Betrug beim Autokauf und -verkauf: Vorsicht vor diesen Tricks

Eine Frau arbeitet an einem Laptop
Vorsicht bei Superschnäppchen – beim Autokauf im Internet sollten Sie wachsam sein© Shutterstock/Rawpixel.com

Der Autokauf und -verkauf im Internet geht schnell und einfach. Bei allzu verlockenden Angeboten sollte man aber hellhörig sein. ADAC Clubjuristen informieren über die häufigsten Betrugsmaschen.

  • Betrüger versuchen, beim Autokauf im Internet Geld herauszuschlagen

  • Initiative Sicherer Autokauf im Internet: Gemeinsam stark gegen Betrug

  • Wie Sie Betrugsmaschen erkennen und sich richtig verhalten

Immer wieder fallen Käuferinnen und Käufer oder Verkäuferinnen und Verkäufer beim Gebrauchtwagenkauf auf betrügerische Maschen herein. Welche das sind, und wie Sie sich richtig verhalten, wenn Sie Verdacht schöpfen.

ADAC zur Initiative Sicherer Autokauf

Aufklärung ist der beste Schutz vor Betrügerinnen und Betrügern. Unter diesem Motto machen sich ADAC, Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, AutoScout24, mobile.de und Kleinanzeigen in der Initiative "Sicherer Autokauf im Internet" (ISAK) gemeinsam stark gegen Betrug.

Die ISAK informiert Verbraucherinnen und Verbraucher über Sicherheitsfragen für den sicheren Autokauf oder -verkauf im Internet und bietet konkrete Hilfestellung bei kritischen Situationen oder Betrugsverdacht.

Auf der Website der Initiative Sicherer Autokauf im Internet können Sie sich über bekannte Betrugsmaschen informieren und bekommen Hilfe für den Autokauf bzw. -verkauf im Internet.

Für den Autokauf: ADAC Checkliste

Der ADAC hat für Sie eine Checkliste zusammengestellt, die Sie beim Autokauf verwenden können. Sie hilft Ihnen, den Verkäufer einzuschätzen, die richtigen Fragen zu stellen und beim Rundgang um das Auto und der Probefahrt nichts Wichtiges zu vergessen.

Checkliste für den Gebrauchtwagenkauf
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Vorsicht Betrug: Infos für Käufer

Der ADAC rät: Vorsicht bei traumhaften Angeboten. Leisten Sie keine Anzahlungen, und seien Sie hellhörig bei Überweisungen an angeblich sichere Treuhandkonten. Das sind die häufigsten Betrügereien.

Infos für Auto-Verkäufer

Betrüger haben es auch auf Verkäufer und Verkäuferinnen abgesehen, die ihr Fahrzeug im Internet inserieren. Ob Sie die Fahrgestellnummer herausgeben dürfen und andere Fragen beantworten den ADAC Clubjuristinnen und -juristen.

Sicher gehen: Tipps der ADAC Juristen

  • Schriftlichen Kaufvertrag schließen: Bestehen Sie auf einem schriftlichen Kaufvertrag. Die ADAC Musterkaufverträge helfen, alles Wesentliche festzuhalten.

  • Nicht unter Druck setzen lassen: Lassen Sie sich nicht zu einer schnellen Entscheidung drängen. Das könnte ein Anhaltspunkt dafür sein, dass ein Angebot nicht seriös ist.

  • Auto abmelden: Melden Sie Ihr Auto vor dem Verkauf ab. Sonst haften Sie weiter für die Versicherungsprämie und Kfz-Steuer, wenn der Käufer den Wagen nicht ummeldet.

  • Lange Anfahrten: Vermeiden Sie eine lange Anfahrt zum Käufer bzw. der Käuferin. Es besteht das Risiko, dass der Käufer bzw. die Käuferin vor Ort den Preis drücken will. Unter Umständen geben Sie sich mit einem zu niedrigen Kaufpreis zufrieden, damit Sie die Fahrt nicht umsonst unternommen haben.

Auch offline wachsam sein

Betrugsversuche finden natürlich nicht nur online statt. Auch im direkten Kontakt gibt es Fallstricke, auf die man achten sollte.

Das gilt zum Beispiel, wenn man ein Auto im Ausland kaufen will. Hier sollte man nach der genauen Historie des Fahrzeugs (zum Beispiel Anzahl Fahrzeughalter, Herkunftsland) fragen und sich explizit nach Unfallschäden erkundigen. Denn oft werden Fahrzeuge günstig im Ausland repariert, die Arbeiten halten dabei deutschen Standards aber häufig nicht stand. Das kann sich im schlimmsten Fall auf die Sicherheit des Autos auswirken. In solchen Fällen ist es ratsam, einen Gutachter mit an Bord zu holen.