Reger Reiseverkehr: ADAC Stauprognose 3. bis 7. Juni

• Lesezeit: 6 Min.

Von Sabrina Doschek, Katharina Dümmer

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Stau auf der A8 in den Sommerferien
Das Ende der Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg sorgt für hohes Reiseaufkommen© imago images/Bernd Leitner

Am Wochenende herrscht auf Deutschlands Autobahnen zeitweise lebhafter Reiseverkehr. Ein Feiertag (Fronleichnam) und das Ende der Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg sorgen für volle Straßen. Die ADAC Stauprognose.

  • Ferienende: Staus im Süden Deutschlands und auf den Routen in Richtung Norden

  • Staureichster Tag des langen Wochenendes: Mittwoch, 3. Juni

  • Mehr als 1000 Baustellen auf Autobahnen

Pfingstferienende und Feiertag: Hohe Staugefahr

Die Autobahnen werden voll: Wegen des Feiertags Fronleichnam am Donnerstag, 4. Juni, in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie in Teilen Sachsens und Thüringens starten einige Autofahrende schon am Mittwochnachmittag, 3. Juni, oder Donnerstagvormittag, 4. Juni, in einen Kurzurlaub.

Gegen Ende der Woche kommen dann viele aus Bayern und Baden-Württemberg aus dem Pfingsturlaub zurück, da die zweiwöchigen Ferien enden. Dieser Rückreiseverkehr erreicht seinen Höhepunkt am Samstag, 6. Juni. Dann bilden sich vor allem Staus im Süden Deutschlands und auf den Routen in Richtung Norden.

Am Sonntagnachmittag, 7. Juni, tummeln sich hauptsächlich die Heimkehrenden aus dem Kurzurlaub auf Deutschlands Straßen. Auch dann sind die süddeutschen Fernstraßen und Ballungsraumautobahnen besonders betroffen.

Insgesamt steigt die Staugefahr an den Wochenenden immer weiter an. In mehreren europäischen Ländern beginnen im Juni die Sommerferien. Überdies sind auch Reisende unterwegs, die nicht an Ferientermine gebunden sind.

Übrigens: Der Mittwoch vor Fronleichnam gehörte in den letzten Jahren zu den staureichsten Tagen des Jahres. Dieses Jahr könnte es insgesamt ein bisschen besser sein. Der anhaltend hohe Spritpreis infolge des Irankriegs könnte die Reiselust zusätzlich trüben. Dennoch dürfte der Mittwoch auch dieses Jahr der staureichste Tag des langen Wochenendes werden.

Zusätzliche Verzögerungen drohen durch die rund 1000 Autobahnbaustellen in Deutschland.

Staukalender Mai und Juni 2026: Wann es voll wird

Lkw-Fahrverbote, Blockabfertigung, Abfahrtssperren

Um den starken Reiseverkehr zu entlasten, gilt an Fronleichnam, Donnerstag, 4. Juni, wieder ein Lkw-Fahrverbot, aber nur in den Ländern mit Feiertag (siehe oben!): Von 0 bis 22 Uhr dürfen auf den Autobahnen der betroffenen Bundesländer Lkw über 7,5 Tonnen nicht unterwegs sein.

Auf der Inntalautobahn A93/A12 findet am Freitag, 5. Juni, wieder eine Blockabfertigung für Lkw statt.

In Deutschland gelten bei Stau Abfahrtssperren bzw. Durchfahrtsverbote auf der A7 im Landkreis Ostallgäu, auf der A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, auf der A93 Inntalautobahn und B2/B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

In Österreich gelten bei Stau auf der Autobahn Fahrverbote auf mehreren Landesstraßen in den Bezirken Innsbruck/Innsbruck Land, Kufstein, Imst und Reutte. Die Sperren gelten seit dem 1. Mai an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie am 2. Oktober (Tag vor dem Tag der Deutschen Einheit), jeweils von 7 Uhr bis 19 Uhr.

