Mazda CX-5 im Fahrbericht: Reicht der schwache Motor?

• Lesezeit: 5 Min.

Von Andreas Huber, Lorenzo Walcher

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Redaktbeur Andreas Huber steht an der Fahrertür des Mazda CX 5
Redakteur Andreas Huber ist den Mazda CX-5 der dritten Generation gefahren© Mazda

Der Mazda CX-5 geht in die dritte Runde. Optisch wirkt das SUV nun deutlich moderner, der Antrieb gibt aber Grund zur Kritik. Fahrbericht, Infos, Daten und die Preise.

  • Mazda CX-5 mit neuem Bedienkonzept

  • Neues Design und mehr Platz im Innenraum

  • Preise ab 34.990 Euro

Neun Jahre nach dem Marktstart der zweiten Generation erlebt der beliebte Mazda CX-5 eine umfassende Weiterentwicklung. In einem Segment mit Wettbewerbern wie dem VW Tiguan, Hyundai Tucson oder Opel Grandland setzt Mazda bei der komplett neuen dritten Generation auf ein geschärftes Design, mehr Platz und moderne Technik.

Mazda CX-5 ist erheblich gewachsen

Von außen hat sich der Japaner nur leicht verändert, trotzdem tritt der CX-5 spürbar sportlicher und selbstbewusster auf. Das äußert sich besonders durch eine neu gestaltete Front, einen um über 11 Zentimeter verlängerten Radstand sowie durch neue LED-Front- und Heckscheinwerfer. Insgesamt ist der CX-5 von 4,57 auf 4,69 Meter Länge gewachsen und in der Breite um 2 Zentimeter auf 1,86 Meter.

Das schafft nicht nur optisch mehr Präsenz, sondern auch mehr Platz im Innenraum: Das Kofferraumvolumen wächst laut Werksangabe um über 60 auf 583 Liter.

Neues Cockpit mit zwei Displays

Das Cockpit des Mazda CX 5
Die Top-Ausführung Homura gibt es mit schwarzem oder beigem Leder© Mazda

Mazda verbaut im CX-5 ein neues Lenkrad, auf dem Touchflächen und haptische Tasten im Mix verwendet werden. Es liegt gut in der Hand, reiht sich aber nicht ganz in die bislang sehr griffigen Lenkräder bei Mazda ein. Die Materialanmutung im Innenraum fällt durchwachsen aus. Zwar gibt es an den wichtigsten Stellen aufgepolsterte oder weiche Elemente, im oberen Bereich der Türtafeln setzt Mazda dagegen auf Kunststoff.

Kurios: Die Verkleidung des Kombiinstruments ist ebenfalls aus hartem Plastik, auf der Beifahrerseite wechselt Mazda aber zu aufgeschäumtem Kunststoff. Das wirkt nicht besonders konsistent, fällt aber auch nur bei genauem Hinsehen auf.

Was die Platzverhältnisse angeht, gibt sich der CX-5 als geräumiges Familienauto. Vorne ist ausreichend Platz für die Arme, zudem lässt sich die Lenksäule sehr weit aus dem Armaturenbrett herausziehen – das hilft beim Finden der perfekten Fahrposition. Mit 1,80 Meter sitzt man auch im Fond fabelhaft. Die Beine haben viel Platz und auch um den Kopf herum bleibt es luftig. Selbst Personen bis zwei Meter Körpergröße sollten hier auf längeren Strecken entspannen können. Breitere Türöffnungen erleichtern zudem den Einstieg und das Anschnallen von Kindern.

Vier Ausstattungsstufen bestellbar

Insgesamt bietet Mazda vier Ausstattungsvarianten: Prime-, Centre- und Exclusive-Line bringen unterschiedliche Farbakzente und Materialien mit sich. Die Top-Ausführung des CX-5 heißt Homura und kommt mit Extras wie Ledersitzen und Matrix-LED-Scheinwerfern. Wie bei Mazda üblich, lassen sich einzelne Ausstattungsmerkmale meist nicht separat bestellen. Wer ein bestimmtes Feature möchte, muss zur nächsthöheren Ausstattungslinie greifen.

Das Glas-Schiebedach ist selbst im Top-Modell nur gegen Aufpreis erhältlich, lässt sich aber im Gegensatz zu vielen Glasdächern im Wettbewerb tatsächlich noch öffnen.

Neuer Motor für das Mittelklasse-SUV

Bei der neuen Generation des CX-5 setzt Mazda auf mehr Hubraum. Der neue 2,5 Liter e-Skyactiv G 141 genannte Benziner soll gerade im unteren und mittleren Drehzahlband mehr Kraft entfalten und nebenbei sparsamer sein. Der Vierzylinder wird von einem Elektromotor unterstützt und ist damit ein Mildhybrid mit einer Gesamtleistung von 104 kW/141 PS bei 238 Newtonmeter Drehmoment.

Ein neues Brake-by-Wire-System soll nicht nur für kürzere Bremswege sorgen, sondern unterstützt auch bei der optimalen Energierückgewinnung.

