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Gelbfieber: Infos zu Reisen und Impfung

gelbes Schild an einer Mauer Gelbfieber Impfstelle
Gelbfieberimpfungen sind nur in autorisierten Stellen möglich, dazu zählen etwa Gesundheitsämter, Tropeninstitute und tropenmedizinisch erfahrene Ärzte ∙ dpa/Frank Rumpenhorst

Gelbfieber kommt in Afrika und Lateinamerika vor: In welchen Ländern ein Übertragungsrisiko besteht und wo eine Impfung für die Einreise notwendig ist.

  • Viruskrankheit wird von Stechmücken übertragen

  • Symptome: Hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Gelbsucht

  • Nachweis der Impfung für Einreise in vielen Ländern notwendig

Gelbfieber ist eine gefährliche Viruskrankheit, die von bestimmten Stechmücken übertragen wird. Es kommt vor in den tropischen Zonen Afrikas und Lateinamerikas, aber nicht in Asien. Man kann sich sowohl auf dem Land ("Dschungelfieber") als auch in Städten anstecken.

Gelbfieber-Symptome: Zunächst ähnlich wie bei Grippe

Wie bei den meisten Viruskrankheiten ähnelt auch der Beginn einer Gelbfiebererkrankung zunächst einer Grippe: Ein paar Tage nach der eigentlichen Ansteckung treten hohes Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl sowie Kopf- und Gliederschmerzen auf.

In dieser Phase ist Gelbfieber von Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber oder Chikungunya-Fieber, die in den entsprechenden Regionen oft ebenfalls vorkommen, praktisch nicht zu unterscheiden. Auch eine Verwechslung mit der Pest ist möglich. Die Beschwerden halten einige Tage lang an, danach erholen sich die Patienten allmählich.

In einem Teil der Fälle kommt das Fieber jedoch nach ein, zwei Tagen zurück. In der darauf folgenden Zeit werden lebenswichtige innere Organe wie Leber und Nieren massiv angegriffen. Die Patienten entwickeln eine Gelbsucht (daher der Name "Gelbfieber") als Zeichen einer schweren Leberschädigung und erleiden vielfältige Blutungen aus Schleimhäuten und in Organen.

Da es keine gezielte Behandlung gibt, sterben von den Menschen, die so schwer erkranken, zwischen 20 und 50 Prozent.

Vorsorge: Schutz durch eine Impfung

Gegen Gelbfieber kann man sich sehr zuverlässig durch eine Impfung schützen. Von vielen Ländern, in denen entweder die Krankheit heimisch ist oder aber geeignete Überträgermoskitos existieren, ist der Nachweis dieser Impfung Bedingung für die Einreiseerlaubnis.

Wenn man sich vor der Einreise in einem Land aufgehalten hat, in dem man sich theoretisch hätte infizieren können, muss man einen internationalen Impfausweis vorlegen, in dem eine mindestes 10 Tage alte Gelbfieberimpfung verzeichnet ist.

Dies kann auch gelten, wenn Sie nur in einem dieser Länder umsteigen. In der Regel erstreckt sich diese Vorschrift aber nicht auf reine Zwischenlandungen, bei denen man den Transitbereich des Flughafens nicht verlassen hat. Keinen Impfnachweis brauchen Kinder unter einem Jahr.

Länder mit Gelbfieber-Übertragungsrisiko

Als Länder, in denen man sich theoretisch mit Gelbfieber infizieren könnte, gelten:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Argentinien, Benin, Bolivien, Brasilien. Burkina Faso, Burundi, Ecuador, Elfenbeinküste, Französisch-Guyana, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Rep. Kongo, Dem. Rep. Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Panama, Paraguay, Peru, Sao Tome und Principe, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Süd-Sudan, Suriname, Togo, Trinidad und Tobago, Tschad, Uganda, Venezuela, Zentralafrikanische Republik.

Infos über Gelbfieber-Impfstellen

Junge, gesunde Personen vertragen die Schutzimpfung allgemein gut. Menschen über 60 Jahre müssen aber mit durchaus ernsthaften Nebenwirkungen rechnen; Kinder unter neun Monaten sollten nicht geimpft werden. Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, kann ein mehrsprachiges Impfbefreiungsattest helfen, trotzdem ins Reiseland gelassen zu werden.

Nach neueren Erkenntnissen schützt die einmalige Impfung lebenslang, was aber noch nicht in allen Ländern zu einer entsprechenden Änderung der Handhabung geführt hat.

Gelbfieberimpfungen dürfen bisher nicht von allen Ärzten, sondern nur in autorisierten Gelbfieber-Impfstellen vorgenommen werden. Deren Adressen finden Sie über das örtliche Gesundheitsamt, Landesärztekammern oder Ihren niedergelassenen Arzt. In der Regel sind Gelbfieber-Impfstellen auch an den tropenmedizinischen Instituten der Universitätskliniken angesiedelt. Hier finden Sie Listen der Gelbfieber-Impfstellen* und ein Verzeichnis*.

Kosten für eine Gelbfieber-Impfung

Die Kosten für eine Gelbfieber-Impfung liegen in etwa bei rund 60 Euro. Wie auch bei anderen Reise-Impfungen sollten Sie vorab mit Ihrer Krankenversicherung abklären, was diese übernimmt.

ADAC Informationen zur Reisemedizin

Weitere Infos erhalten ADAC Mitglieder vom Reisemedizinischen Informationsdienst des ADAC unter 089 76 76 77. Auch online finden Sie umfangreiche Informationen zu reisemedizinischen Themen.

Wichtig: Auslandskrankenversicherung

Wer ins Ausland reist, sollte unbedingt eine private Auslandskrankenversicherung abschließen. Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland dürfen im Ausland entstandene Kosten nur nach der deutschen Gebührenordnung erstatten. Kosten für einen Krankenrücktransport werden nicht übernommen.

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Der ADAC Auslandskrankenschutz bietet Kostenerstattung für medizinisch notwendige Heilbehandlung im Ausland. Dazu Organisation und Kostenübernahme von Hilfeleistungen, bis hin zum Krankenrücktransport. Weitere Vorteile: Privatpatientenstatus und freie Wahl unter den Krankenhäusern im Ausland.

Hier gibt es weitere Infos zum ADAC Auslandskrankenschutz

Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Andrea Steichele-Biskup
Redakteurin
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