Das sind die besonders belasteten Staustrecken

  • A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln

  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg

  • A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt; Linz – Passau

  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe; Chemnitz – Dresden – Görlitz

  • A5 Karlsruhe – Basel; Kassel – Frankfurt

  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg – Pilsen

  • A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel; Ulm – Füssen/Reutte

  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg

  • A9 Berlin – Halle/Leipzig

  • A10 Berliner Ring

  • A11 Berliner Ring – Kreuz Uckermark

  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)

  • A13 Dresden – Schönefelder Kreuz

  • A23 Hamburg – Heide

  • A24 Pritzwalk – Berliner Ring

  • A27 Bremen – Bremerhaven

  • A99 Autobahnring München

Autobahn-Vollsperrungen am Wochenende

  • A1 Münster – Osnabrück in beiden Richtungen zwischen Ladbergen und Lengerich, vom 5. Juni, 21 Uhr, bis 7. Juni, 6 Uhr

  • A39 Lüneburg Richtung Hamburg, zwischen Lüneburg-Nord und Handorf, vom 1. bis 13. Juni

  • A96 Lindau Richtung München zwischen München-Blumenau und München-Laim, vom 3. Juni, 22 Uhr, bis 7. Juni, 12 Uhr

Die langfristigen Sperren

  • A7 Hamburg in Richtung Hannover zwischen Maschener Kreuz/A39 und Horster Dreieck, bis 17. Juli 2026

  • A44 Düsseldorf Richtung Essen zwischen Hetterscheidt und Velbert-Nord, bis 3. Juli, 18 Uhr

  • A27 Bremerhaven – Bremen in beiden Richtungen, zwischen Bremen-Horn/Lehe und Bremen-Vahr, bis 28. Oktober 2027, Mittwoch – Donnerstag zwischen 22 und 5 Uhr

  • A59 Düsseldorf Richtung Köln zwischen Dreieck Düsseldorf-Süd und Monheim, bis 30. September 2026

  • A66 Frankfurt Richtung Wiesbaden zwischen Schiersteiner Kreuz und Wiesbaden-Frauenstein, bis 30. Juni 2026, 8 Uhr

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind möglich. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.

Staustrecken Ausland: Brenner und Co.

Fronleichnam ist auch in Österreich und der Schweiz Feiertag. Die Reisewelle betrifft deshalb auch beliebte Fernreisestrecken in Österreich, Italien und der Schweiz, wie die Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Arlberg-, Pyhrn-, Rheintal- und Gotthard-Route.

Österreich

Schweiz

  • A2 Luzern – Chiasso (Gotthard-Route)

  • A13 Chur – Bellinzona (San-Bernardino-Route)

  • A1 Bern – Zürich – St. Margarethen

  • A3 Basel – Zürich – Chur

Gotthardtunnel: Neue Sonderspur bei hohem Verkehrsaufkommen

Erleichterung für Autofahrende: Seit Mittwoch, 13. Mai, gibt es auf der Gotthardautobahn A2 an den Portalen des Gotthardtunnels eine Sonderspur. Die Sonderspur Airolo/Pässe ermöglicht es, Airolo und die Straße zum Gotthardpass schnell zu erreichen, ohne den Stau auf der Autobahn zu durchfahren und ohne die Kantonsstraße zu verstopfen.

Ziel dieser Spur ist es, den Verkehrsüberlauf auf die Kantonsstraße in Richtung Norden zu reduzieren, der für die Anwohnenden Unannehmlichkeiten und Gefahren mit sich bringt, und die Kapazitätsengpässe des Gotthardtunnels an Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen zumindest teilweise auszugleichen.

Die Sonderspur Airolo/Pässe ist abhängig von der Verkehrslage und ausschließlich bei befahrbarer Gotthardpassstraße zugänglich. Die Freigabe der Spur wird stets durch Leuchttafeln und Beschilderung entlang der Strecke angezeigt. Die Autofahrenden werden gebeten, sich an die Beschilderung und die Straßenverkehrsordnung zu halten.

Weitere Infos und Video zum Ablauf auf der Sonderspur findet man beim Schweizer Bundesamt für Straßen.

Italien

  • A22/SS12 Brennerroute

  • A9/A7 Schweiz – Mailand – Genua

Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Seit Mai 2025 wird an allen deutschen Grenzen bei der Einreise verschärft kontrolliert. Dabei könnte es zu längeren Wartezeiten kommen. Besonders betroffen sind die Übergänge Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) sowie Ludwigsdorf (A4), Frankfurt (Oder) (A12) und Forst (A15).

Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss

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Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte freimachen.

Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!