Der Mazda kann zudem im Segelbetrieb Zylinder 1 und 4 abschalten und soll damit noch effizienter sein. Laut Hersteller liegt der kombinierte Verbrauch bei 7,5 Litern auf 100 Kilometer. In den kommenden Jahren wird mutmaßlich auch noch ein Vollhybrid-Antrieb folgen.

Testfahrt: So fährt sich der neue Mazda CX-5

Redakteur Andras Huber am Lenkrad des Mazda CX 5
"Komfortabel, aber nicht sonderlich leistungsstark", sagt Redakteur Andreas Huber über den CX-5© Mazda

Ob Mazda den CX-5 mit nur einer verfügbaren Antriebsvariante ausreichend motorisiert hat, konnte der ADAC auf seiner Testfahrt bereits ausprobieren. 141 PS sollten für den Alltag auch bei einem SUV dieser Größe ausreichen – in den meisten Fahrsituationen trifft das auch zu. Zum Dynamiker wird der Mazda allerdings keineswegs. Vor allem bei Überholmanövern oder dem Zwischenspurt auf der Autobahn zeigen sich die Schwächen des Antriebs.

Wirklich spontan spricht der Saugmotor nämlich nicht an. Zwar schaltet die serienmäßige Sechsgang-Automatik bei Bedarf zügig herunter, an Durchzug fehlt es aber trotzdem. Ob Allrad- oder Vorderradantrieb, das Aggregat verhält sich bei beiden Antriebsarten sehr ähnlich. Bleibt nur zu hoffen, dass die Japaner zeitnah zum Marktstart eine stärkere Motorisierung nachschieben. Mazda arbeitet bereits an einem Vollhybrid, der sich perfekt für das SUV eignen würde.

Fahrdynamisch gibt sich der CX-5 routiniert. Der Wagen neigt leicht zum Untersteuern, was ihn bei der ersten Ausfahrt gutmütig erscheinen lässt. Das Lenkgefühl ist gut, die Präzision ordentlich. Elektronische Dämpfer bietet Mazda für den CX-5 auch gegen Aufpreis nicht an. Nicht schlimm, denn das Stahlfeder-Fahrwerk macht seinen Job tadellos. Es ist straff genug, um übermäßiges Wanken in Kurven zu minimieren, und dabei noch immer komfortabel. Hier hat das Entwicklungsteam einen schönen Kompromiss gefunden.

Fazit nach der Testfahrt

Rückansicht des Mazda CX 5
Am Heck des CX-5 findet sich kein Mazda-Logo mehr, stattdessen der ausgeschriebene Markenname© Mazda

34.990 Euro kostet das Basismodell des CX-5, was nach heutigen Maßstäben durchaus gemäßigt erscheint. Mit dem CX-5 bietet Mazda also ziemlich viel Auto für einen fairen Preis. Die Platzverhältnisse sind großzügig, bei der Innenraumqualität wurde dagegen etwas gespart. Der Antrieb ist je nach eigenem Fahrprofil ausreichend, Freunde dynamischerer Fahrweisen werden aber Leistung vermissen. Das gutmütige Fahrverhalten und der gute Federungskomfort lassen diese Schwäche aber gar nicht mehr so schwer wiegen.

Mazda CX-5 (2026): Technische Daten, Preis

Technische Daten (Herstellerangaben)

Mazda CX-5 2.5 e-SKYACTIV-G 141 Prime-Line SKYACTIV-Drive (ab 12/25)

Mazda CX-5 2.5 e-SKYACTIV-G 141 Center-Line AWD SKYACTIV-Drive (ab 12/25)

Motorart

Otto (Mild-Hybrid)
Otto (Mild-Hybrid)

Hubraum (Verbrennungsmotor)

2.488 ccm
2.488 ccm

Leistung maximal in kW (Systemleistung)

104
104

Leistung maximal in PS (Systemleistung)

141
141

Drehmoment (Systemleistung)

238 Nm
238 Nm

Leistung maximal bei U/min. (Verbrennungsmotor)

4.500 U/min
4.500 U/min

Antriebsart

Vorderrad
Allrad

Beschleunigung 0-100km/h

10,5 s
10,9 s

Höchstgeschwindigkeit

187 km/h
185 km/h

CO2-Wert kombiniert (WLTP)

157 g/km
168 g/km

Verbrauch kombiniert (WLTP)

7,0 l/100 km
7,4 l/100 km

Leergewicht (EU)

1.629 kg
1.671 kg

Zuladung

601 kg
601 kg

Anhängelast ungebremst

750 kg
750 kg

Anhängelast gebremst 12%

2.000 kg
2.000 kg

Garantie (Fahrzeug)

6 Jahre oder 160.000 km
6 Jahre oder 160.000 km

Länge x Breite x Höhe

4.690 mm x 1.860 mm x 1.695 mm
4.690 mm x 1.860 mm x 1.695 mm

Grundpreis

34.990 Euro
40.790 Euro

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