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- Vor dem Werkstattbesuch -

Die richtige Werkstatt

Jedes Auto muss in die Werkstatt - zur regelmäßigen Wartung oder zu Reparaturen. Der ADAC hilft Ihnen, die für Ihre Wünsche passende Werkstatt zu finden. Außerdem: viele Tipps zum Werkstatt-Besuch.

  • Vertragswerkstätten
    Angeboten wird das gesamte Spektrum, vom Ölwechsel über Inspektionen und Standard-Reparaturen bis hin zur Lösung kniffliger Probleme in der Elektronik. Häufig ist eine Karosserieabeilung mit angegliedert. Komplett-Ausstattung, fahrzeugtypische Schulungen der Mitarbeiter sowie umfassende Ausrüstung mit Spezialwerkzeugen haben aber ihren Preis. Hier müssen hin, wenn an Ihrem Fahrzeug während der Herstellergarantie oder der gesetzlichen Sachmängelhaftung ein Mangel auftritt. Denn Nachbesserungen dürfen nur beim Verkäufer (oder einer anderen Werkstatt derselben Fahrzeugmarke) durchgeführt werden.
  • Junge Fahrzeuge
    Auch bei Reparaturen außerhalb der Garantie/Sachmängelhaftung sollte es man sich bei neueren Fahrzeugen gut überlegen, welche Werkstatt man aufsucht. Grundsätzlich dürfen Sie sich hier an freie Werkstätten wenden. Der Haken dabei: Nach Ablauf der Garantie beteiligt sich der Hersteller manchmal aus Kulanz an Reparaturkosten. Da es sich hierbei um eine freiwillige Leistung ohne rechtliche Verpflichtung handelt, wird diese oft abgelehnt, wenn vorangegangene Arbeiten am Fahrzeug nicht lückenlos in einer fabrikatsgebundenen Werkstatt durchgeführt wurden. Unabhängig vom Fahrzeugalter gilt: Der Vertragswerkstatt fällt das Aufspüren komplizierter Fehler häufig leichter. Hier kann entsprechend viel Erfahrung mit den „eigenen“ Fahrzeugmodellen vorausgesetzt werden. Zusätzlich stehen dort spezielle Diagnosegeräte, Fehler-Datenbanken sowie eine Spezialisten-Hotline zur Verfügung.
  • Freie Werkstätten
    Dazu gehören markenunabhängige Betriebe, außerdem Filialbetriebe (z.B. ATU, pit stop) oder Lizenznehmer (z. B. Automeister, autofit, 1a, auto-einmal-eins). Genauso uneinheitlich wie das Erscheinungsbild ist auch das Reparaturprogramm. Der Schwerpunkt liegt bei Wartungs- und Standardarbeiten (Auspuff, Kupplung, Bremse). Zum Teil gelten günstigere Stundensätze, weil nicht alle Reparaturen angeboten werden und die Ausrüstung eingeschränkt ist. Werkstätten außerhalb der Ballungszentren bieten aufgrund der geringeren Gewerbekosten stellenweise ebenfalls vorteilhafte Stundensätze. Freie Werkstätten bieten sich für ältere Autos an. Bei Wartungsarbeiten an jüngeren Fahrzeugen sollte eine freie Werkstatt bestätigen, dass Sie nach Vorschrift des Fahrzeugherstellers arbeitet.
    Zur Instandsetzung wird vorrangig auf preiswertere Ersatzteile aus dem freien Teilehandel zurückgegriffen (anstelle von Original-Ersatzteilen der Fahrzeughersteller). Auch wer durch den Einbau von Gebrauchtteilen sparen will, stößt hier eher auf Verständnis als in einer Vertragswerkstatt. Man muss aber damit rechnen, dass Anträge auf Kulanz nach Ablauf der Garantie vom Hersteller abgelehnt werden, wenn das Fahrzeug in freien Werkstätten war und der Hersteller als Kulanzgeber davon erfährt.
  • Spezialbetriebe
    Hierzu zählen Karosserie-Fachbetriebe, Autolackierereien, Autoelektriker und Instandsetzungsfirmen für Komponenten wie Motoren und Automatikgetriebe. Als Spezialisten können sie für das jeweilige Aufgabengebiet eine preislich und fachlich attraktive Alternative darstellen.
  • Reparaturbedingungen
    Die meisten Werkstätten verwenden die vom Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) herausgegebenen Kfz-Reparaturbedingungen („das Kleingedruckte“). Wenn sichergestellt ist, dass der Kunde davon Kenntnis nehmen kann, gelten sie als vereinbart. Daher werden sie oftmals zusammen mit der Auftragsbestätigung überreicht oder hängen in der Reparaturannahme aus. Dann muss die Werkstatt den Kunden aber darauf hinweisen. Wenn diese Bedingungen nicht vereinbart wurden, gelten die üblichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Ein rundes Schild mit der Aufschrift „Kraftfahrzeug-Gewerbe“ und einem stilisierten Auto in der Mitte weist eine Werkstatt als Mitglied einer Kfz-Innung aus. Wenn Sie mit einem solchen Betrieb Probleme haben, können Sie kostenlos die Schiedsstelle der zuständigen Innung einschalten.

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