Gravel-Bike Neuheiten 2024: Diese aktuellen Modelle gibt es

Eine Frau die auf einem Gravel Bike durch die Berger fährt
Als Reise-Fahrrad ist das Gravel-Bike eine gute Alternative© stock.adobe.com/Ketrin

Welche Gravel-Bike Neuheiten gibt es? Eine Vorschau auf das neue Modelljahr bietet diese Auswahl interessanter Gravel- und E-Gravel-Bikes mit vielen Infos, Fotos und Preisen.

  • Gute Alternative als Reise-Fahrrad

  • Als Allrounder bewährt

  • Stadt und leichtes Gelände: Ideales Fahrverhalten

Aktiver Urlaub mit dem Fahrrad in Deutschland ist weiterhin beliebt, das zeigen auch die Zahlen der ADFC-Radreiseanalyse*: Allein im Jahr 2022 haben danach 4,6 Millionen Radfahrer und -fahrerinnen eine längere Reise mit dem Fahrrad unternommen. Egal ob Bikepacking oder regionale Touren: Für einen Radurlaub oder Fahrradtouren gibt es im Modelljahr 2024 wieder interessante Fahrräder. Besonders für längere Touren abseits von asphaltierten Straßen und Wegen können Gravel-Bikes eine Option sein.

Bianchi Impulso

Aufnahme des Bianchi Gravelbikes
Topmodell der Impulso-Reihe von Bianchi ist das besonders leichte RC© Bianchi

Viele Gravel-Bike-Modelle sind auch als Reiserad-Alternativen ausgelegt. Bei Bianchi steht aber ein anderer Aspekt im Vordergrund: Impulso heißt eine neue Gravel-Bike-Familie des Herstellers, die eher auf aerodynamisches Design und Leichtbau setzt. Kabel und Leitungen verstecken sich im Innern der Carbon-Konstruktion, die allerdings keine Montagepunkte für Gepäcklösungen vorsieht. Am Unterrohr befinden sich lediglich zwei Gewindepunkte für einen Trinkflaschenhalter.

Topmodell ist das RC, das neben der elektronischen Kettenschaltung Force AXS von Sram eine Lenker-Vorbau-Einheit sowie Aero-Räder aus Carbon bietet. Hinzu kommen Radnaben mit Keramik-Lagern. Rund 5600 Euro kostet die nur acht Kilogramm leichte Version.

Knapp 3600 Euro verlangt Bianchi für das Impulso Pro. Hier kommt die mechanische Shimano-Schaltung GRC 820 zum Einsatz. Einstiegsversion ist das 2460 Euro teure Comp mit nochmals günstigeren Shimano-Komponenten.

Coboc Sydney

Ein Mann der auf einem Coboc Gravelbike durch die Stadt fährt
Graveln in der City mit dem neuen Stadtstromer Sydney von Coboc© Coboc

Das neue Leichtbau-Pedelec des Heidelberger Herstellers Coboc sieht eher aus wie ein Fitness-Bike. Doch der schlanke Stadtflitzer integriert einen Motor. Breite Cross-Reifen sorgen zudem für Gravel-Flair. Typisch für die Marke setzt das Modell auf Heckmotor und einen im Unterrohr integrierten 380-Wh-Akku.

Dank weitgehend innenverlegter Leitungen, starrer Carbongabel und geradem Lenker mit kurzem Vorbau kommt das rund 15 Kilogramm wiegende E-Bike optisch aufgeräumt daher. Anzeige- und Bedienelemente für den E-Antrieb sind ebenfalls dezent. Lediglich fünf LEDs auf der Oberseite des Oberrohrs informieren über Akkufüllstand und die Funktion der unauffällig integrierten Lichtanlage. Das Sydney soll auch ohne E-Unterstützung dank 11-Gang-Sram-Kettenschaltung gut fahrbar sein. Alternativ schiebt der 35 Newtonmeter starke Heckmotor in verschiedenen Stufen an.

Das rund 4000 Euro teure E-Bike bietet zudem hydraulische Scheibenbremsen, eine Smartphone-Halterung von SP Connect sowie vier Zentimeter breite Allround-Reifen.

