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Autoaufbereitung – Tipps für gründliche Reinigung und Pflege

Das Auto glänzt nach der KFZ-Aufbereitung bei der Firma Blomberger, Schleißheimer Str. 395 in München.
Glänzendes Ergebnis: Dieses Fahrzeug wurde professionell aufbereitet ∙ © ADAC/Rasmus Kaessmann

Zur Autopflege gehört mehr als die regelmäßige Fahrt durch die Waschstraße. Mit etwas Geschick lässt sich der Zustand eines Autos Schritt für Schritt auch im Do-it-yourself-Verfahren verbessern.

  • Gegen Schmutz und Salz am Auto helfen Waschen, Polieren und Wachsen

  • Eine gründliche Fahrzeugaufbereitung verbessert die Optik und kann sich beim Verkauf auszahlen

  • Eine SB-Autowaschanlage ist der richtige Ort für die Reinigung des Autos

1. Auto waschen: Zwei Gänge für ein sauberes Ergebnis

Ein Hochdruckreiniger entfernt groben Schmutz und im Winter auch Streusalz von Lack und Unterboden des Autos. Um den Lack nicht zu beschädigen, ist dabei ein Abstand von 30 Zentimetern wichtig. Für die anschließende Feinwäsche braucht es viel Handarbeit, einen Schwamm, Auto-Shampoo und lauwarmes Wasser.

Tipp: Vergessen Sie nicht, die Heckklappe und Einstiege sauber zu machen, besonders den auf der Fahrerseite. Für die Unterbodenwäsche nutzt man am besten die Waschanlage.
Nach dem Spülen mit klarem Wasser trocknen Sie das Fahrzeug gründlich mit einem Leder- oder Mikrofasertuch.

2. Felgen reinigen: Was gegen Bremsstaub wirkt

Auch hier kommt der Hochdruckreiniger mit 30 Zentimeter Abstand zum Einsatz. Starken Schmutz entfernen Sie mit Schwamm, Bürste und einem Felgenreiniger. Der wirkt zum Beispiel gegen eingebrannten Bremsstaub. Weil diese Reiniger Chemikalien enthalten, sollten Sie die empfohlene Einwirkzeit nicht überschreiten sowie Schutzbrille und Handschuhe benutzen. Säurehaltige Reiniger sind ungeeignet, weil sie die Versiegelung der Felgen angreifen können. Gegen hartnäckigen Schmutz wie Flugrost oder Teer hilft eine spezielle Reinigungsknete. Sind die Felgen sauber, werden sie mit klarem Wasser gespült.

3. Scheiben säubern: Mehr Durchblick mit einem Trick

Wenn handelsüblicher Scheibenreiniger zum Entfernen von Teer oder Fliegendreck nicht ausreicht, verwenden Sie einen Spezialentferner. Am besten fährt man die Seitenscheiben vor der Innenreinigung ein Stück nach unten, um auch an die obersten Bereiche heranzukommen, die sonst unter den Dichtungen verborgen liegen. Mautaufkleber lassen sich leichter entfernen, wenn sie mit einem Föhn vorgewärmt sind. Gegen eventuelle Reste hilft ein handelsüblicher Silikonreiniger.

Tipp: Wer die Scheiben innen senkrecht und außen waagerecht säubert, erkennt Schlieren leichter und kann gezielter nacharbeiten.

4. Leisten und Türgummis aufbereiten: Kleiner Stift mit großer Wirkung

Die Reinigung ausgeblichener Zierleisten aus Kunststoff funktioniert gut mit einem Silikonentferner, danach wird mit einer Tiefenpflege dunkler nachgefärbt. Ein Pflegestift aus Hirschtalg oder Vaseline macht spröde Türgummis wieder geschmeidig, verhindert das Eindringen von Wasser und dämpft Windgeräusche.

5. Innenraum reinigen: Mit Staubsauger und Mikrofasertuch

Das Innere des Autos braucht zunächst einen gründlichen Durchgang mit dem Staubsauger. Mit seiner schmalen Düse erreicht man auch die Zwischenräume von Sitzen und am Boden. Vorsicht ist bei weicheren Kunststoffen geboten: Die harte Staubsaugerdüse kann Kratzer verursachen. Mit Auto-Innenreiniger und Mikrofasertuch werden Armaturen, Sitzpolster und Verkleidungen aus Stoff von Schmutz befreit. Sitzt dieser tiefer, kommt ein Nasssauger zum Einsatz, mit dem Sie die betreffende Stelle einsprühen und anschließend Schmutz und Feuchtigkeit herausziehen. Für das Reinigen, Aufbereiten und Pflegen von Kunststoff- und Glattlederflächen eignet sich Cockpitspray.

6. Lack pflegen: Im Zweifel besser von Hand

Der letzte Punkt der Autoaufbereitung beginnt damit, alle Kunststoffteile mit Klebeband abzudecken. Anschließend wird mit einem weichen Mikrofasertuch Partie für Partie eine kleine Menge Politur aufgetragen. Dabei ist wichtig, im Schatten, bei mäßiger Temperatur und nur mit leichtem Druck zu arbeiten. Eventuelle Reste polieren Sie mit einem zweiten sauberen Tuch weg. Danach ist die Versiegelung des Fahrzeugs mit Autowachs ratsam – dann übersteht die Politur mehrere Autowäschen. Nur Profis sollten für das Aufbringen eine Maschine einsetzen.

Wer sich nun selbst an die Arbeit machen möchte, muss sich erkundigen, ob die Autopflege auch auf Privatgrund oder auf einem öffentlichen Parkplatz erlaubt ist. Das ist je nach Kommune unterschiedlich geregelt. Eine sichere Wahl ist daher der Selbstbedienungswaschplatz einer Tankstelle oder Waschstraße. Dort stehen meist auch Hochdruckreiniger und Staubsauger zur Verfügung.

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