Blitzermarathon 2026: Verstärkte Radarkontrollen im August

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Von Katharina Dümmer

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Ein Polizist prüft die Geschwindigkeit von vorbeifahrenen Autos
Runter vom Gas: Wer beim Blitzermarathon zu schnell dran ist und dabei erwischt wird, zahlt© imago images/Tim Oelbermann

Mitten in der Hauptreisezeit macht die Polizei in Deutschland groß angelegt Jagd auf Raser: Was zum Blitzermarathon im August schon bekannt ist und wie teuer Verstöße gegen Tempolimits werden können.

  • Mehr Radarfallen: Nächster Blitzermarathon vom 3. bis 9. August

  • Bundesländer-Beteiligung geringer als im April

  • Das hält der ADAC vom Blitzermarathon

Zu schnelles Fahren ist eine häufige Unfallursache. Trotzdem erwischt die Polizei immer wieder Raser und Raserinnen. In der sogenannten Speedweek, der Aktionswoche für mehr Verkehrssicherheit, die jeweils im April und August stattfindet, werden vor allem auf unfallträchtigen Streckenabschnitten und in Gebieten mit besonderer Gefährdungslage (z.B. Schulen, Baustellen, Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser) deutlich mehr Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

Betroffen sind Autobahnen und Bundesstraßen genauso wie Innerortsstraßen.

Blitzermarathon 2026: Zweite Aktion im August

Mithilfe der verstärkten Radarkontrollen will die Polizei die Autofahrenden daran erinnern, sich an die geltenden Tempolimits zu halten. Die erste Speedweek des Jahres fand im April statt. Höhepunkt war Mittwoch, 15. April. Mit Ausnahme des Saarlands hatten sich alle Bundesländer beteiligt.

Speedweek vom 3. bis 9. August

Die Beteiligung an der Sommer-Aktion ist traditionsgemäß deutlich schwächer als im Frühjahr. Im Gegensatz zur April-Aktion gibt es im August keinen speziellen Blitzer-Tag. Die Kontrollen sind mit relativ gleichförmiger Intensität über die gesamte Woche (3. bis 9. August) verteilt. Sie findet mitten in den Sommerferien statt.

Speedweek: Wo die Messstellen stehen

Auch 2026 ist damit zu rechnen, dass sich nicht alle Bundesländer beteiligen. Die Beteiligung könnte ähnlich wie beim Blitzermarathon August 2025 sein: Damals waren vor allem Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein mit von der Partie. Einige weitere Länder kontrollierten nur eingeschränkt, Bayern verzichtete auf eine offizielle Teilnahme.

Nur wenige Bundesländer und Kommunen geben kurz vor der Speedweek bekannt, an welchen Orten und zu welcher Zeit verstärkt geblitzt wird. Allerdings sind weitere Überraschungs-Blitzer hier nicht ausgeschlossen. Die meisten Bundesländer und Gemeinden informieren jedoch nicht vorab über die Messstellen des Blitzermarathons.

Autofahrern wird geraten, sich in der Woche vom 3. bis 9. August und kurz davor verstärkt in der Lokalpresse und über die Internetseiten der lokalen Behörden zu informieren, ob dort die Blitzer-Standorte bekannt gegeben werden.

Zu schnell gefahren: Das droht Autofahrenden

Für Autofahrer und Autofahrerinnen, die während der Aktion in die Radarfalle geraten, fallen die üblichen Sanktionen für Geschwindigkeitsverstöße an (Bußgelder, Punkte in Flensburg, Fahrverbot).

Zu schnell gefahren – Strafen bei Geschwindigkeitsüberschreitung

Blitzermarathon: Das sagt der ADAC dazu

Die Blitzer-Aktionswochen leisten nach Ansicht des ADAC einen Beitrag zur Verkehrssicherheit, da sie den Verkehrsteilnehmenden die Gefahren schnellen Fahrens bewusst machen und sie entsprechend sensibilisieren können.

Dies geschieht durch eine intensive Berichterstattung in den Medien und wirkt somit nicht nur auf die Personen, die an diesem Tag geblitzt wurden. Allerdings können mit einer Aktion nicht alle Risiken im Straßenverkehr dauerhaft aus der Welt geschafft werden.

Ulrich Chiellino, Verkehrspsychologe beim ADAC, ist der Ansicht, dass erwachsene Verkehrsteilnehmende bei der Regelbefolgung Vorbilder für Kinder sein können.

Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen. Jeder Verkehrsteilnehmende sollte sein Verhalten immer wieder hinterfragen und falls nötig verändern. Wir alle sind aufgefordert, mehr Achtung zu zeigen.

Ulrich Chiellino, Leiter ADAC Verkehrspolitik

Häufige Unfallursache: Zu schnelles Fahren

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Mit Material von dpa.