Ausrüstungs- und Wartungsregelungen

Was in jedes Auto gehört

Warnweste, Verbandkasten & Co. - das gehört zur Notfallausrüstung im Auto

Wer mit dem Auto unterwegs ist muss einige Dinge dabei haben, um sie bei einer Kontrolle vorzeigen zu können. Ansonsten drohen Bußgelder. Aber neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Warndreieck oder dem Verbandskasten sind gerade im Winter einige zusätzliche Dinge durchaus sinnvoll.

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Warndreieck, Verbandskasten & Co.

Warndreieck - was sollte man beachten?

Das Warndreieck soll Auffahrunfälle verhindern und muss in zugelassener Form -  außer bei Krafträdern, Krankenfahrstühlen und einachsigen Zug- oder Arbeitsmaschinen – mitgeführt werden. Dies gilt auch für Quads. Es muss rückstrahlend, tragbar, standsicher und so beschaffen sein, dass es bei Gebrauch auf ausreichende Entfernung erkennbar ist. Es ist beim Liegenbleiben sofort nach Einschalten des Warnblinklichts gut sichtbar aufzustellen. Die Entfernung hinter dem Pannenfahrzeug ist abhängig von der Geschwindigkeit des Verkehrs. Bei schnellem Verkehr beträgt diese etwa 100 m; auf der Autobahn soll es mindestens 150 m, das entspricht etwa 200 Schritten, vor der Gefahrenstelle stehen.

Führerschein und Fahrzeugpapiere - reicht auch eine Kopie?

Gem. § 4 Abs. 2 S. 2 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) ist der Führerschein und gem. § 11 Abs. 6 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) die Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein) im Original beim Fahren eines Fahrzeuges mitzuführen und auf Nachfrage einer zuständigen Person (z. B. der Polizei) auszuhändigen. Nur anhand der Originalpapiere kann zweifelsfrei festgestellt werden, ob die entsprechenden Berechtigungen zu diesem Zeitpunkt wirklich bestehen. Eine beglaubigte Kopie reicht als Ersatz für die Originalpapiere nicht aus.

Ersatzreifen - gibt es eine Verpflichtung ihn mitzuführen?

Nein. Jedoch sollten im allgemeinen Sicherheitsinteresse Ersatzreifen in vorschriftsmäßigem Zustand mitgeführt werden. Ein nicht verkehrssicherer Reservereifen (z. B. ohne ausreichendes Profil) darf nur dazu benutzt werden, das Fahrzeug auf dem kürzesten Wege aus dem Verkehr zu bringen, z. B. zum nächstgelegenen Parkplatz oder zur Werkstatt. Wer ohne Ersatzreifen eine längere Fahrt antritt, nimmt das Risiko in Kauf, unterwegs infolge einer nicht gleich behebbaren Reifenpanne liegenzubleiben.

Eine Alternative können sog. Reifendichtmittel sein. Pannensets (flüssiges Dichtmittel zum Einblasen in den Reifen mit 12-Volt-Kompressor) sind auf dem Vormarsch, obwohl sie Prinzip bedingt nur in einem Teil der auftretenden Schadenfälle eine Weiterfahrt ermöglichen – bei Stichverletzungen in der Lauffläche oder kleinen Rissen. Eine Pflicht zum Mitführen gibt es aber auch hier nicht.

Warnweste - gibt es eine Mitführpflicht für Deutschland?

Seit 01.07.2014 besteht auch in Deutschland eine allgemeine Warnwestenpflicht: In jedem Fahrzeug muss eine Warnweste (Europäische Norm EN 471 oder EN ISO 20471:2013) vorhanden sein. Die neue Regelung betrifft alle in Deutschland zugelassenen Pkw, Lkw und Busse; Motorräder und Wohnmobile bleiben ausgenommen. 

Informieren Sie sich über die:
 
Warnwestenpflicht in Deutschland

Warnwestenpflicht im Ausland
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Verbandskasten - was muss rein?

Jeder Pkw muss mit einem vollständigen Verbandskasten ausgestattet sein. Einzelheiten zum Inhalt und zum Ablaufdatum finden Sie hier.

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