Carsharing, Automiete und Fahrgemeinschaft

Automiete von Autovermieter oder Privat

Übernahme eines Mietwagens vom Autovermieter oder von privat

Der ADAC hat für Sie Checklisten für die Buchung und Übernahme eines Mietwagens vom Autovermieter zusammengestellt. Häufig verleihen oder vermieten aber auch Privatleute ihr Fahrzeug. Dies geschieht einfach „per Handschlag" ohne schriftliche Vereinbarung. Was Sie in welchem Fall beachten sollten erfahren Sie hier.

Die Clubjuristen haben hier für Sie Checklisten für die Buchung und Übernahme eines Mietwagens zusammengestellt, die Sie sich als PDF Dokument herunterladen können.

 

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Fahrzeug mieten vom Autovermieter

Ein Mietwagen bietet sich für die verschiedensten Gelegenheiten an - z.B. für den Urlaub, den Umzug oder den Ausfall des eigenen Fahrzeugs.

Mietvertrag

Informationen über Mietwagenangebote erhalten Sie im Internet, in Reisebüros oder direkt beim Autovermieter. Preisvergleiche lohnen sich! Teurer ist es in der Regel immer, wenn Sie ein Fahrzeug nicht an dem gleichen Ort zurückgeben wollen (sog. Einwegmiete) oder eine Anmietung am Flughafen wünschen. Viele Autovermieter fordern ein Mindestalter des Fahrers. 

Es besteht zwar regelmäßig die Möglichkeit, das Mietfahrzeug im Internet, im Reisebüro oder telefonisch zu reservieren, der eigentliche Mietvertrag kommt jedoch erst bei der Abholung des Fahrzeugs durch Ihre Unterschrift am Schalter der Autovermietung zustande. 

Halten Sie sich unbedingt an die vereinbarte Mietzeit. Bei verspäteter Rückgabe drohen dem Mieter unter Umständen Nachzahlungen des Vermieters. Aus diesem Grund sollte die Mietzeit allenfalls nur nach vorherigem (schriftlichem!) Einverständnis mit dem Vermieter verlängert werden, wenn der Mieter das Fahrzeug unbedingt noch über die vereinbarte Mietzeit hinaus benötigt. 

Tipp

Lassen Sie sich Zeit bei der Buchung, denn hier gilt nicht die übliche Widerrufsfrist, die sonst bei Einkäufen im Internet gilt. Sobald das Fahrzeug reserviert ist, kann der Vertrag nicht mehr kostenlos rückgängig gemacht werden.

Automiete im Ausland

Bei der Automiete im Ausland ist zu beachten, dass der Vertragsschluss grundsätzlich im Ausland erfolgt. Dies gilt auch bei der Online-Buchung. Bei Streitigkeiten gilt daher ausländisches Recht, das insbesondere in Bezug auf die Schadensbeurteilung vom deutschen Recht abweichen kann. Wenn aber das Fahrzeug vorab im Inland bei einem Vermittler oder einer deutschen Niederlassung gebucht wurde, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch das deutsche Recht (Art. 6 I der „Rom-I-Verordnung“) zur Anwendung kommen und der Verbrauchergerichtsstand am Wohnsitz des Mieters (Art. 17 und 18 der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 (Brüssel-Ia-Verordnung)) gegeben sein. Bei Problemen sollten Sie sich an einen Anwalt wenden. Lassen Sie sich den Mietvertrag im Ausland auch in englischer Sprache aushändigen und unverständliche Klauseln vor Ort erklären!

Die Allgemeinen Geschäftsbedigungen

Die Autovermieter verwenden regelmäßig Allgemeine Geschäftsbedingungen (Mietbedingungen), die die Vertragsdetails regeln. Über die genauen Bedingungen sollten Sie sich vor Vertragsschluss informieren. Sie finden die AGB meist auf den Internetseiten oder Sie lassen sie sich aushändigen, bevor Sie den Vertrag unterschreiben.

