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Strafzettel oder Knöllchen am Auto – was tun?

ein Knöllchen wird von einer Mitarbeiterin des Ordnungsamts ausgestellt
© stock.adobe.com/Daniel Hohlfeld

Sie haben falsch geparkt und einen Strafzettel oder ein Knöllchen erhalten? Worauf Sie achten müssen und welche Kosten auf Sie zukommen können.

  • Gegen eine Verwarnung gibt es keine Rechtsmittel

  • Wird nicht fristgerecht gezahlt, kommt in der Regel ein Bußgeld- oder Kostenbescheid

  • Kein Anspruch auf kostengünstigeres Knöllchen

Ein Beispiel: Für kleinere Verfehlungen im Straßenverkehr, wie falsches Parken, ist ein Verwarnungsgeld von 5 bis 55 Euro vorgesehen.

Knöllchen am Auto oder per Post

Die Verwarnung kommt entweder mit der Post oder das Knöllchen hängt z.B. an der Windschutzscheibe des Autos. Mit der fristgerechten Zahlung des Verwarnungsgeldes können Sie das Verfahren einfach und ohne zusätzliche Kosten beenden. In diesem Fall muss der Betrag vollständig und innerhalb der gesetzten Frist von einer Woche bei der Behörde bezahlt sein. Wird die Verwarnung nicht oder zu spät bezahlt, wird in der Regel ein kostenpflichtiges Bußgeldverfahren eingeleitet.

Kein Knöllchen, sondern sofort das teurere Bußgeld

Sie haben keinen Rechtsanspruch auf das vereinfachte Verwarnungsgeldverfahren. Sollten Sie daher kein Verwarnungsgeldangebot erhalten haben, sondern gleich den kostenpflichtigen Bußgeldbescheid, so ist dies für das weitere Verfahren unschädlich. Die Behörde kann im Einzelfall vom Verwarnungsangebot absehen und gleich das förmliche Bußgeldverfahren einleiten.

Hat es Sinn, sich gegen eine Verwarnung zu wehren?

Ob sich ein Rechtsstreit lohnt oder die Verwarnung bezahlt werden sollte, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Zur Klärung dieser Frage können Sie sich als ADAC Mitglied direkt an Ihre ADAC Juristen wenden.

Halterhaftung: Falschparker kann nicht ermittelt werden

Wurde das Park-Knöllchen nicht bezahlt, und kann der Führer des Kraftfahrzeuges nicht vor Eintritt der dreimonatigen Verjährungsfrist ermittelt werden oder würde seine Ermittlung einen unangemessenen Aufwand erfordern, dann muss der Halter des Kraftfahrzeuges nach Paragraf 25 a des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) 20 Euro Kosten für das Verfahrens übernehmen.

Voraussetzung dafür ist, dass der Halter rechtzeitig, also innerhalb von zwei Wochen zur Person des Fahrers befragt wurde. Antwortet der Halter auf diese Zeugenbefragung nicht, verweigert er die Aussage oder sagt er aus, den tatsächlichen Falschparker nicht zu kennen, so werden ihm nach Ablauf der Verjährungsfrist die Verfahrenskosten auferlegt, sofern weitere Bemühungen der Behörde nicht zum Erfolg führten bzw. nicht Erfolg versprechend waren.