DruckenPDFBookmarkKontaktieren Sie uns

Urlaub in Krisenzeiten

-Terror, Unruhen, Naturkatastrophen -

 

Terroranschläge, politische Unruhen und Naturkatastrophen schockieren die Welt und verunsichern Urlauber. Viele möchten Ihre geplante Reise absagen, doch allein ein ungutes Gefühl reicht nicht aus, um kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. 


  • Kostenfreie Kündigung wegen höherer Gewalt

    Eine kostenfreie Kündigung ist möglich, wenn ein Fall „höherer Gewalt“ vorliegt. Dies ist der Fall, wenn die Reise durch ein unvorhersehbares Ereignis erheblich erschwert, gefährdet oder zu einem unzumutbaren Sicherheitsrisiko wird. Hierzu zählen beispielsweise politische Unruhen, Krieg, Vulkanausbrüche und andere Naturkatastrophen.

    Wenn das Auswärtige Amt ausdrücklich vor Reisen in die betreffenden Regionen warnt, Sie eine Reise in eine dieses Gebiet gebucht haben und Ihr Abflug kurz bevorsteht, so können Sie die Reise kostenlos stornieren, denn Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes stellen ein Indiz für einen Fall höherer Gewalt dar.

    Geht Ihre Reise nicht in ein Gebiet, das von der ausdrücklichen Reisewarnung erfasst ist, ist eine kostenlose Kündigung des Reisevertrags nicht ohne weiteres möglich. Sollten sich die Probleme bis in Ihre Urlaubsregion ausweiten oder Versorgungsengpässe entstehen, die Ihre Reise erheblich erschweren, sind Sie berechtigt, den Reisevertrag zu kündigen. Ist Ihre Region nicht betroffen, ist die kostenlose Kündigung oder das Angebot zur kostenfreien Umbuchung aber eine Kulanzleistung des Reiseveranstalters.

    Einen Überblick über die bereits ergangene Rechtsprechung zu der Frage wann höhere Gewalt vorliegt, können Sie nachfolgender Liste entnehmen:  


    Höhere Gewalt im Reiserecht  
    PDF, 20 KB


  • Kostenlose Stornierung wegen Terrorgefahr 
    Derzeit führen insbesondere Terroranschläge zur Verunsicherung, ob in diesen Fällen wegen höherer Gewalt eine kostenfreie Stornierung erfolgen kann.

    Vereinzelte Anschläge werden regelmäßig als allgemeines Lebensrisiko eingestuft. Bei zielgerichteten Angriffen gegen Touristen und Tourismuszentren, die bürgerkriegsähnlichen Zuständen gleichkommen, ist dagegen von „höherer Gewalt“ auszugehen.

    Die Abgrenzung hierzu muss stets im Einzelfall erfolgen. Entscheidend sind dabei insbesondere die Schwere und die Auswirkungen des Ereignisses sowie die Zielrichtung des Anschlags. Außerdem muss der Reisetermin in die betroffene Urlaubsregion zeitnah im Anschluss an das Ereignis liegen.

    Wenn Ihr Abflug nicht unmittelbar bevorsteht, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet, besteht derzeit noch kein Kündigungsrecht. Vielmehr müssen Sie abwarten, ob sich die Lage bis kurz vor Ihrem Abflug bessert und Sie die Reise ungefährdet durchführen können. Liegt unmittelbar vor der Abreise immer noch ein unzumutbares Sicherheitsrisiko vor, dürfen Sie kündigen, ohne dass Stornogebühren erhoben werden. 

  • Nützliche Links

    Informationen zur Sicherheitslage im Ausland bekommen Sie vom Auswärtigen Amt:

    www.auswaertiges-amt.de


Kontakt

Noch Fragen zu diesem Thema?

Die Clubjuristen beantworten Fragen von ADAC Mitgliedern per E-Mail oder telefonisch unter 0 89 76 76 24 23.


Weitere interessante Themen für Sie

TourSet bestellen

Reiseführer - ADAC TourSet®

Länderinformationen und Urlaubsführer für Ausflüge und Besichtigungen Mehr

Zwei Klicks für mehr Datenschutz
Bitte aktivieren Sie die Buttons, bevor Sie Ihre Empfehlung an Facebook, Twitter oder Google+ senden.
Hinweis: Durch Aktivieren der Buttons werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google+ ins Ausland übertragen.
Details zum Datenschutz bei Nutzung der Gefällt-Mir-Buttons

– Info, Test & Rat –

Rechtsberatung

Für ADAC Mitglieder kostenfrei: kompetente juristische Beratung. Ob Knöllchen, Unfall, verpatzter Urlaub – wir helfen gerne! Mehr




– ADAC-Produkte –

Das ADAC Reisemagazin

Jetzt Schnupper-Abo testen! Sie erhalten 3 Ausgaben mit einem Preisvorteil von ca. 35% und ein Dankeschön-Geschenk. Mehr




Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität