Neuer Škoda Superb fährt bald auch elektrisch

12.9.2019

Škoda hat das Design seines Flaggschiffs Superb verfeinert, den Innenraum veredelt und den Superb iV für 2020 als Plug-in-Hybrid angekündigt. Testfahrt, Daten, Preise.

 

Skoda Superb fahrend
Škoda Superb: Optisch leicht überarbeitet
  • Premiere: Neue Assistenzsysteme und Voll-LED-Scheinwerfer
  • Bald auch elektrisch: Plug-in-Hybrid mit dem 1,4-TSI-Benziner
  • Jetzt im Offroad-Look: Scout-Modell mit Allradantrieb

 

Die dritte Generation des Škoda Superb, die seit 2017 Konkurrenten wie dem VW Passat, Ford Mondeo, BMW 5er oder Mercedes E-Klasse Marktanteile abnimmt, wurde mit sanften Retuschen an Front und Heck sowie neuen Materialien im Innenraum überarbeitet. Mit großzügigen Platzverhältnissen innen und einem Kofferraumvolumen von 625 Litern respektive 660 Litern beim Kombi setzt der Superb in seiner Fahrzeugklasse auch weiterhin die Spitzenwerte.

Neuer Kühlergrill und Chromleiste am Heck

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Der Skoda Superb 2019 von hinten Heck
Wie alle neuen Škoda: Mit Schriftzug statt Logo

Der optische Auftritt des Superb wurde nur leicht modifiziert. Der typische Škoda-Grill trägt jetzt Doppelrippen, ist größer und ragt etwas weiter nach unten in die Frontschürze. Die flacher gezeichneten Scheinwerfer haben bereits in der Basisversion LED-Technik für Abblend-, Fern-, Tagfahr- und Positionslicht und reichen nun bis an den Grill heran.

Am Heck fallen die horizontale Chromleiste, die Voll-LED-Heckleuchten verbindet, und der neue Škoda-Schriftzug in einzelnen Buchstaben ins Auge. Dass Škoda inzwischen bei allen neuen Modellen auf das gewohnte Heck-Logo verzichtet, hat mit dem asiatischen Markt zu tun: Chinesen haben Probleme mit Logos als Erkennungsmerkmal, Schriftzüge können sie einfacher identifizieren. 

Technisches Highlight des facegelifteten Superb sind die Voll-LED-Matrix Scheinwerfer, die erstmals in einem Škoda-Serienmodell zum Einsatz kommen. Über die Kamera an der Frontscheibe erkennt die intelligente Technologie entgegenkommenden Verkehr sowie reflektierende Personen oder Objekte und schaltet über das Steuergerät sofort einzelne Segmente des Lichtkegels aus. Andere Verkehrsteilnehmer werden trotz des stets eingeschalteten Fernlichts nicht geblendet. 

Mit digitalen Anzeigen jetzt up to date

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Cockpit des Skoda Superb
Neuer Innenraum mit Digital-Anzeigen, großem Display und Holz

Der Innenraum des Superb wirkt mit seinen Chrom-Applikationen an der Instrumententafel und den Türverkleidungen sowie neuen Dekoren für die Mittelkonsole und die Instrumententafel etwas hochwertiger. Einen schönen Kontrast bieten die neuen farbigen Steppnähte an den Leder-Sitzen und Armlehnen in den Türen.

Optional stehen das Virtual-Cockpit und drei verschiedene Infotainmentsysteme zur Auswahl, zwei davon mit Navigationsfunktion. Bei allen Systemen serienmäßig ist die SmartLink-Technologie, die Zugriff auf Smartphone Apps über das Touchscreen-Display ermöglicht. Eine SIM-Karte sorgt für Internetzugang und einen WLAN-Hotspot und erlaubt den Zugriff auf die mobilen Online-Dienste von Škoda-Connect. 

Mit dem Facelift sind drei Simply-Clever-Features hinzugekommen: die neue vergrößerte Phone-Box mit kabelloser Antennenanbindung und induktivem Laden, eine Gepäckraumunterteilung unterhalb des doppelten Ladebodens und ein optionales flexibles Verstausystem mit einer versetzbaren Querstange.

Der Škoda Superb iV wird erster Plug-in-Hybrid 

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Der Skoda Superb Hybrid 2019 an der wallbox
Geladen wird der Superb iV hinterm Kühlergrill

Die eigentliche Revolution des neuen Superb steckt ab Anfang 2020 unter der Motorhaube: Der Superb iV ist das erste Serienmodell von Škoda, das über einen Plug-in-Hybridantrieb verfügt. Ein 1,4-TSI-Benziner und ein Elektromotor entwickeln eine Systemleistung von 218 PS (160 kW) – mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 40 g/km. Die rein elektrische Reichweite beträgt im WLTP-Zyklus bis zu 56 Kilometer, in Kombination mit dem Verbrennungsmotor und dem 50-Liter-Benzintank liegt die Reichweite bei 850 Kilometern.

Die Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie mit einer Kapazität von 37 Amperestunden (Ah) und einem Energiegehalt von 13 kWh kann an einer Wallbox mit einer Ladeleistung von 3,6 kW in 3,5 Stunden aufgeladen werden. Weil sich die Batterie vor der Hinterachse im Fahrzeugboden befindet, sinkt das Ladevolumen des Superb iV bei der Limousine auf 485 Liter, beim Combi auf 510 Liter. Die Limousine mit Plug-in-Hybrid kostet 41.590 Euro, der Kombi 42.590 Euro.