Zahlungsweise und Sicherheiten

Viele Mietwagenunternehmen verlangen die Bezahlung per Kreditkarte oder EC-Karte. Barzahlung wird nur noch selten akzeptiert. Die Kreditkarte oder ein bestimmter Geldbetrag dient in der Regel als Sicherheit für den Vermieter. Leisten Sie aber keine Blanko-Unterschrift auf einem Kreditkartenbeleg, der keine bestimmte Summe ausweist! Und achten Sie darauf, dass Ihnen bei der Rückgabe des Fahrzeugs etwaige Sicherheiten (Kreditkartenbeleg, Kaution) zurückgegeben werden.

Mietpreis

Die Höhe des Mietpreises und etwaige Nebenkosten ergeben sich aus der Preisliste des Vermieters und dem Mietvertrag. Insbesondere über die Nebenkosten sollten Sie sich auf jeden Fall vorher informieren. Aufpreise gibt es beispielsweise für: 

  • Kosten für Kaskoversicherung; achten Sie auf die Höhe des Selbstbehalts
  • Zusatzausstattung (z.B. Kindersitz, Winterreifen, Navigationsgerät)
  • Zusätzlicher Fahrer
  • Einwegmiete (Rückgabe an einem anderen Ort)
  • Entleihen am Flughafen/Bahnhof
  • Verbringen/Abholen zum/vom Hotel
  • Bei Kilometerbegrenzung: für zusätzlich gefahrene Kilometer
     

Übernahme des Fahrzeugs

Wichtig ist, dass der Mieter das Fahrzeug vor Antritt der Fahrt genau untersucht und alle vorhandenen Vorschäden vom Vermieter protokollieren lässt. Lassen Sie sich dieses Protokoll aushändigen, damit der Vermieter Ihnen nicht anlasten kann, Sie hätten die Schäden verursacht. Der Mieter eines Mietfahrzeuges haftet grundsätzlich nur für Schäden, die er selbst verschuldet hat. Streitigkeiten sollten jedoch bereits im Voraus vermieden werden.

Hilfreich ist hier auch die Checkliste zur Übernahme eines Mietwagens:

Tankfüllung

Der Mietvertrag verpflichtet den Mieter regelmäßig das Fahrzeug vollgetankt zurückzugeben, sonst fallen erhebliche Kosten an. Diese umfassen nicht nur die Kosten für den Kraftstoff, sondern auch den Mietausfall, da das Fahrzeug nicht sofort weitervermietet werden kann, und den Betankungsaufwand (Personalkosten). Es empfiehlt sich daher auf jeden Fall, das Fahrzeug vor der Rückgabe voll zu tanken.

Bei Ferienmietwagen kann die Tankregelung zur Kostenfalle werden! Die bisher übliche und für den Kunden fairste Methode, den Wagen vollgetankt zu übernehmen und ebenfalls vollgetankt wieder zurückzugeben, ist nicht immer der Regelfall. Besonders beliebt sind großzügige Pauschalen für die erste Tankfüllung. Der Kunde muss hier den Mietwagen leer zurückgeben, was kaum einem Mieter gelingen dürfte. Eine Erstattung der Resttankfüllung erfolgt nicht. Ebenfalls ungünstig ist die Regelung Leer - Leer. 

Tipp
Fragen Sie bei der Anmietung des Fahrzeugs nach dem richtigen Kraftstoff für das Mietfahrzeug.

Winterreifen

Viele Autovermieter bieten Winterreifen als Zusatzausrüstung an. In Deutschland gibt es keine generelle Winterreifenpflicht. Jedoch ist die Nutzung von Sommerreifen bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ verboten. Autovermietungen sind verpflichtet, ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, das verkehrssicher und fahrbereit ist. Das ist nicht der Fall, wenn sie bei winterlichen Straßenverhältnissen ein Fahrzeug mit Sommerreifen vermieten.