Hase Bikes Gravit Dust

Freistelleraufnahme des Gravelbikes von Hase Bikes
Das Gravit Dust vereint zwei Fahrrad-Genres: Gravel-Bike und Lastenrad© Hase Bikes

Cargo- und Gravel-Bikes sind derzeit in Deutschland gefragt, könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Hase Bikes hat mit dem Gravit Dust nun ein Modell im Angebot, das beide Trendtypen kombiniert. Wie bei Hase üblich, steht das Dust auf kleinem Vorder- und großem Hinterrad, die jeweils von breiteren und grober profilierten Reifen ummantelt sind. Außerdem gibt es einen Rennradlenker, der sich allerdings nicht direkt über, sondern deutlich hinter dem per Federgabel geführten 20-Zoll-Vorderrad befindet.

Vor dem Lenker des Lastenrads ist noch Platz für das Cargoboard mit seiner 50 mal 85 Zentimeter großen Ladefläche. Darauf lässt sich Ladung mit einem Netz an zehn Ösen fixieren. Das Cargoboard kann mit einem Handgriff entfernt werden. Speziell für den Transport im Auto lässt sich dank Teleskop-Rahmen der Radstand deutlich verkürzen, was eine Mitnahme auf einem Heckträger erleichtert.

Das 20 Kilogramm leichte Gravit Dust verträgt eine maximale Zuladung von 200 Kilogramm. Die Ausstattung umfasst eine 11-Gang-Kettenschaltung und mechanische Scheibenbremsen. Kostenpunkt: 3800 Euro. Als Custom-Variante ist das Gravit Dust auch mit E-Antrieb erhältlich.

Koga Roqua Allroad

Freisteller des Gravelbikes Koga
Das Koga Roqua Allroad ist ein Carbon-Gravel-Bike für Reiselustige© Koga

Dank bequemer Langstrecken-Geometrie und vielen Montagepunkten ist das neue Roqua Allroad von Koga vor allem für reiselustige Radfahrer und -fahrerinnen geeignet.

Die holländische Fahrradschmiede erweitert zum Modelljahr 2024 ihr sportliches Bike-Portfolio um das Carbon-Gravel-Bike Roqua Allroad. Dank Endurance-Geometrie, die eine vergleichsweise entspannte Sitzposition erlaubt, soll es auch auf langen Touren komfortabel sein. Die integrierte Kabelführung sorgt für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild. Der Rahmen bietet dennoch diverse Montagepunkte für Gepäcklösungen verschiedener Art.

Die Komponentenausstattung umfasst Scheibenbremsen, eine Sram-Apex-Kettenschaltung mit zwölf Gängen sowie den Gravel-Laufradsatz Mavic Allroad mit den angecrossten und vier Zentimeter breiten Continental-Reifen Terra Trail. Der in fünf Größen erhältliche "Wald und Wiesen"-Flitzer soll rund 3600 Euro kosten.

Rose Backroad AL Plus

Aufnahme in der Sächsischen Schweiz der Rose Bikes
Das neue E-Gravel-Bike von Rose ist besonders leicht und zudem recht günstig© Rose Bikes

Bei der E-Gravel-Variante des Backroad hat Fahrradhersteller Rose bislang auf eine Mittelmotor-Lösung gesetzt. Jetzt gibt es eine günstige Alternative. Mit dem neuen Backroad AL Plus rundet Rose sein Angebot um ein preiswerteres Einstiegsmodell nach unten ab. Statt auf einem Carbonrahmen basiert das rund 3400 Euro teure AL auf einem günstigeren Alurahmen, in dessen Unterrohr ein 250-Wh-Akku steckt.

Der im Hinterrad befindliche X35-Nabenmotor von Mahle soll Radfahrende mit vollem Akku bis zu 100 Kilometer weit unterstützen. Per Range-Extender-Akku mit 208 Watt lässt sich der Aktionsradius auf 170 Kilometer erweitern. Laut Rose soll das 13,4 Kilogramm wiegende Backroad AL auch für längere Touren taugen. 14 Anschraubpunkte erlauben das Anbringen verschiedener Gepäcklösungen.