Für den Aufbau seiner elektrifizierten Produktfamilie hat Škoda die neue Submarke iV gegründet, wobei "i" für "innovativ" oder "intelligent" steht und "V" für Vehicle. In den kommenden fünf Jahren investiert Škoda insgesamt zwei Milliarden Euro in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und führt bis 2022 über zehn elektrifizierte Modelle ein. Fast zeitgleich mit dem Superb iV kommt schon der Citigoe iV als reines Elektrofahrzeug auf den Markt – und später natürlich die Serienversion der SUV-Coupé-Studie Vision iV.

Motoren: Es gibt zehn Antriebskombinationen

Unter der Haube stehen nicht weniger als zehn Motor-Antriebs-Kombinationen bereit, wobei ein 1,5-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS den Einstieg markiert. Preis: 28.850 Euro. Mindestens 32.000 Euro werden fällig für den neuen 2.0 TDI. Der leistet zwar mit ebenfalls 110 kW/150 PS genauso viel wie sein Vorgänger, entstammt aber einer komplett neuen Motorengeneration – unter anderem wurden Kurbeltrieb, Abgasführung, Turbosystem, Einspritzanlage und Thermomanagement überarbeitet. Das alles soll sich positiv auf den Verbrauch auswirken.

Was auffällt: Das neue Triebwerk ist auch deutlich besser gedämmt und im Innenraum kaum wahrzunehmen. Dass es mit rund 350 Newtonmeter, die wahlweise von einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder einem siebenstufigen Doppelkuppler verwaltet werden, zudem ausreichend Kraft bereit stellt, steht außer Frage: Auf Landstraßentempo geht's in gut neun Sekunden, maximal 220 km/h sind vollkommen autobahntauglich. Überhaupt ist die Langstrecke die Lieblingsdisziplin des Škoda, der ruhig und gelassen dahingleitet.

Wer's auch beim Antrieb sportlicher mag, kann zum 2.0 TDI mit 140 kW/190 PS (ab 38.350 Euro) greifen. Die Automatik ist hier Serie, optional gibt es Allradantrieb. Der wiederum gehört beim Top-Benziner mit 200 kW/272 PS (ab 48.290 Euro) ebenfalls zum Standard. Darunter rangiert, mit 35.850 Euro deutlich günstiger und mit rund sechs Norm-Litern auch weniger durstig, ein weiterer, zwei Liter großer Vierzylinder-Turbo, der 140 kW/190 PS bereitstellt.

Die Basismotoren

Technische Daten (Herstellerangaben) Škoda Superb 1.5 TSI                 Škoda Superb 2.0 TDI  
Motor  Vierzylinder-Turbobenziner, 110 kW/150 PS, 250 Nm bei 1500 U/min
Vierzylinder-Turbodiesel, 110 kW/150 PS, 340 Nm bei 1750 U/min
Fahrleistungen
9,0 s auf 100 km/h, 220 km/h Spitze 9,1 s auf 100 km/h, 221 km/h Spitze
Verbrauch  k. A. k. A.
Maße  L 4,87 / B 2,03 (m. Spiegeln) / H 1,47 m
L 4,87 / B 2,03 (m. Spiegeln) / H 1,47 m
Kofferraum  625 – 1760 l  625 – 1760 l
Preis ab 28.850 € ab 32.000 €

   

Offroad-Look: Škoda Superb Scout 

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Der Skoda Superb 2019 scout Kombi  Heck
Im Offroad-Look: Der Škoda Superb Scout 

Mit dem Scout stellt die tschechische Marke ihren Offroad-Fahrzeugen ein neues Top-Modell zur Seite. Er kombiniert bei unveränderter Länge und Breite die großzügigen Platzverhältnisse des Superb Combi mit dem Flair eines Abenteurers.

Optisch unterscheidet sich der Scout mit neu gestalteten und robusten Stoßfängern an Front und Heck, jeweils mit einem Unterfahrschutz in Aluminium-Optik, zusätzlichen Kunststoffverkleidungen der Radhäuser, Seitenschwellern und einer verchromte Dachreling.

Im Innenraum empfängt der Scout seine Passagiere mit speziellen Dekorleisten in Holz-Optik, die wie die schwarzen Vordersitze das Scout-Logo tragen. Die Sitzheizung der Vordersitze gehört zum Serienumfang, für die äußeren hinteren Sitze ist sie optional erhältlich. Das zentrale Display wurde mit zusätzlichen Offroad-Anzeigen ausgerüstet, und beim Einsteigen wird der Fahrer mit einem speziellen Logo auf dem Bildschirm begrüßt.

Erhältlich ist der Superb Scout ausschließlich mit dem leistungsstärksten Diesel und Benziner der Modellreihe. Und dank seines serienmäßigen Schlechtwegepakets mit Triebwerk- und Steinschlagunterbodenschutz und 15 Millimetern mehr Bodenfreiheit sowie seines Allradantriebs macht er auch abseits befestigter Wege eine gute Figur. Unterstützt wird dies durch einen zusätzlichen Offroad-Modus in der Fahrprofilauswahl "Driving Mode Select". Die adaptive Fahrwerksregelung DCC ist als Option verfügbar.

Text: Thomas Kroher mit Material von SP-X. Fotos: Škoda.

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