Funsport: Wo dürfen Kinder mit Skateboard & Co. fahren?

Kinder sind oft mit besonderen Fortbewegungsmitteln unterwegs ∙ © iStock.com/MNStudio

Gehweg, Radweg oder Fahrbahn: Wo dürfen Kinder und Teenager mit Skateboard, Bobby-Car & Co. fahren? Und was gilt für Hoverboards und Inlineskates? Kinder und Jugendliche treffen sich oft zum gemeinsamen Radfahren, Skate­boar­den oder Inlineskaten. Das ist jedoch nicht überall erlaubt. An diese Regeln müssen sich alle halten.

  • Skate-, Wave-, Longboard und Inlineskates fahren auf dem Gehweg

  • Elektrische Funsport-Fahrzeuge auf öffentlichen Wegen nicht erlaubt

  • E-Spielzeugautos nur auf abgesperrtem Privatgelände benutzen

Bei den Kleinsten beliebt: Bobby-Car & Laufrad

Die Kleinsten sind mit Bobby-Car, Dreirad oder Laufrad vor allem in verkehrsberuhigten Bereichen in Wohngebieten unterwegs. Hier dürfen sie sich gleichberechtigt mit allen anderen Verkehrsteilnehmern aufhalten, die Trennung zwischen Fahrbahn und Gehweg ist aufgehoben. Alle Fahrzeuge, auch Fahrräder, müssen Schrittgeschwindigkeit einhalten. Außerhalb verkehrsberuhigter Bereiche dürfen die fahrbaren Spielzeuge nur auf dem Gehweg benutzt werden.

Kinderfahrzeuge, Bobbycar, Fahrrad, Skateboard, Hoverboard
Das gilt, wenn Kinder unterwegs sind. ∙ © ADAC e.V.

Die bei kleineren Kindern immer beliebter werdenden E-Spielzeugautos und Kinder-E-Motorräder dürfen nur auf abgesperrtem Privatgelände fahren.

Mit Skateboard & Inlineskates auf dem Gehweg

Für Skate-, Wave- und Longboarder sowie auch Inlineskater gelten laut Straßenverkehrsordnung die Vorschriften für den Fußgängerverkehr. Sie müssen auf dem Gehweg fahren und die Geschwindigkeit den Fußgängern anpassen. Wave- und Skateboardern ist das Fahren auf der Fahrbahn nicht gestattet, Radwege dürfen sie ebenfalls nicht benutzen.

Strassenschild Inlineskater dürfen hier fahren
Dieses Schild zeigt: Hier ist Inlineskaten erlaubt ∙ © .

Bei Inlineskates gilt: Auch sportliche Skater müssen ihre Geschwindigkeit den Fußgängern anpassen. Gibt es innerorts keinen Gehweg, müssen Skater am rechten oder linken Fahrbahnrand fahren. Ansonsten dürfen Fahrbahnen und Radwege nur im Rahmen besonderer Veranstaltungen benutzt werden, wenn es die Polizei ausdrücklich erlaubt, zum Beispiel bei einer "Skate- oder Blade Night".

Auf ausreichend breiten Radwegen kann Inlineskaten durch ein Zusatzzeichen zugelassen sein. Wer dort skatet, sollte sich mit äußerster Vorsicht und unter besonderer Rücksichtnahme auf den übrigen Verkehr am rechten Rand in Fahrtrichtung bewegen, um Radfahrern das Überholen zu ermöglichen.

Auf Straßen tabu: Hoverboard, Airwheel, E-Skateboard

Ein Teenager fährt auf einem Monowheel
Nur im abgegrenzten privaten Raum erlaubt: Elektrische Einräder ∙ © Shutterstock/V. Baturin

Diese elektrischen Funsport-Geräte sind im Straßenverkehr nicht zugelassen. Sie dürfen nur im sogenannten abgegrenzten nichtöffentlichen Verkehr bewegt werden – beispielsweise auf abgetrennten bzw. abgesperrten Innenhöfen oder der Terrasse.

Hoverboards, E-Skateboards und elektrische Einräder wie Airwheels sind nicht zulassungsfähig und deshalb auf öffentlichen Wegen und Straßen völlig tabu. Wer gegen diese Regel verstößt, kann sich sogar strafbar machen, weil er ohne Versicherungsschutz fährt.

Müssen Kinder mit dem Rad auf den Gehweg?

Kinder müssen bis zum vollendeten achten Lebensjahr und dürfen bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Ist daneben ein baulich abgetrennt angelegter Radweg vorhanden, darf auch dieser benutzt werden. Zum Überqueren der Fahrbahn müssen die kleinen Radler absteigen und das Rad über die Straße schieben.

Kinder dürfen auf dem Gehweg von einem Aufsichtsberechtigten begleitet werden. Auch dann gilt: Beim Überqueren der Fahrbahn müssen die Kinder und die begleitende Aufsichtsperson absteigen und schieben.

Was Eltern beim Fahrradfahren mit Kindern noch beachten sollten, lesen Sie in diesem ADAC Ratgeber.

ADAC Fahrradturnier: Mobil und sicher mit dem Fahrrad

Das ADAC Fahrradturnier ist ein bundesweit kostenloses fahrpraktisches Training für Kinder. Das Fahrradturnier kann von Schulen oder Organisatoren privater und öffentlicher Veranstaltungen direkt bei den Verkehrsabteilungen der ADAC Regionalclubs angefragt werden.

Hier finden Sie alle Infos zum ADAC Fahrradturnier und Kontaktmöglichkeiten zu Ihrem Regionalclub.

E-Scooter gehören auf den Radweg

Seit 2019 sind E-Scooter mit Straßenzulassung in vielen deutschen Städten unterwegs. Jugendliche ab 14 Jahren dürfen die E-Roller benutzen. Erlaubt ist das Fahren auf Radwegen, Radfahrstreifen oder in Fahrradstraßen. Sind diese nicht vorhanden, muss die Fahrbahn benutzt werden. Das Fahren auf dem Gehweg und in der Fußgängerzone ist verboten, außer es wird durch das Zusatzzeichen "E-Scooter frei" ausdrücklich erlaubt.

Auf der Straße unterwegs mit Quad

Jugendliche ab 16 Jahren dürfen mit entsprechendem Führerschein bereits ans Steuer kleiner Quads. Das gilt für Fahrzeuge mit einem maximalen Hubraum von 50 Kubikzentimetern und einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h. Hier reicht der Führerschein der Klasse AM (früher: S). Weitere Regeln für Quads finden Sie hier.

Jugendliche sollten sich vor der ersten Fahrt mit Technik und Fahrverhalten vertraut machen und in einem abgesperrten Gelände auf lockerem wie auch auf festem Untergrund das Fahren üben. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Verkehrsübungsplatz.

Andrea Piechotta
Redakteurin
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