Um Streit zu vermeiden, sollten Sie schon bei der Reservierung abklären, ob Ihnen ein Fahrzeug mit Winterreifen zur Verfügung gestellt werden kann.

Häufig verlangen die Autovermieter für Winterreifen ein zusätzliches Entgelt. Wird das Fahrzeug bei Anmietung mit Winterreifen ausgehändigt, ohne dass diese ausdrücklich bestellt wurden oder der Mieter zuvor darauf hingewiesen wurde, so dürfen keine zusätzlichen Kosten für die Winterbereifung verlangt werden.

Versicherungsschutz

Zwingend ist auch für Mietfahrzeuge eine Haftpflichtversicherung. Für den Mieter ist es dringend ratsam eine Vollkaskoversicherung abzuschließen, da er ansonsten für selbst verursachte Schäden haftet. Achten Sie hierbei auf die Höhe des Selbstbehalts und dass der Umfang des Versicherungsschutzes im Mietvertrag festgehalten wird. 

Schäden am Unterboden, an den Reifen, an Glas oder Dach sind meist nicht abgedeckt. Das Befahren unbefestigter Straßen ist oft verboten. 

Was oft nicht klar ist 

Der Selbstbehalt wird sofort fällig, auch wenn Sie als Mieter den Unfall oder Schaden nicht verschuldet haben! Ist der Selbstbehalt erst einmal eingezogen, so erhält der Mieter zumeist erst nach langer Zeit, wenn die gegnerische Haftpflichtversicherung gezahlt hat – den Selbstbehalt zurück. Gerade im Ausland lassen sich die Mietwagenfirmen den reduzierten Selbstbehalt oder den Ausschluss teuer bezahlen. 

Tipp
Bei einigen Vermittlern kann ein Tarif mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung im Schadensfall gebucht werden. Dies ist keine Versicherung, sondern ein Service des Vermittlers und steht in keinem Zusammenhang mit Zusatzversicherungen zum Ausschluss der Selbstbeteiligung im Schadensfall direkt beim Autovermieter vor Ort. Beim Tarif mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung muss die Selbstbeteiligung im Schadensfall vor Ort sofort bezahlt werden und kann dann vom Vermittler zurückverlangt werden. Der Mieter sollte in solchen Fällen vor Ort keine Zusatzversicherung abschließen, da er diese Gebühren nicht vom Vermittler zurückverlangen kann.

Beschädigung des Fahrzeugs

Verursacht der Mieter schuldhaft einen Unfall, kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung für Schäden an anderen Fahrzeugen oder Gegenständen auf. Für den Schaden am gemieteten Fahrzeug ist eine Vollkaskoversicherung nötig. Der Mieter haftet dann nur bis zur Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung. Manche Vollkaskoversicherungen greifen jedoch nicht, wenn der Fahrer den Schaden vorsätzlich verursacht hat.

Grundsätzlich gilt bei Anmietung eines Fahrzeugs, dass der Mieter nur für Schäden haftet, die er selbst verschuldet hat. Ist das Verschulden nachgewiesen, so kann der Vermieter Ersatz verlangen.

Für nicht aufklärbare Schäden am Mietfahrzeug muss der Mieter nicht haften. Der Mieter haftet auch nicht für Steinschlagschäden. Die Autovermietung muss dem Mieter nachweisen, dass er den Schaden selbst verursacht hat. Klauseln zur Beweislastumkehr im Mietübergabeprotokoll, dass fehlende Teile oder Beschädigungen zu Lasten des Mieters gehen, sind unzulässig.
 

Allerdings sollten Sie im Zweifelsfall möglichst genau beschreiben, warum der Schaden in der Mietzeit nicht von Ihnen verursacht worden sein kann, da die Gerichte von den Mietern ein bestimmtes Maß an Mitwirkung zur Schadensaufklärung verlangen.

