VW T7 California (2024): Alles neu, alles besser?

Zwei VW New California stehen nebeneinander
Der New California basiert auf dem aktuellen Multivan und teilt sich damit eine Plattform mit dem Golf© www.ingobarenschee.com

Der neue VW California ist da. Mit der fünften Generation des Campers wird es ihn erstmals auch als Plug-in-Hybrid geben. Der California ist jetzt voll vernetzt und bietet serienmäßig zwei Schiebetüren. Erste Infos.

  • Neuer California auf Basis des VW T7

  • Motoren: Ein Diesel, ein Benziner, ein Plug-in-Hybrid

  • Bestellbar ab Juni 2024 zu Preisen ab ca. 65.000 Euro

Darauf haben Bulli-Fans seit vielen Jahren gewartet: VW stellt den neuen California vor. Bereits 2021 war mit der Einführung des T7 Multivan klar, dass dieser auch mal als Basis für den beliebten Campingbus aus Hannover dienen wird. Der jetzt vorgestellte New California ist vernetzter denn je, bekommt ein neues Innenraumkonzept und fährt serienmäßig mit zwei Schiebetüren vor. Wie beim Vorgänger wird es neben den vollwertigen Campingbussen "Coast" und "Ocean" auch weiterhin abgespeckte "Beach"-Versionen geben.

Maße, Höhe und Anhängelast

Ein stehender VW New California mit aufgebautem Dach- und Vorzelt
Dank der zweiten Schiebetür gibt es Sonnensegel und Vorzelte für beide Seiten des California© www.ingobarenschee.com

Der neue T7 California steht, wie auch sein Basisfahrzeug Multivan, auf der MQB-Plattform von Volkswagen, wie zum Beispiel auch der VW Golf. Sie erlaubt es, den Bus mit modernen Assistenzsystemen auszustatten und ihn zu elektrifizieren.

Dass der neue California auf der Langversion des Multivan beruht, macht sich bei den Abmessungen bemerkbar: der California ist in den meisten Dimensionen gewachsen. Mit einer Länge von 5,17 Metern ist er rund 27 Zentimeter länger als der Vorgänger (4,90 Meter). Gemessen ohne Spiegel hat der Bus eine Breite von 1,94 Metern, was vier Zentimeter mehr im Vergleich zum alten T6.1 sind (1,90 Meter). Bei der Höhe ändert sich dafür nichts. Mit 1,99 Meter ist er bei geschlossenem Aufstelldach so hoch wie bislang gewohnt und passt damit in die meisten Tiefgaragen.

Der Radstand wächst auf 3,12 Meter, was mehr Platz im Innenraum verspricht. Technische Daten lassen aktuell seitens Volkswagen noch auf sich warten – zumindest die Anhängelast bei der Plug-in-Hybrid-Version ist schon bekannt. Beim "New California eHybrid 4Motion" sollen bis zu 2000 Kilogramm angehängt werden können.

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California als Beach, Coast und Ocean

Kochmöglichkeit am VW New California
Die Miniküche des Beach Camper wandert aus der Seitenverkleidung in einen Kasten hinter der Heckklappe© www.ingobarenschee.com

Für den Innenraum stehen beim California wieder mehrere Ausbaustufen zur Wahl. Den Einstieg bildet die Ausstattungslinie Beach, die in der Basis im Grunde nur ein Multivan mit Aufstelldach ist. Hier gibt es noch kein Bett für die hinteren Sitze. Dieses zieht serienmäßig erst beim Beach Tour in den Van ein. Da der California nun auf Einzelsitze im Fond setzt, besteht das Bett aber nicht aus einer Matratze auf dem Heckbrett und der umgeklappten Rückbank, sondern aus einer eigenen Bettkonstruktion, die sich auf den umgeklappten Rücksitzen abstützt.

Eine Zweitbatterie mit 40 Ah Kapazität hilft dabei, autark zu bleiben, USB-C-Steckdosen mit bis zu 45 Watt Leistung halten mobile Gerätschaften am Laufen.

Als California Beach Camper gibt es zudem auch eine kleine Küche für den Van. Die Miniküche wechselt ihren Standort von der linken Seitenwandverkleidung in einen Kasten im Heck. Das ist notwendig, da der Bus künftig immer eine Schiebetür auf der linken Seite hat. Leider führt es aber auch dazu, dass selbst das simple Kochen eines Tees die Insassen schon nach draußen verbannt. Zudem gibt es einen 230-Volt-Landstromanschluss für Aufenthalte auf dem Campingplatz oder auf Wohnmobilstellplätzen.

