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Wo darf man mit Skateboard, Bobby-Car & Co. fahren?

Kinder sind oft mit besonderen Fortbewegungsmitteln unterwegs ∙ © iStock.com/MNStudio

Gehweg, Radweg oder Straße: Wo dürfen Kinder und Teenager mit Skateboard, Inlineskates & Co. fahren? Und was gilt für Hoverboards? Das sind die Regeln.

  • Wave-, Skate-, Longboard und Inlineskates fahren auf dem Gehweg

  • Elektrische Funsport-Fahrzeuge sind auf öffentlichen Wegen nicht erlaubt

  • Mit E-Spielzeugautos bis 6 km/h dürfen Kinder in Fußgängerzonen fahren

Nach den Lockerungen der Corona-Regeln sind Unternehmungen mit Freunden an der frischen Luft wieder möglich. Kinder und Jugendliche treffen sich zum gemeinsamen Radfahren, Skate­boar­den oder Inlineskaten. Das ist jedoch nicht überall erlaubt.

Regeln für Bobby-Car & Elektrofahrzeuge

Die Kleinsten sind mit Bobby-Car, Dreirad oder Laufrad vor allem in verkehrsberuhigten Bereichen in Wohngebieten unterwegs. Hier dürfen sie sich gleichberechtigt mit allen anderen Verkehrsteilnehmern aufhalten, die Trennung in Fahrbahn und Gehweg ist aufgehoben. Alle Fahrzeuge, auch Fahrräder, müssen Schrittgeschwindigkeit einhalten. Außerhalb verkehrsberuhigter Bereiche dürfen die fahrbaren Spielzeuge nur auf dem Gehweg benutzt werden.

Die bei kleineren Kindern immer beliebter werdenden E-Spielzeugautos sind bis 6 km/h auf dem Gehweg sowie in der Fußgängerzone erlaubt. Mit schnelleren Modellen dürfen Kinder ausschließlich auf abgesperrtem Privatgelände unterwegs sein. Das Gleiche gilt für Kinder-E-Motorräder.

Mit Skateboard & Inlineskates auf dem Gehweg

Für Inlineskater, Wave-, Skate- und Longboarder gelten laut Straßenverkehrsordnung die Vorschriften für den Fußgängerverkehr. Sie müssen auf dem Gehweg fahren und die Geschwindigkeit den Fußgängern anpassen. Wave- und Skateboardern ist das Fahren auf der Straße nicht gestattet, Radwege dürfen sie ebenfalls nicht benutzen.

Bei Inlineskates gilt: Auch sportliche Skater müssen ihre Geschwindigkeit den Fußgängern anpassen. Gibt es innerorts keinen Gehweg, müssen Skater am rechten oder linken Fahrbahnrand fahren. Ansonsten dürfen Fahrbahnen und Radwege nur im Rahmen besonderer Veranstaltungen benutzt werden, wenn es die Polizei ausdrücklich erlaubt, zum Beispiel bei einer "Skate- oder Blade Night".

Auf ausreichend breiten Radwegen kann Inlineskaten durch ein Zusatzzeichen zugelassen sein. Wer dort skatet, sollte sich mit äußerster Vorsicht und unter besonderer Rücksichtnahme auf den übrigen Verkehr am rechten Rand in Fahrtrichtung bewegen, um Radfahrern das Überholen zu ermöglichen.

Auf Straßen tabu: Hoverboard, Airwheel, E-Skateboard

Diese elektrischen Spaßgeräte sind im Straßenverkehr nicht zugelassen. Sie dürfen nur im sogenannten abgegrenzten nichtöffentlichen Verkehr bewegt werden – beispielsweise auf abgetrennten bzw. abgesperrten Innenhöfen oder der Terrasse.

Hoverboards, E-Skateboards und elektrische Einräder wie Airwheels sind nicht zulassungsfähig und deshalb auf öffentlichen Wegen und Straßen völlig tabu. Wer gegen diese Regel verstößt, kann sich sogar strafbar machen, weil er ohne Versicherungsschutz fährt.

Müssen Kinder mit dem Rad den Gehweg benutzen?

Kinder müssen bis zum vollendeten achten Lebensjahr und dürfen bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Ist daneben ein baulich abgetrennt angelegter Radweg vorhanden, darf auch dieser benutzt werden. Zum Überqueren der Fahrbahn müssen die kleinen Radler absteigen und das Rad über die Straße schieben. Kinder dürfen auf dem Gehweg von einem Aufsichtsberechtigten begleitet werden. Auch dann gilt: Beim Überqueren der Fahrbahn müssen die Kinder und die begleitende Aufsichtsperson absteigen und schieben. Weitere Infos dazu und was ein verkehrssicheres Fahrrad braucht, lesen Sie hier.

Informationen zur Verkehrserziehung bietet der ADAC in kostenlosen Veranstaltungen mit dem Programm „Kind und Verkehr“ an. Dieses richtet sich besonders an Bezugspersonen von Kindern im Vorschulalter. Lassen Sie sich dazu in den ADAC Geschäftsstellen beraten.

E-Scooter gehören auf den Radweg

Seit Juni letzten Jahres sind E-Scooter mit Straßenzulassung in vielen deutschen Städten unterwegs. Jugendliche ab 14 Jahren dürfen die E-Roller benutzen. Erlaubt ist das Fahren auf Radwegen, Radfahrstreifen oder in Fahrradstraßen. Sind diese nicht vorhanden, muss die Fahrbahn benutzt werden. Das Fahren auf dem Gehweg und in der Fußgängerzone ist verboten, außer es wird durch das Zusatzzeichen "E-Scooter frei" ausdrücklich erlaubt.

Auf der Straße unterwegs mit Quad

Jugendliche ab 16 Jahren dürfen mit entsprechendem Führerschein bereits ans Steuer kleiner Quads. Das gilt für Fahrzeuge mit einem maximalen Hubraum von 50 Kubikzentimetern und einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h, denn dafür reicht der Führerschein der Klasse AM (früher: S). Weitere Regeln für Quads finden Sie hier.

Jugendliche sollten sich vor der ersten Fahrt mit Technik und Fahrverhalten vertraut machen und in einem abgesperrten Gelände auf lockerem wie auch auf festem Untergrund das Fahren üben. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Verkehrsübungsplatz.

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