, aber kompakte Familien-Vans. Weil jedoch auch bei Opel längst die modischeren SUVs den klassischen Vans den Rang abgelaufen haben und die entsprechenden Planstellen im Modellprogramm besetzen, war kein Platz mehr für einen direkten Nachfolger des Zafira. Das Van-Konzept ist also gestorben, der traditionsreiche Name jedoch lebt weiter. Im Innenraum des Zafira ist Platz für neun Sitze So ist der Zafira Electric das Schwestermodell des Familientransporter-Trios Peugeot Traveller, Citroën e-Spacetourer und Toyota Pro Ace Verso. 2022 ist auch noch der Fiat-Ableger Ulysse dazugekommen. Es gibt ihn in zwei Längen zwischen 4,98 und 5,33 Metern und Platz für bis zu neun Insassen plus Gepäck. Als besonders angenehm erweist sich, dass alle Versionen maximal 1,94 Meter hoch sind und damit problemlos in normale Tiefgaragen passen – wichtig für jeden Nutzer, der sein Auto überall uneingeschränkt parken will. Die Langversion mit dem Zusatz XL schluckt bis zu 4900 Liter Gepäck und verkraftet rund eine Tonne Zuladung. Wird die Beifahrerlehne umgeklappt, können auch sperrige Gegenstände bis 3,50 Meter Länge gut verstaut werden. Die maximale Anhängelast beträgt bei allen Versionen 1000 Kilogramm. Doch auch die Normalversion bietet reichlich Platz. Hinter der zweiten Sitzreihe lassen sich bis zur Fensterunterkante 1225 Liter verstauen. Baut man die Abdeckung aus, finden bis unter das Dach sogar 2355 Liter oder 49 Getränkekisten Platz. Nutzt man den gesamten Stauraum bei ausgebauter zweiter und dritter Sitzreihe, lassen sich laut Opel bis zu 4200 Liter unterbringen. Der Zafira Electric ist in den Ausstattungsvarianten Edition und GS und mit reichlich Individualisierungsmöglichkeiten zu haben. So finden sich auf der Optionsliste unter anderem vier unabhängige, einander gegenüberliegende Vis-à-vis-Sitze (Aufpreis 1000 Euro), die den Zafira Electric zum VIP-Shuttle machen. Den Ein- und Ausstieg zu den Reihen zwei und drei erleichtern im GS serienmäßig, in Edition gegen Aufpreis sensorgesteuerte, elektrische Schiebetüren auf beiden Fahrzeugseiten. Das optional erhältliche Panorama-Glasdach (700 Euro) soll für ein luftigeres Raumgefühl sorgen. Fürs kleine Gepäck langt oft auch das separat zu öffnende Heckfenster. Dazu kommt ein für sein Segment recht umfangreiches Angebot an Assistenten, das unter anderem ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung und einen Frontkollisionswarner umfasst. Opel Zafira Electric: Elektromotor mit 136 PS Beim Antrieb greift Opel wie die Schwestermarken auf die zum Beispiel schon aus dem Corsa Electric bekannte Konfiguration zurück, also auf den E-Motor mit 100 kW/136 PS und das Getriebe mit fester Übersetzung. Dazu gibt es den Zafira mit zwei Batteriegrößen: Mit dem kleineren 50-kW-Akku kommt er bestenfalls 220 Kilometer weit, mit dem größeren 75-kW-Stromspeicher sind es 347 Kilometer – zumindest nach der WLTP-Norm. Die Realität sieht aber ein bisschen anders aus. So schaffte der baugleiche Citroën ë-Spacetourer mit langem Radstand und großem Akku im ADAC Ecotest angesichts eines Durchschnittsverbrauchs von stolzen 29,7 kWh/100 km (inklusive Ladeverluste) eine Reichweite von gerade mal rund 255 Kilometern – und damit ist nun wirklich kein Staat zu machen. Zu bedenken ist auch, dass die Reichweite bei Autobahnfahrt und im Winter noch weiter sinkt, sodass lange Urlaubsfahrten zur nervigen Angelegenheit werden können und im Vorfeld viel Planung brauchen. Der Zafira Electric kostet ab 47.550 Euro Die Fahrt im E-Opel ist dagegen angenehm unspektakulär, zumindest im gefahrenen Vor-Facelift. Antrittsstark, leise und sauber – diese Attribute gelten für alle Elektroautos. Der Zafira überrascht zusätzlich trotz seiner beachtlichen Karosserie und Gewichten bis immerhin knapp 2,4 Tonnen mit gutem Geradeauslauf und problemlosem Kurvenverhalten. Nur auf schlechterem Geläuf, etwa auf Querrillen, macht sich das hohe Gewicht bemerkbar, der Zafira stuckert dann etwas. Die unter dem Fahrzeugboden untergebrachten Batterien sichern einen tiefen Schwerpunkt und sorgen zudem für ein komplett nutzbares Passagierabteil. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h, aus dem Stand beschleunigt der Elektrobus je nach Ausstattung und Version in 13,1 bis 14,3 Sekunden. Die Preise starten mittlerweile bei 47.550 Euro für die Version Edition in der Normallänge und dem kleineren Akku. Anfangs hatte Opel dafür noch stolze 63.250 Euro aufgerufen. Den dicksten Brocken markiert in der Preisliste der lange Zafira Electric als GS mit großem Akku für 62.100 Euro. Opel Zafira Electro: Technische Daten, Preise Für Gebrauchtkäufer interessant: Hier können Sie den ausführlichen Test des Opel Zafira Life M 2.0 Diesel als PDF herunterladen. Text mit Material von SP-X