Elektroauto Prämie: Wie sich die Förderung für Elektroautos in 2023 auf Leasingraten auswirken wird

  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) möchte den Umweltbonus verlängern und fokussiert sich auf die Förderung von reinen Elektroautos in 2023

  • Ab dem 1.1.2023 sollen die Prämien reduziert und Plug-In-Hybride (PHEV) nicht mehr gefördert werden (Bei einem Nettolistenpreis bis zu 40.000 Euro: 4.500 Euro Förderung; Bei einem Nettolistenpreis zwischen 40.000 Euro und bis zu 65.000 Euro: 3.000 Euro)

  • Mehr Informationen zur Bafa-Prämie für Elektroautos gibt es in unserem Beitrag zur Förderung von Elektrofahrzeugen


Möglicherweise werden Leasingraten besonders stark von der Reduktion der Fördersätze betroffen sein. Ein Beispiel.

Gehen wir davon aus, dass ein vollelektrisches Fahrzeug geleast werden soll und vergleichen wir die Leasingkonditionen im Vergleich zwischen dem Jahr 2022 und 2023. Als Beispiel nehmen wir den Hyundai Ioniq 5 mit 58kWh und nehmen vereinfachte Konditionen an. Wir gehen im Beispiel davon aus, dass das Fahrzeug für drei Jahre geleast wird und am Ende der Laufzeit einen Restwert von 60% hat. Dieser Wert wird in der Realität abweichen, aber nicht derart, dass die Annahme keinen Vergleich zwischen der E-Auto Förderung für 2022 und 2023 erlaubt. Zudem gehen wir der Einfachheit halber davon aus, dass Zinsen keine Rolle spielen und der Herstelleranteil an der Prämie im Listenpreis gespiegelt ist (also nicht direkt die Rate beeinflusst). In der Praxis müssten derzeit Finanzierungszinsen von etwa 1.5% berücksichtigt werden.

Bei einem Leasing ohne Anzahlung sähe das dann im Leasing des Hyundai Ioniq 5 mit 58kWh -vereinfacht dargestellt- so aus:


Nehmen wir an, dass der vollelektrische PKW nun mit 6.000 Euro im Jahr 2022 gefördert wird. Die Leasingraten für den Hyundai sähen dann -vereinfacht dargestellt- in etwa so aus:


Die Monatsrate reduziert sich bei einer Anzahlung in Höhe von 6.000 Euro damit wie erwartet von 557,33 Euro auf 390,67 Euro im Jahr 2022. Dies entspricht einem Rabatt auf die monatliche Leasingrate von ca. 30%.

Sollte der Hyundai Ioniq 5 58kWh erst im Jahr 2023 privat zugelassen werden können, würde der Wagen vorbehaltlich preislicher Anpassungen dann mit 4.500 Euro Bafa-Prämie gefördert werden.

In unserer Tabelle sähe das dann so aus:

Damit würden die Leasingraten für vollelektrische Fahrzeuge im Jahr 2023 nicht günstiger, sondern teurer werden. In unserem Beispiel würde sich die Monatsrate im Leasing um knapp 11% verteuern. Hierbei wäre keine Preisanpassung des Herstellers berücksichtigt und weiterhin gilt, dass es sich hier um vereinfachte Annahmen im Rahmen unserer Beispielrechnung handelt. In der Praxis könnte die Leasingrate künftig sogar noch höher liegen, da die Zinsen in 2023 im Schnitt teurer sein könnten als in 2022 und auch durch die Inflation der Fahrzeugpreis noch weiter ansteigen könnte. Eine Erhöhung der Leasingraten um mehr als 15-20% ist durchaus im Bereich des Möglichen.


Fazit zur Elektroautoprämie in 2023 und Auswirkungen auf die Leasingraten

Wir müssen anhand unserer Beispielrechnung davon ausgehen, dass sich die Leasingraten für Elektroautos im nächsten Jahr verteuern werden. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, auch weiterhin günstige Leasingangebote machen zu können. Diese günstigen Leasingangebote mit ADAC-Vorteil finden Sie wie gewohnt in der ADAC Fahrzeugwelt.