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Der Radwechsel Schritt für Schritt

Der Alptraum für jeden Autofahrer – urplötzlich  der Reifen macht schlapp. Wechseln ist also angesagt. Gut, wenn man vorher mal geübt hat – diese Anleitung hilft dabei.

Reifen geplatzt – so reagieren Sie richtig

  • Nicht abrupt abbremsen – Fahrzeug mit eingeschalteter Warnblinkanlage auf einen möglichst sicheren Standplatz ausrollen lassen.
  • Alle Passagiere auf der zur Fahrbahn abgewandten Seite aussteigen lassen
  • Warndreieck ca. 150 Meter hinter dem Fahrzeug, bei Kurven stets vor dem Kurven-Eingang, aufstellen
  • Warnweste überziehen

Der Radwechsel Schritt für Schritt

  • Handbremse anziehen und ersten Gang einlegen, bzw. Automatik-Wählhebel in Stellung "P" bringen
  • Kurzer Blick in die Bedienungsanleitung, wo der Wagenheber im Auto untergebracht ist, wie er zu bedienen und an welchen Aufnahmepunkten unterm Auto er anzusetzen ist. Weitere Hinweise gibt es dort auch zu "Spezialitäten", wenn das Auto z.B. mit einem "Notrad" ausgerüstet ist
  • Werkzeug und Ersatzrad bereitlegen
  • Radkappe (soweit vorhanden) mit dem spitzen Ende des Radmutternschlüssels abhebeln
  • Radmuttern zunächst nur etwa eine halbe Umdrehung lösen
  • Wagenheber ansetzen (Aufkleber mit Sicherheitshinweisen beachten!)
  • Fahrzeug anheben, bis Montagehöhe für das Reserverad erreicht ist
  • Radmuttern ganz abschrauben
  • defektes Rad abnehmen und unter das Fahrzeug legen
  • Reserverad aufsetzen und alle Radmuttern handfest anschrauben
  • defektes Rad unter dem Fahrzeug hervorholen
  • Fahrzeug ablassen
  • Radmuttern über Kreuz anziehen
  • Wagenheber, Werkzeug und Reserverad verstauen
  • Warndreieck einsammeln
  • an nächster Tankstelle Luftdruck prüfen und Radmuttern nochmals nachziehen,
    bei nächster Gelegenheit Radmuttern in Werkstatt auf korrektes Anzugs-Drehmoment hin überprüfen lassen
  • Beim Wechsel von Stahl- auf Alu-Felgen und umgekehrt müssen häufig andere Radschrauben bzw. Radmuttern verwendet werden! Diese am besten beim Bordwerkzeug oder im Handschuhfach aufbewahren! Das gleiche gilt für "Felgenschlösser" zur Diebstahlsicherung!

Für die Sicherheit unabdingbar: Das richtige Anzugs-Drehmoment für die Räder

  • Unbedingt die Vorgaben in der Bedienungsanleitung beachten. Bei Sonderrädern stehen die Angaben in im Datenblatt der „Betriebserlaubnis“.
  • Für Noträder werden von den Herstellern oft besondere Anzugsdrehmomente vorgeschrieben.
  • Nur unbeschädigte Radschrauben oder Radmuttern benutzen.
  • Die Gewinde der Schraubverbindungen und die Auflageflächen müssen sauber und frei von Rost sein. Gegebenenfalls mittels Drahtbürste reinigen.
  • Die Verwendung von Öl oder Fett an den Schraubgewinden ist grundsätzlich unzulässig.
  • Mit dem Drehmomentschlüssel „in einem Dreh“ bis zum vorgegebenen Drehmoment festdrehen.
  • Nach einer  Fahrstrecke von ca. 50 bis 100 Kilometern das Anzugsdrehmoment nochmals überprüfen!


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