Richtiger Camper als Coast und Ocean

Innenansicht des VW New California
Die neugestaltete Küchenzeile für den Coast und Ocean soll ähnlich viel Platz wie die des Vorgängers bieten© www.ingobarenschee.com

Zum richtigen Camper wird der New California ab den Ausstattungslinien Coast und Ocean. Hier gibt es keine Miniküche, sondern eine vollwertige Küchenzeile mit Waschbecken und Stauraum. Eine zweite 40-Ah-Campingbatterie bietet zusätzlichen Strom für unterwegs.

Laut Volkswagen bietet die neue Küchenzeile dank des langen Radstands ähnlich viel Platz wie beim Vorgänger und reicht dabei nicht so weit in den Innenraum. Der Kühlschrank lässt sich als Schublade ausziehen, was das Befüllen erleichtern dürfte. Die zweite Schiebetür verbessert hier den Zugang zusätzlich, denn nun muss man nicht mehr in den Bus kriechen, um Lebensmittel oder Getränke aus dem Kühlschrank zu holen.

So groß sind die Betten im California

Neue Abmessungen beim T7 und ein neues Innenraumkonzept beim California bedeuten auch neue Bettenmaße. Das Aufstelldach, das alle Varianten des Reisemobils vereint, ist weiterhin rund 1,14 Meter breit und 2,05 Meter lang (Vorgänger T6.1: 1,20 Meter breit und 2,00 Meter lang).

Das untere Bett beim Beach Tour und Beach Camper ist dagegen 1,98 Meter lang und 1,33 Meter breit (T6.1: 1,50 Meter breit, 2,00 Meter lang). Bei den Modellen Coast und Ocean schrumpft das untere Bett durch den Küchenblock. Hier sind es 1,06 Meter Breite und 1,98 Meter Länge (T6.1: 1,15 Meter breit, 1,90 Meter lang).

Maße der California-Betten im Überblick:

  • Aufstelldach bei allen California: Länge 2,05 Meter, Breite 1,14 Meter

  • Bett unten für Beach Tour und Beach Camper: Länge 1,98 Meter, Breite 1,33 Meter

  • Bett unten für Coast und Ocean: Länge 1,98 Meter, Breite 1,06 Meter

Gute Vernetzung im VW California

Verbrauchsanzeige im VW New California
Die Schaltzentrale für die Campingfunktionen befindet sich in der C-Säule© www.ingobarenschee.com

Digitalisierung spielt beim neuen California eine wichtige Rolle. Ob die Überwachung der Füllstände des Wasser- und Abwassertanks oder die Aktivierung des Camping-Modus, der unter anderem die Coming-Home-Funktionen der Außenbeleuchtung unterbindet, alles wird hier digital gesteuert.

Neben der Bedienung der Campingfunktionen über einen Touchscreen in der C-Säule lässt sich der Bus auch mit einer Smartphone-App steuern. Auf der Präsentation wurde unter anderem eine Neigungsanzeige gezeigt, die es dem Beifahrer oder der Beifahrerin erlaubt, den Bus optimal auf eine möglichst gerade Stellfläche einzuweisen. Neben App und Touchfläche im Fond lassen sich die meisten Funktionen auch über den Bildschirm des Infotainments vom Fahrersitz aus regeln.

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California jetzt als Plug-in-Hybrid

Der neue California wird vorerst mit drei Motorvarianten ausgestattet. Neben einem 204 PS starken TSI-Benziner und einem 150-PS-TDI-Diesel gibt es mit dem eHybrid 4Motion erstmals einen Plug-in-Hybridantrieb für einen Campingbus. Der Hybridantrieb verfügt über eine Systemleistung von 245 PS und soll zwischen 90 und 100 Kilometer elektrisch fahren können. Exakte Werte gibt VW bislang aber noch nicht an. Alle drei Antriebskonzepte greifen bei der Sortierung der Gänge auf ein Doppelkupplungsgetriebe zurück, ein Schaltgetriebe ist nicht vorgesehen.

Preise ziehen an, Markstart im Juni 24

Ab Juni 2024 soll der California beim Händler bestellbar sein, die ersten Auslieferungen sollen im zweiten Halbjahr stattfinden. Zu den Preisen äußert sich VW noch nicht, allerdings lässt sich davon ausgehen, dass die Preise etwas über dem Niveau des Vorgängers liegen werden. Für den Einstiegs-California in der Ausstattung Beach könnte es ab 65.000 Euro losgehen, das Topmodell Ocean mit Plug-in-Hybrid könnte sogar die 100.000-Euro-Marke knacken.

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