Risiko Schneeschaufeln: So schützen Sie Ihr Herz vor Überlastung

• Lesezeit: 2 Min.

Von Sabrina Doschek

Feedback

Eine Frau mit einer hellgrünen Mütze und Schal schauffelt Schnee
Schneeschaufeln ist Schwerstarbeit für das Herz – vor allem bei Kälte© Shutterstock/Melinda Nagy

Winterarbeit mit Risiko: Bei Kälte kann Schneeschaufeln zur Belastung für das Herz werden. Menschen mit Vorerkrankungen sollten besonders vorsichtig sein, wenn sie die Schaufel in die Hand nehmen. Worauf Sie achten sollten, um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

  • Warum das Herz beim Schneeschaufeln deutlich mehr leisten muss

  • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind gefährdet

  • Was die Kardiologin für herzschonendes Schaufeln empfiehlt

Das Winterchaos hat Deutschland fest im Griff. Deshalb gehört für viele Menschen in Deutschland Schneeschaufeln gerade zum Alltag. Doch die körperliche Belastung, die von den schweren, oft ruckartigen Bewegungen ausgeht, ist nicht zu unterschätzen. Zudem verengt Kälte die Blutgefäße, was wiederum den Blutdruck erhöht. Die Folge: Das Herz muss mehr pumpen.

"Der höhere Widerstand kann den Herzmuskel belasten – denn das Herz muss in dieser Situation deutlich mehr leisten, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen", erklärt Christina Magnussen, stellvertretende Direktorin der Klinik für Kardiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

Schneeschaufeln: Menschen mit Vorerkrankung gefährdet

Besonders gefährlich kann schweres Schneeschaufeln für Menschen mit Vorerkrankung sein. Dazu zählen Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche oder Vorhofflimmern sowie Personen, die in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt erlitten haben. Wenn Herzkranzgefäße verengt oder geschädigt sind, können Kälte und Anstrengung extrem gefährlich werden und sogar zu einem (weiteren) Herzinfarkt führen.

Risiko Kälte: So schippen Sie herzschonend Schnee

Für herzschonendes Schneeschippen empfiehlt Kardiologin Magnussen, sich kurz aufzuwärmen und langsam zu starten. Sie rät zudem, öfter Pausen einzulegen und den Schnee in kleinen Portionen zu räumen. Sollten Beschwerden wie Atemnot oder gar Brustschmerzen auftreten, sollte das Schneeschaufeln sofort abgebrochen werden.

Mehr zum Thema Gesundheit

Krank zu Hause oder auf Reisen: Kostenlose Gesundheits-Infos

Mit Material von dpa.