Wichtig
Bei einem Unfall immer die Polizei rufen und die Mietwagenstation benachrichtigen - die meisten Mietbedingungen sehen dies auch vor.

Rückgabe des Fahrzeugs

Auch vor der Rückgabe des Mietwagens sollte der Fahrzeugzustand in Anwesenheit eines Mitarbeiters überprüft und schriftlich protokolliert werden. Planen Sie dafür ausreichend Zeit ein. Vermeiden Sie die Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten. Lässt sich die Rückgabe durch Einwerfen der Schlüssel in einen dafür vorgesehenen Briefkasten gar nicht vermeiden, so fotografieren Sie das Fahrzeug zum Rückgabezeitpunkt. Unseriöse Anbieter stellen häufig angebliche Schäden im Nachhinein in Rechnung.

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Fahrzeug mieten von Privat

Häufig verleihen oder vermieten Privatleute ihr Fahrzeug. Dies geschieht einfach „per Handschlag" ohne schriftliche Vereinbarung. Daher werden Allgemeine Geschäftsbedingungen – im Gegensatz zur gewerblichen Automiete – in der Regel nicht verwendet. 

Unterschied Miete/ Leihe

Fahrzeugmiete liegt vor, wenn für die Überlassung eines Fahrzeugs ein Entgelt vereinbart wird. Bei kostenloser Überlassung des Fahrzeugs liegt hingegen eine Leihe vor. Je nachdem, ob Miete oder Leihe vereinbart wurde, greifen entweder die Regeln des Miet- oder des Leihvertragsrechts. Vertraglich sollten Sie einige Punkte festhalten.

Achtung
Bei der privaten Vermietung ist auf die steuerrechtliche Freigrenze von 256 € pro Kalenderjahr zu achten (§ 22 Nr. 3 EStG). Soweit die private gelegentliche Vermietung nicht über eine private Vermögensverwaltung hinausgeht, liegt keine unternehmerische Nutzung vor. Wenn die Einkünfte aus der Vermietung den Betrag von 256 € übersteigen, müssen sie komplett versteuert werden. Für den privaten Vermieter heißt das: stets Rat beim Steuerberater einholen!

Miete - Gesetzliche Regelungen

Der Vermieter hat das Kfz in einem "zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und es während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten", § 535 BGB. Ist das Kfz "erheblich mangelhaft", kann der Mieter die Zahlung des Mietpreises für die Zeit, in welcher der Mangel besteht, verweigern, § 536 BGB.

Der Mietvertrag läuft für die Zeit, die in dem Mietvertrag vereinbart wurde. Ein spezielles Kündigungsrecht kann im Mietvertrag vereinbart werden. Der Vermieter muss grundsätzlich die sog. Erhaltungskosten tragen - also z. B. Reparaturen am Fahrzeug, die auf den allgemeinen Zustand des Fahrzeugs zurückzuführen sind. Eine Haftung des Vermieters kommt bereits bei leichter Fahrlässigkeit in Frage.

Klärungsbedürftige Punkte im Mietvertrag

Klärungsbedürftige Punkte im Mietvertrag sind:

  • Höhe des Entgelts
  • Möglichkeit zur Kündigung für beide Parteien
  • Dauer der Überlassung des Fahrzeugs
  • Übernahme der Nebenkosten (Betriebskosten, Kraftstoff usw.)
  • Frage der Berechtigung des Führens eines Kraftfahrzeugs (wer soll berechtigt sein; Führerschein zeigen lassen!)
  • Versicherungsschutz (Voll- bzw. Teilkaskoversicherung; Selbstbehalt)
  • Vorgehensweise und Kostentragungspflicht bei Reparaturen   

 
Dies alles sollte schriftlich festgehalten werden mit Ort, Datum und Unterschriften der beiden Vertragsparteien. Jede Vertragspartei sollte ein von beiden Seiten unterschriebenes Exemplar des Vertrages erhalten.

