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Mercedes GLC: Fahrbericht, Motoren, Daten, Bilder

silberner Mercedes GLC faehrt auf Strasse
Neu: LED-Scheinwerfer, Schürzen und das Chrompaket ∙ © Daimler

Mercedes hat dem GLC ein (sanftes) Facelift verpasst. Wir konnten den Erfolgs-SUV bereits am Polarkreis ausprobieren und zeigen, was alles neu ist. Plus: Technische Daten, Motoren und Bilder

  • Optisch neu: LED-Scheinwerfer, Schürzen, Rückleuchten und Chrom-Paket

  • Die Motoren-Palette wurde komplett ausgetauscht

  • Alle Antriebe sollen effizienter arbeiten

Als der Mercedes GLC zur Weltpremiere Anfang März auf dem Genfer Autosalon die letzte Tarnung fallen ließ, sah er bis auf die LED-Scheinwerfer, die Schürzen, Rückleuchten und das jetzt serienmäßige Chrompaket noch fast genauso aus wie früher.

Doch unter dem Blech des erfolgreichsten Geländewagens der Schwaben ist alles neu. "Wir haben das gesamte Motoren-Portfolio ausgetauscht", sagt Peter Kolb, Leiter Gesamtfahrzeugversuch für die mittleren Mercedes-Modelle, bei ersten Testfahrten am eisigen Polarkreis.

Benzin-Motoren mit 197 und 258 PS

Bei den Dieseln setzen die Stuttgarter neben einem Einstiegs-Motor mit 1,6 Litern Hubraum und 163 PS auf den viel gelobten OM654, den es mit 195 und 245 PS geben wird, und dem sie eine Effizienzsteigerung von guten zehn Prozent zuschreiben.
Bei den Benzinern kommt vor allem der neue 2,0-Liter-Vierzylinder zum Einsatz, der mit einem 48-Volt-System und einem Starter-Generator kombiniert ist. Ihn gibt es mit 197 oder 258 PS und jeweils bis zu 14 PS Boost aus dem Elektromotor.

Der schiebt nicht nur beim Anfahren an, sondern er verlängert auch die Start-Stopp-Phasen, ermöglicht kilometerlange Segeletappen und kann deutlich mehr Bremsenergie rekuperieren, so dass sich Mercedes eine Verbrauchsverbesserung von rund 15 Prozent erhofft.

AMG-Diesel-Versionen: GLC 43 und GLC 63 

Wenn Kolb bei den ersten Ausfahrten mal den Platz hinter dem Lenkrad seines GLC 300 frei macht, erlebt man den Geländewagen als soliden Dauerläufer, der souverän unterwegs ist und durch die elektrische Anfahrhilfe flott vom Fleck kommt.
Geht man es etwas schneller an, versteht man, warum sie das adaptive Stahlfederfahrwerk aus dem GLC Coupé jetzt im normalen GLC anbieten. Denn ein bisschen Sport steht dem SUV nicht schlecht. Wäre da nicht der magere Klang, würde man einen Sechszylinder kaum vermissen.
Muss man auch nicht. Denn für die Dieselfraktion reicht Mercedes einen GLC 400d mit dem 333 PS starken Reihensechser aus dem CLS nach. Und um die Otto-Freunde kümmert sich AMG mit einem neuen GLC 43, dem auch wieder ein GLC 63 folgen wird.

Auch an die Elektro-Fraktion hat man gedacht: Wem der Schritt zum voll elektrischen EQC zu groß ist, der kann sich zum Jahreswechsel in einem Plug-in-Hybriden mit rund 50 Kilometern elektrischer Reichweite anfreunden. Den wird es erst als Benziner und im nächsten Jahr als Diesel geben, stellt Kolb in Aussicht.

Das ist die neue Motoren-Palette zur Markteinführung

HerstellerangabenGLC 200 4MATICGLC 300 4MATICGLC 200 d 4MATICGLC 220 d 4MATICGLC 300 d 4MATIC
Leistung (kW/PS)145/197190/258120/163143/194180/245
max. Drehmoment280370360400500
Kraftstoffverbrauch
komb. (l/100 km)
7,4 -7,17,4-7,15,5-5,25,5-5,25,8
CO₂-Emissionenkomb. (g/km)169-161169-161145-137145-137153-151

Neues Infotainmentsystem aus der A-Klasse

Zwar kennt man die meisten Neuheiten für den GLC schon von der Modellpflege der C-Klasse im letzten Herbst. Doch im Innenraum geht der GLC seinen eigenen Weg und bekommt als erstes Modell der Baureihe das neue Infotainmentsystem MBUX.
Das hat neben dem Touchscreen eine natürliche Sprachsteuerung, wie man sie aus der A-Klasse kennt. Für die ist Versuchsleiter Kolb am frostigen Polarkreis ganz besonders dankbar. Denn so kann er die Navigation oder die Heizung bedienen, ohne dass er erst die Handschuhe ausziehen muss. 

Hier finden Sie viele Fahrberichte und Autotests der ADAC Motorwelt.

Text: Thomas Geiger