Piaggio Beverly 300/400: Doppelt besser

Schon seit über 20 Jahren vorne mit dabei: Piaggio Beverly
Schon seit über 20 Jahren vorne mit dabei: Piaggio Beverly© Piaggio

Den Piaggio Beverly gibt es in zwei Varianten: Als 300er oder 400er. Der große Erfolgsroller bietet viel Ausstattung und Komfort. Infos, Bilder, Daten, Preise.

  • Zwei Motoren zur Auswahl

  • Gute Ausstattung, hoher Nutzwert

  • Preis: ab 5990 Euro bzw. 6490 Euro

Seit über 20 Jahren ist der Piaggio Beverly unter den Großradrollern einer der Größten: Zuverlässig belegt er seit seiner Präsentation 2001 jedes Jahr einen der Zulassungs-Spitzenplätze in den wichtigen europäischen Rollermärkten. Auch in Deutschland gehört er stets zu den bestverkauften Kraftrollern.

Die Italiener haben 2021 den Beverly komplett überarbeitet: Es gibt ihn nun wahlweise mit zwei Motoren (300 und 400 Kubikzentimeter Hubraum), optimiertem Fahrwerk, mehr Komfort und deutlich verbesserter Ausstattung sowie einer neuen Karosserie. Der Preis für den Beverly 300 liegt inklusive Liefernebenkosten bei 5990 Euro, der Beverly 400 kostet 6490 Euro.

Piaggio Beverly 300/400: 28,5 und 35,4 PS

Der Euro 5-konforme 400 cm³-Einzylinder © Piaggio

Die beiden Einzylinder-Triebwerke von Piaggio mit 278 beziehungsweise 399 Kubikzentimetern Hubraum entsprechen der aktuellen Abgasnorm Euro 5. Der kleinere Motor leistet 19 kW/25,8 PS, der größere 26 kW/35,4 PS. Man hofft, damit genauer die Wünsche der Kunden zu berücksichtigen. Käufer eines Beverly 300 müssen im Vergleich zum alten 350er bei gleichem Preis freilich eine Minderleistung von 5 PS akzeptieren.

Bei beiden Versionen setzt Piaggio bei der Radführung auf Showa-Produkte: Vorne wird eine 3,5-Zentimeter-Telegabel eingesetzt, hinten arbeiten zwei Federbeine, deren Vorspannung fünffach einstellbar ist. Der Reifendurchmesser beträgt weiterhin vorne 16 und hinten 14 Zoll, die Reifenbreite unterscheidet sich allerdings. Beim kleineren Motor werden 110/70-Reifen montiert, beim größeren 120/70. Hinten muss sich der 300er mit 140/70 begnügen, während der 400er Beverly auf einem 160/70-Hinterreifen rollt.

Ausstattung: LC-Display, Keyless-go, LED-Licht

Das volldigitale LC-Display hat ein großes 5,5 Zoll-Format. Die Ausstattung mit integrierter Piaggio Multimedia Plattform zur Integration eines Smartphones ist dem Beverly 400 vorbehalten, ebenso der Windschild zur Steigerung des Fahrkomforts. Das Keyless-System dagegen bieten beide Versionen. Zur aktuellen Karosserie gehört eine LED-Lichtanlage inklusive in die Frontverkleidung integriertem Scheinwerfer. Schick sind die doppelten Steppnähte an der Sitzbank, deren Bezug aus zweierlei Materialien gefertigt ist. Die Aluminiumräder haben sieben Speichen.

Der Piaggio Beverly glänzt unverändert mit einem hohen Nutzwert im urbanen Raum, wo man oft auf schlechtem Straßenbelag unterwegs ist. Die relativ großen Räder verleihen ihm ein sehr stabiles Fahrverhalten. Beide Modellversionen werden zusätzlich als etwas sportlicher wirkende S-Variante angeboten; sie unterscheidet sich vom klassischen Beverly primär durch Matt-Lackierungen und Räder in dunkelgrauem Lack sowie eine schwarze Sitzbank. Der Preisunterschied zwischen Beverley und Beverly S liegt jeweils bei 100 Euro.

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Text: Ulf Böhringer/SP-X