Achtung
Formuliert einer der Vertragspartner diese Regelungen allein vor und unterschreibt der andere, kann es sich um Allgemeine Geschäftsbedingungen handeln. Diese können, wie bei der gewerblichen Miete unwirksam sein, wenn sie gegen ein Gesetz verstoßen oder die andere Vertragspartei unangemessen benachteiligen (zum Beispiel verschuldensunabhängige Haftung).

Leihe - Gesetzliche Regelungen

Der Verleiher muss nicht für die Gebrauchstauglichkeit des Kfz einstehen. Nur wenn er von einem Mangel weiß und diesen dem Entleiher bewusst verschweigt, kann der Entleiher Schadensersatz fordern, sofern dem Entleiher dadurch ein Schaden entstanden ist. Der Verleiher haftet nur dann, wenn er vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Die Erhaltungskosten des Fahrzeugs trägt der Entleiher. Schließlich ist der Verleiher berechtigt, den Leihvertrag (fristlos) zu kündigen, wenn er "infolge eines nicht vorhergesehenen Umstandes der verliehenen Sache bedarf“.

Hier geht es zum ADAC Musterleihvertrag

Haftung für Schäden

Bei einem fremd verschuldeten Unfall ist die Haftungsfrage eindeutig: Hier muss die gegnerische Haftpflichtversicherung alle Schäden übernehmen, die am Fahrzeug und an anderen Gegenständen, die im Fahrzeug waren, entstanden sind.

Bei einem vom Mieter verschuldeten Betriebsschaden (z. B. Fahrer vergisst beim Schalten auszukuppeln und beschädigt hierdurch das Getriebe) wird in aller Regel der Mieter auch hierfür aufkommen müssen. Die Kaskoversicherung kommt für derartige Schäden nicht auf (§ 12 der Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung).

Der Mieter/Entleiher haftet grundsätzlich für alle selbst verschuldeten Schäden. Bei der Beschädigung des gemieteten Privatfahrzeuges besteht daher ein erhebliches finanzielles Risiko für den Mieter. Deshalb sollte vor Übernahme des privaten Miet-/Leihfahrzeuges schriftlich geklärt werden, wie das private Fahrzeug versichert ist, wer im Schadensfall die Haftung für Schäden an dem Fahrzeug übernehmen muss bzw. wer die Kosten der Selbstbeteiligung einer etwaig bestehenden Vollkaskoversicherung für das Fahrzeug und den durch die Inanspruchnahme der Vollkaskoversicherung für den Vermieter entstehenden Rückstufungsschaden tragen muss.

Bei Beschädigung durch grob fahrlässiges Verhalten (z.B. stark überhöhte Geschwindigkeit, Bremsprobe auf vielbefahrener Straße, Trunkenheit oder Drogen) haftet der Mieter/Entleiher für selbst verursachte Schäden auch dann, wenn eine Inanspruchnahme der Vollkaskoversicherung vertraglich vereinbart wurde. Denn in diesen Fällen wird die Versicherung die Leistung entsprechend der Schwere der Schuld kürzen.

Besteht kein Vollkaskoschutz oder möchte der Vermieter die Vollkaskoversicherung im Schadensfall nicht in Anspruch nehmen (z.B. wegen möglicher Kündigung des Versicherungsvertrages durch den Versicherer), haftet der Mieter auch schon bei einfacher Fahrlässigkeit voll für den eingetretenen Schaden.

Der Entleiher haftet – soweit vertraglich nichts anderes geregelt ist - für alle Schäden, die er selbst verursacht. Anders verhält es sich bei den sog. "Gefälligkeitsfahrten", also beispielsweise dann, wenn der Halter zu viel getrunken hat und einen anderen bittet, ihn nach Hause zu fahren oder wenn er jemanden bittet, Besorgungen mit seinem Auto zu machen.