Testergebnis

Juni 2020

Karosserie/Kofferraum

2,2

Innenraum

1,8

Komfort

1,6

Motor/Antrieb

1,4

Fahreigenschaften

2,2

Sicherheit

1,3

Umwelt/EcoTest

4,6

ADAC Urteil Autotest

2,3

Autokosten

4,4

sehr gut

0,6 - 1,5

gut

1,6 - 2,5

befriedigend

2,6 - 3,5

ausreichend

3,6 - 4,5

mangelhaft

4,6 - 5,5

Stärken
  • umfangreiche Sicherheitsausstattung

  • guter Fahrkomfort

  • sehr gute Abgasreinigung des Diesels

  • hohe Anhängelasten erlaubt

Schwächen
  • Bediensystem mit großem Ablenkungspotenzial

  • Anschaffung und Unterhalt sehr teuer

  • teils kleinliche Aufpreispolitik

Fazit zum Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC 9G-TRONIC (ab 11/19)

Die Fahrzeughersteller müssen für ihre Flotten immer strengere CO2-Grenzen einhalten, ansonsten drohen Strafzahlungen. Jeder Kilometer, den ein Fahrzeug innerhalb der für die Homologation entscheidenden ersten 100 Kilometer Fahrt rein elektrisch zurücklegen kann, ist da bares Geld wert: Ungeachtet der Stromproduktion gilt eine elektrische Fahrt als eine ohne CO2-Ausstoß. Insofern ergibt ein GLE 350 de im Markenportfolio durchaus Sinn: Mit der laut Mercedes brutto 31,2 kWh "großen" Batterie schafft der unfassbare 2,7 Tonnen schwere Bordsteinkraxler im Ecotest 80 Kilometer ohne lokalen antriebsmotorbedingten Schadstoffausstoß, bevor der Vierzylinder-Diesel seine Arbeit aufnimmt. Im Ecotest wurde ein Stromverbrauch von sehr hohen 32,6 kWh/100 km ermittelt. Mit sachtem Gasfuß und hohem Rekuperationsanteil wie etwa innerorts schafft man auch die Werksangabe von etwa 100 Kilometern. Fährt man dann mit annähernd leerer Batterie im Hybridbetrieb weiter, braucht man etwa 8,1 Liter Diesel alle 100 Kilometer. Effizient ist der Hybrid-GLE also in keinem Betriebsmodus - in dieser Fahrzeug-, Leistungs- und Gewichtsklasse erwarten das mancher Käufer aber wohl auch nicht wirklich. Was sie erwartet: Großer Luxus, der unter anderem durch das optionale Luftfahrwerk des Testwagens, die bequemen Sitze und die hervorragende Schalldämmung realisiert wird. Auch die Fahrsicherheit ist auf dem hohen Niveau, das man vom schwäbischen Hersteller kennt. Bekannt ist von den neuen Mercedes-Modellen aber auch das MBUX genannte Infotainmentsystem neuester Generation, dessen Bedienung per Touchflächen ein großes Ablenkungspotential birgt. Was der Mercedes-Händler erwartet: Ein gut gefülltes Konto, denn ein GLE will erst einmal bezahlt werden. Der Testwagen knackt knapp die Marke von 100.000 Euro und hat damit 25.000 Euro an Sonderausstattungen an Bord. Die Kosten für Strom, Diesel und Versicherung sind ebenfalls nichts für Pfennigfuchser.

Der ausführliche Testbericht zum Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC 9G-TRONIC (ab 11/19) als PDF.

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Der ADAC Testbericht wurde mit dem Modell GLE (167) durchgeführt

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