Breite Reifen sowie Gravel-Bike-Varianten von Laufrädern und Lenker versprechen gute Fahreigenschaften auf unbefestigten Wegen. Zwei Kettenschaltsysteme, das Apex XPLR 1x12 und das Shimano GRX RX810 1x11, stehen zur Wahl. Letzteres erhöht den Preis um 100 Euro.

Rotwild R.R275 X

Freistelleraufnahme des Gravelbikes von Rotwild
Rotwild hat mit dem R.R275 X nun sein erstes Gravel-Bike aufgelegt© Rotwild

Rotwild, eine auf Mountainbikes spezialisierte Fahrradschmiede aus Hessen, hat mit dem Modell R.R275 X nun ein erstes Gravel-Bike im Angebot. Das Rad bietet viel Carbon und einen E-Antrieb.

Für eine extravagante Note sorgen unter anderem Fünfspeichen-Felgen und ein als Verlängerung des Oberrohrs konzipierter Lenkervorbau. Im Vorbau ist ein Supernova-Scheinwerfer integriert, das Ende des Oberrohrs markiert eine Rückleuchte. Auf der Oberseite des Oberrohrs ist ein kleines Infodisplay eingelassen.

Unscheinbar im Bereich des Tretlagers steckt der E-Motor – ein 50 Newtonmeter starker HPR50 von TQ. Strom liefert eine im Rahmen versteckte 250-Wh-Batterie, die sich durch einen 160-Wh-Range-Extender ergänzen lässt. Das Antriebssystem ist nicht darauf ausgelegt, dem Fahrer oder der Fahrerin dauerhaft die Beinarbeit abzunehmen. Eher dient es als Unterstützung, wenn die Kondition zum Beispiel an schwierigen Anstiegen nicht mehr ausreicht. Entsprechend gibt es einen Boost-Knopf, über den sich für 30 Sekunden sogar 300 Watt abrufen lassen.

Das R.R275 X gibt es in zwei Versionen, die beide auf dem gleichen Carbon-Rahmen basieren. Basis ist das rund 9000 Euro teure und 13 Kilogramm leichte Pro mit klassischen Speichenrädern und einer 1x12-GRX-Schaltung von Shimano. Für 12.000 Euro bietet die Version Ultra neben den Fünfspeichen-Vollcarbon-Rädern noch die elektronische Sram-Kettenschaltung Force AXS mit 12er-Kassette.

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Urwahn Waldwiesel Trickstuff Beast

Aufnahme eines Gravelbikes von Urwahn
Die Ausstattung des Waldwiesel-Sondermodells bietet einige Feinheiten© Urwahn

Urwahn hat sich in der Fahrradszene als 3-D-Druck-Pionier einen Namen gemacht. Mit dem E-Gravel-Bike Waldwiesel Trickstuff Beast ist nun ein Sondermodell auf dem Markt, das sich unter anderem durch zusätzliche Komponenten aus dem 3-D-Drucker auszeichnet.

Neben dem in Teilen in so genannten additiven Verfahren produzierten Stahlrahmen mit nach hinten umgelenktem Sattelrohr bietet die neue Version 3-D-Druck-Bremshebel aus Titan, die mit den neuen C22-FM-Bremsen von Trickstuff kombiniert werden. Von der Firma Beast stammen außerdem ein Carbonfaser-Hybrid-Lenker und die speziell für den Schottereinsatz entwickelten GR40-Laufräder.

Zum Ausstattungsumfang gehören darüber hinaus noch eine Lauf-Grit-Federgabel, ein 3-D-gedruckter Trinkflaschenhalter, Fitzik-Sattel sowie Pedale aus Titan. Dank spezieller Pulverbeschichtung changiert die Rahmenfarbe des E-Bikes mit Mahle-Heckmotor je nach Lichteinfall von Dunkelviolett zu Schwarz. Rund 8500 Euro kostet das Sondermodell und damit 3000 Euro mehr als die Standardversion.  

Ratgeber Fahrrad

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Text mit Material von SP-X.