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Der ADAC

Neue Typklassen in der Kfz-Versicherung

Vergleichstest Kombi, Mercedes C-Klasse T-Modell fährt vor Audi A4 Avant und BMW 3er Touring
Billiger oder teurer? Die neuen Typklassen beeinflussen die Versicherungbeiträge ∙ © ADAC/Uwe Rattay

Die neuen Typklassen legen fest, ob Sie in der Kfz-Versicherung in Zukunft voraussichtlich mehr oder weniger bezahlen müssen. Knapp 11 Millionen Autofahrer bekommen eine neue Typklasse.

  • Kfz-Haftpflicht: 4,6 Millionen Autofahrer kommen in eine bessere Typklasse

  • Für drei Viertel der Autobesitzer bleibt alles beim Alten

  • Kaskoversicherung: Viele SUVs und Oberklasse-Modelle mit hohen Typklassen

Nach den neuen Regionalklassen hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auch neue Typklassen-Einstufungen veröffentlicht. Beide Faktoren beeinflussen den künftigen Beitrag zur Autoversicherung.

Nach den aktuellen Zahlen werden in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Typklassen für 4,6 Millionen Fahrzeughalter günstiger, für 6,1 Millionen dagegen höher und damit teurer. Für 30,6 Millionen ändert sich die Typklasse 2021 nicht. 

Gibt es Veränderungen, geht die Typklasse für die meisten Modelle in der Regel nur um eine Klasse nach oben oder unten. Größere Sprünge machten in diesem Jahr Seat Arona 1.5 (Typ KJ, seit 2017) und der Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 (Typ NU, seit 2017) - jeweils um drei
Klassen. Verschlechtert haben sich dagegen Tesla Model S (Typ 002, seit 2015) um vier und der Citroen 4 Aircross 1.6 (Typ B, seit 2012) um drei Typklassen.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung sind bei der Berechnung der Typklassen die Leistungen für geschädigte Unfallgegner maßgeblich, in der Kaskoversicherung spielt unter anderem der Wert des Fahrzeugs eine Rolle. Deshalb haben viele hochmotorisierte Oberklasse-Modelle und SUVs eine hohe Typklasse, ältere Modelle und Kleinwagen eher eine niedrige Klasse.

Die Typklassen-Statistik des GDV umfasst insgesamt rund 31.000 verschiedene Modelle und deren Schadenbilanzen von 2017 bis 2019. Das System dahinter: Werden mit einem Automodell vergleichsweise wenig Schäden und geringe Reparaturkosten verursacht, erhält es eine niedrige Typklasse, bei vielen Schäden und hohen Versicherungsleistungen eine hohe. 

Auf der Website des GDV finden Sie die neuen Typklassen aller Automodelle für Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung*

Modelle mit einer niedrigeren Haftpflicht-Einstufung als im Vorjahr (Auswahl)

FahrzeugmodellHaftpflichtklasse (10-25)VeränderungVollkasko (10-33)Veränderung

Seat Arona 1,5

12

-3

15

-3

Volvo XC 40 D4 AWD

17

0

20

-3

Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4

12

-3

19

-1

Mazda 6 Kombi 2.0

16

-1

24

-2

Suzuki Jimny 1.5 Allrad

11

0

18

-5

Modelle mit einer höheren Haftpflicht-Einstufung als im Vorjahr (Auswahl)

FahrzeugmodellHaftpflichtklasse (10-25)VeränderungVollkasko (10-34)Veränderung

BMW 118i

18

0

24

+3

Audi Q2 40 TFSI Quattro

14

0

21

+3

Ford Focus STH 1.0

15

-1

21

+3

Mitsubishi Outlander 2.0 AWD Hybrid

18

+1

26

+3

Tesla Model S

23

+4

31

+1

Citroen C4 Aircross 1.6

18

+3

21

0

Wie setzt sich der Beitrag zur Kfz-Versicherung zusammen?

Der Versicherungsbeitrag für Kfz-Haftpflicht und Kaskoversicherungen (Teil- und Vollkasko) wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Neben den Regional- und Typklassen, die jährlich aufgrund aktueller Daten ermittelt werden, spielen individuelle Kriterien bzw. Rabattmerkmale eine Rolle, die der Versicherungsnehmer zum Teil selbst festlegen bzw. beeinflussen kann. 

Dazu gehören die Kilometerlaufleistung des Fahrzeugs, die Höhe der Selbstbeteiligung (je höher sie ausfällt, desto geringer ist der Versicherungsbeitrag), das Fahrzeugalter beim Kauf und das Vorhandensein einer Garage zum Abstellen. Außerdem ist relevant, wie lange der Versicherungsnehmer bereits unfallfrei fährt, welche Personen das Fahrzeug nutzen sowie das Alter der Fahrer. 

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